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HomeInterviewsForgotten Tomb – Herr Morbid

Forgotten Tomb – Herr Morbid

„Hurt Yourself And The Ones You Love“, so der etwas sperrige Titel des achten FORGOTTEN TOMB-Albums, das am 17. April via Agonia Records erscheint. Die italienischen Düster-Rocker waren im Laufe ihrer Karriere einiges, aber niemals langweilig. Ähnlich verhält es sich mit der neuen Langrille, die den musikalischen Pfad, der seit „Negative Megalomania“ eingeschlagen wurde, konsequent weitergeht. Vom Cover-Artwork und den brachialen Lyrics gehen Herr Morbid und seine Mannen aber wieder etwas „back to the roots“. Der Mastermind hat sich Zeit für Metalnews genommen, um über seine Band, das neue Album und die Zukunft seiner musikalischen Karriere zu quatschen!

Hallo Ferdinando! Vielen Dank für Deine wertvolle Zeit! Wie geht es Dir einen Monat vor Album-Veröffentlichung? Bist Du nervös was die Reaktionen der Fans und der Presse betrifft?

Nein, nicht wirklich nervös. Ich bin vielleicht etwas neugierig, was die Presse und die Fans zu sagen haben. Es ist immer ziemlich lustig, zu sehen, wie viele Menschen unsere Musik ganz anders wahrnehmen – sowohl positiv als auch negativ. Ich bin ziemlich überzeugt von den Alben, die wir veröffentlichen, und das ist dieses Mal nicht anders. Wir geben immer unser Bestes, und deshalb ändern die Reaktionen nichts dahingehend, wie wir unser Album wahrnehmen.

Im Vergleich zu euren neueren Alben ist das Cover-Artwork von „Hurt Yourself And The Ones You Love“ ziemlich direkt ausgefallen. Warum hat ihr euch für solch einen Ansatz entschieden? Man hat fast das Gefühl, als wolltet ihr ästhetisch wieder zu „Songs To Leave“ zurückkehren.

Wir wollten tatsächlich etwas, das extrem wirkt und sofort die Aufmerksamkeit der Fans erregt. Unsere neueren Alben hatten eher „künstlerische“ Designs, also dachten wir, dass es an der Zeit ist, wieder etwas barbarischer zu werden. Das hängt auch damit zusammen, dass die Lyrics und der Sound auf diesem Album sehr brutal und gewalttätig sind. Außerdem mag ich sehr gerne Fotografien, die als Cover-Artwork verwendet werden. Aber wir wollten nicht einfach irgendein Foto aus einem Archiv ausgraben, also haben wir einen Fotografen und ein Model angeheuert und haben die Sache selbst in die Hand genommen. Ich denke, dass das Bild großartig geworden ist, nicht nur was das Konzept, sondern auch was die Qualität betrifft.

Musikalisch seid ihr allerdings dem Stil, den ihr auf „Under Saturn Retrograde“ begonnen habt, treu geblieben und habt ihn noch ausgebaut. Man hört immer noch die Dunkelheit in eurer Musik, aber von der Form her ist sie viel mehr Rock’n’Roll. Würdest Du dem zustimmen? Und wie siehst Du selbst eure musikalische Entwicklung? Könntest Du Dir vorstellen, irgendwann in der Zukunft wieder ein typisches Suicide Black Metal-Album zu machen?

