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HomeReviewEx Deo – The Immortal Wars

Ex Deo – The Immortal Wars

Ex Deo - The Immortal Wars

 

 

 

 

 

Wertung:

6.5/7

Info:

VÖ: 27. Februar 2017

Label: Napalm Records

Spielzeit: 00:38:21

Line-Up:

Maurizio Iacono – Vocals
Dano Apekian – Bass
Oli Beaudoin – Drums
Jean-François Dagenais – Guitar
Stéphane Barbe – Guitar

Tracklist:

01. The Rise Of Hannibal
02. Hispania (Siege Of Saguntum)
03. Crossing Of The Alps
04. Suavetaurilia (Intermezzo)
05. Cato Major: Carthago Delenda Est!
06. Ad Victoriam (The Battle Of Zama)
07. The Spoils Of War
08. The Roman

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„Auf dem Höhepunkt“

Langeweile muss für die meisten der Mitglieder von EX DEO ein Fremdwort sein, handelt es sich doch bei der Band um das Nebenprojekt der Death Metal-Veteranen KATAKLYSM, welche in den vergangenen Jahren auch selbst ordentlich Output geliefert haben und nebenbei auch fleißig auf Tour waren. Die letzten beiden Alben rund um die Workaholic-Truppe um Maurizio Iacono hatten amtliche Hits aufzuweisen. Allerdings machten sich auf die Dauer der Spielzeiten gewisse Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Gelingt den Legionären mit „The Immortal Wars“ nun der Siegeszug?

„The Immortal Wars“ beginnt ohne ein längeres Intro, was bei mir zunächst ein klein wenig für Enttäuschung sorgte, gelang der Band doch mit der Einführung in den Opener des Vorgängers „Caligvla“ ein ungemein stimmungsvoller Auftakt. Genau das machen die Jungs auf dem aktuellen Album aber an anderer Stelle mehr als wett, doch der Reihe nach. Mit „The Rise Of Hannibal“ hauen EX DEO gleich zu Beginn einen Track raus der es in sich hat. Was hier an unterschiedlichen Melodien, Einsprengseln und sonstigen Effekten geboten wird kann beim erstmaligen Durchgang gar nicht erfasst werden. Wie auch auf den Vorgängeralben besinnen sich EX DEO auch im weiteren Verlauf der Platte im Grunde auf ihre Trademarks, nämlich der Vermengung von melodischem Death Metal mit von Filmmusik beeinflusstem Keyboard-Bombast-Sound. „The Immortal Wars“ hebt sich aber in einem wesentlichen Punkt von den bisherigen Releases ab: EX DEO schaffen es [endlich], den KATAKLYSM-Sound mit in ihr Soundgewand aufzunehmen, sprich die mörderischen, groovenden Gitarrenriffs, für die letztere Band bekannt ist und die für mich auf den Vorgängeralben so nicht präsent waren – wie sehr ich das herbeigesehnt hatte! Dass in EX DEO aber trotzdem noch immer zu 100 Prozent EX DEO drin stecken beweisen das Interlude „Suavetaurilia (Intermezzo)“ und das sich daran anschließende „Cato Major: Carthago Delenda Est!“. Erstgenanntes Stück erzeugt für sich schon eine packende Atmosphäre. Wie aber im Verlauf der beiden Stücke die Dramatik immer weiter gesteigert wird und sich dann in einem höllischen Riff und dem dazugehörigen Gebelle von Frontmann Maurizio Iacono entlädt, das zieht einem schlicht und ergreifend die Schuhe aus – ganz großes Kino! Was weiterhin positiv auffällt ist, dass die Stücke insgesamt wesentlich kompakter wirken. Wo sich auf bisherigen Veröffentlichungen der Band durchaus die ein oder andere Länge eingeschlichen hatte kommen EX DEO auf „The Immortal Wars“ besser auf den Punkt und führen den Hörer konsequent durch ihr Konzept.

Ist die relativ geringe Spielzeit ein Kritikpunkt? Aus meiner Sicht nicht, wenn zum einen wie hier derartig hohe Qualität geboten und zum anderen dadurch verhindert wird, dass der Hörer über lange Sicht aufgrund der Vielzahl an musikalischen Elementen irgendwann „aussteigt“. Sonstige Schwächen müssen mit der Lupe gesucht werden, ich persönlich hätte mir eventuell noch einen Track mit einem eingängigen Refrain und einer gewissen Livetauglichkeit gewünscht. Ansonsten markiert „The Immortal Wars“ den Höhepunkt der bisherigen Band-Karriere. EX DEO-Fans greifen bedenkenlos zu, für KATAKLYSM-Anhänger ist zumindest Reinhören Pflicht.

Jochen Zeilbauer / 20.02.2017

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