Ich glaube die größere Veränderung hat mit „Negative Megalomania“ begonnen. Dort haben wir viele neue Elemente in unsere Musik eingeführt und auch unsere handwerklichen Fähigkeiten und auch die Produktion des Albums wurden auf ein neues Level gehievt. Diese Dinge haben sich dann von Album zu Album verbessert, und ich glaube, dass auch das neue ein weiterer Schritt nach vorne ist. Es war unser Ziel, unsere Trademarks und unsere lyrischen Themen zu erhalten, aber gleichzeitig einen kräftigeren und verfeinerten Zugang zu finden. Unser persönliches Wachstum, unsere Inspirationen und auch das Altern ist damit sicher Hand in Hand gegangen. Manche Bands entwickeln sich nie und experimentieren auch nicht, aber das war bei FORGOTTEN TOMB nie so. Wir haben nie dasselbe Album zweimal gemacht und das ist letztlich der Grund dafür, warum das Ganze für mich noch interessant ist. Ich verstehe auch, dass manche Menschen in der Metal-Szene nicht offen für Veränderungen sind. Aber ich denke, dass sie oftmals überreagieren, einfach weil ihr Zugang zur Musik engstirnig und von Vorurteilen geprägt ist. Wir haben uns im Laufe der Jahre natürlich verändert, aber wir sind nicht weicher geworden. Gerade das neue Album, aber auch „… And Don’t Deliver Us From Evil“ sind wirklich heavy und dunkel. Ich denke die bessere Produktion und die neuen handwerklichen Fähigkeiten verführen die Leute dazu, zu glauben, dass sich eine Band „verändert“ hat oder „kommerziell“ geworden ist, obwohl sie einfach nur besser geworden ist und sich neuen Herausforderungen stellt. Das ist zumindest bei uns der Fall. Ich muss wirklich nicht ein weiteres „typisches“ Album aufnehmen, weil ich das mit unseren früheren Klassikern schon getan habe. Es ergibt für uns keinen Sinn, uns zu wiederholen. Außerdem wäre das Feeling nie mehr dasselbe, selbst wenn die Songs gut werden würden. Die Menschen müssen verstehen, dass alte Alben aufgrund ihres Alters und der Zeit, in denen sie aufgenommen wurden, gut sind. Nach zehn weiteren Jahren werden andere Leute wieder sagen, dass wir ein neues Album wie „Hurt Yourself And The Ones You Love“ machen sollen. Das ist ein ewiger Kreislauf, und das ist sehr typisch für das Metal-Publikum. Irgendwie ist es auch natürlich, weil man manche Alben einfach so sehr mag.

Ich hatte gehofft, auf dem neuen Album wieder Klargesang zu finden, aber dem ist nicht so. Hattest Du kein Interesse mehr daran, diese Seite Deines Gesangs zu erkunden? Oder dachtest Du, dass er nicht zu diesen Songs passt?

Seit ich auf „Negative Megalomania“ damit angefangen habe, mit klarem Gesang zu experimentieren, habe ich immer gesagt, dass ich diesen nur dann verwende, wenn er gebraucht wird oder wenn er den Songs etwas Besonderes verleiht. Ich weiß, dass das eine komische Sache für eine Band ist, aber ich denke nicht, dass ich sie auf ein Album packen muss, nur weil ich das schon einmal gemacht habe; ich würde, wenn es gepasst hätte, aber bei diesem Album war das einfach nicht der Fall. Deshalb habe ich mich für einen aggressiveren Zugang entschieden. Vielleicht kommt der Klargesang ja in Zukunft wieder, wer weiß. Es hängt einfach von den Songs ab, die wir schreiben. Allerdings habe ich auf der neuen Scheibe mit verschiedenen Gesangslinien und –rhythmen experimentiert. Selbst wenn es keinen Klargesang gibt, fällt einem also auf, dass das Tempo der Gesangslinien viel komplizierter ist als auf unseren frühen Alben. Das fällt zum Beispiel sehr stark in „Bad Dreams Come True“ auf. Ich habe dieses Mal hart an den Vocals gearbeitet, und ich hoffe, dass sich das auf dem Album zeigt.

Auf „Under Saturn Retrograde“ und „… And Don’t Deliver Us From Evil“ gab es ein oder zwei Momente, die schon fast entspannend oder „positiv“ geklungen haben [z.B. „Spectres Over Venice“ oder „Adrift“]. Auf dem neuen Album findet man fast nur Dunkelheit. Stimmst Du dem zu? Und hatte das etwas mit der Stimmung zu tun, in welcher Du das Album geschrieben hast?

Ehrlich gesagt glaube ich, dass „… And Don’t Deliver Us From Evil“ ein sehr dunkles Album war, aber das neue ist auf eine andere Art düster … es ist aggressiver und rasend. Mir gefällt es, dass Du es als sehr dunkles Album wahrnimmst, das ist immer eine gute Sache. Ich denke die Stimmung war bei beiden Alben dieselbe … ich fühlte mich sehr selbst zerstörerisch und trübsinnig. Ich würde sagen, dass diese Alben unter dem Einfluss einer „reiferen“ Form der alltäglichen Trostlosigkeit geschrieben wurde. Es handelt sich dabei nicht um eine echte Depression oder etwas Ähnliches, sondern es geht um Stimmungsschwankungen, Dekadenz, urbanen Verfall, Enttäuschungen, Versagen und um einen grundsätzlich freudlosen Ausblick, was die Zukunft betrifft. Meine Träume haben bezüglich der Lyrics auch eine große Rolle gespielt. Ich habe aus einer Reihe von komischen und abgefuckten Träumen viel Inspiration gewonnen. Diese hatte ich in den Monaten, bevor die Aufnahme-Sessions begonnen haben.

Es gab nur einen Song, bei dem ich das Gefühl hatte, dass er eine Form von „positiver“ Melancholie ausdrückt, und das ist „Swallow The Void“. Bitte erzählt uns etwas über die Entwicklung dieses Tracks. Wann ist Dir die Melodie eingefallen?

Diesen Song hat unser Gitarrist Andrea geschrieben, also kann ich dazu nicht viel sagen. Uns hat es wirklich gefallen, also haben wir uns entschlossen, den Song mit ihm gemeinsam zu arrangieren und ihn als „luxuriöses“ Outro zu verwenden. Aber ich möchte nicht, dass der Song als simples Outro übergangen wird, da es ein wirklich starkes Instrumental ist.

Lass uns ein paar Minuten allgemein über das Songwriting sprechen. Du bist natürlich der Hauptkomponist, aber inwiefern sind die anderen involviert? Algol scheint zum Beispiel mit seinem Bass einige Akzente zu setzen. Wie lange habt ihr euch über die Songs unterhalten, bevor ihr ins Studio gegangen seid?

Ich schreibe für gewöhnlich fast alles von dem, was man auf dem Album hört. Ich nehme Demo-Tracks für alle Instrumente auf und danach schicke ich sie den anderen Jungs, damit sie diese lernen können. Aber dieses Mal haben wir stärker zusammen gearbeitet. Das hat eben dazu geführt, dass Andrea das Instrumental beigesteuert hat. Außerdem gibt es den Song „Mislead The Snakes“, den Alex [Algol] und ich gemeinsam geschrieben haben. Wir haben uns ein paar Mal hingesessen und haben uns die Demos angehört. Dabei sind uns immer wieder Sachen aufgefallen, die man ändern muss. Wir proben für gewöhnlich nicht viel, also schreiben wir kein Zeug in unserem Proberaum, wie es viele andere Bands machen. Was die Aufnahmen selbst betrifft, so wollten wir, dass alle Instrumente ihren Raum erhalten. Deshalb kann man zum Beispiel auch den Bass wirklich gut hören, ganz im Gegensatz zu dem größten Teil der Black Metal-Alben. Außerdem haben unsere handwerklichen Fähigkeiten und auch unsere technische Erfahrung im Laufe der Jahre zugenommen. Jeder von uns verleiht dem Album seinen persönlichen Touch, und das hilft dabei, ein befriedigendes Resultat zu erzielen. Das gilt auch für die Produktion.

Was Inspirationen betrifft: Was für Musik/Bands waren in Deinem CD/LP-Player, als Du das Album kreiert hast? Und gibt es so etwas wie deine absolute Lieblingsmusik, die Du Dir einmal die Woche anhörst?

Während den Aufnahmen haben wir ein paar Wochen lang in einer Wohnung gelebt, und da haben wir uns eine Stereo-Anlage geteilt. Jeder hat am Abend etwas aufgelegt, während wir gekocht, gegessen und andere Sachen angestellt haben. Ich glaube wir haben vor allem JOHNNY CASH, PAT TRAVERS BAND, EMA, etwas Post Rock [den ich persönlich hasse, haha], klassischen Hard Rock, etwas Jazz, französische Musik der 40er, etwas Rap und TYPE O NEGATIVE gehört … nicht wirklich viel Metal. Wenn ich zu Hause bin, dann höre ich oftmals ganz Verschiedenes, also ist es schwierig, die Frage zu beantworten. Ich würde sagen, ich kehre meistens zu den Alben der 90er zurück, da es mein Lieblingsjahrzehnt ist, was Musik betrifft. Ich höre mir beispielsweise oft alte Alben von ALICE IN CHAINS, FUDGE TUNNEL, BUZZOVEN und EYEHATEGOD an.

Ihr habt gesagt, dass ihr dieses Mal das Album so live wie möglich eingespielt habt, um einen organischen und natürlichen Sound zu bekommen. Wie schwierig war das für euch? Musstet ihr da viel proben, bevor ihr ins Studio gegangen seid? Und plant ihr das bei kommenden Alben auch so zu handhaben?

Wie schon gesagt, proben wir nicht viel, da wir alle in verschiedenen Städten leben. Die Jungs kriegen die Demos und lernen ihren Teil. Sie üben alleine mit einem Metronom und Ähnlichem. Wir alle wussten, was für einen Sound wir wollten, also war das im Studio alles kein Problem. Was in Zukunft passieren wird, hängt wohl davon ab, wie die neuen Songs werden. Aber generell glaube ich, dass wir versuchen werden, organisch zu klingen, da wir alle moderne Produktionen mit den getriggerten Drums und dem Plastiksound nicht ausstehen können.

Im Song „Mislead The Snakes“ hört man ein Sprechsample von einem Mörder. Woher stammt das und was genau hören wir da?

Dieses stammt aus einem Film namens „Deadbeat At Dawn“. Ich bin ein Filmfreak, haha. Auf „King Of The Undesirables“ haben wir auch ein Sprachsample, dort spricht der Serienmörder Richard Ramirez. Mir gefällt, wie die Samples diese zwei Songs komplettieren.

In einem anderen Interview habt ihr erwähnt, dass viele Lyrics von Träumen von Dir inspiriert wurden. Könntest Du das noch etwas ausführen. Und wie schwierig ist es für Dich, nach all den Alben noch sinnvolle Lyrics zu schreiben?

Ja, ich hatte diese sehr komischen und düsteren Träume ein paar Monate vor den Aufnahme-Sessions. Das ist für mich sehr ungewöhnlich, da ich mich für gewöhnlich nicht an meine Träume erinnere und ich eher einen todesartigen Schlaf habe. Aber dieses Mal hatte ich diese verrückten Träume, die mir wie eine Botschaft von einer anderen Existenzebene oder wie ein dunkles Omen vorkamen. Da dachte ich, es ist sinnvoller, die Gefühle, die von diesen Träumen herrühren, in die Lyrics zu packen. Komischerweise haben die Träume aufgehört, als das Album fertig war. Ich schreibe nicht sehr häufig Texte, aber wenn ich es tue, dann werden sie gleich was. Ich warte bis die Inspiration mich überfällt. Mich inspirieren natürlich mein eigenes Leben und dasjenige, was ich um mich herum wahrnehme. Es gibt viele negative Dinge, die ich da in mich aufnehmen kann.

Was kannst Du uns über die Live-Front erzählen? Letztes Jahr habt ihr eher ausgewählte Shows gespielt, können wir dieses Jahr auf eine längere Tour hoffen? Vielleicht sogar eine Headliner-Tour mit Support-Bands, die ihr selbst euch aussucht?

Hoffentlich. Das hängt alles von den Anfragen ab, die wir erhalten. Wir sind eine sehr aktive Band, wenn es um Live-Shows geht, aber das hängt natürlich nicht nur von unserem Willen ab. Dieser Tage ist die Musiklandschaft von jungen Bands überflutet, die ihre kleinen Hype haben. Also kann man nicht davon ausgehen, dass man selbst noch einen Platz und die Aufmerksamkeit bekommt, die einem zustehen würde, weil man einen bekannten Namen oder eine lange Karriere hat. Es hängt von vielen Faktoren ab, und auch davon, was es momentan für einen Hype gibt. Aber es scheint so, als würde den Leuten das neue Album gefallen und momentan bucht man uns für verschiedene Shows. Wir haben für diesen Herbst auch noch andere Pläne. Wenn es nur um uns ginge, denn wären wir pro Jahr sechs Monate auf der Straße.

Bleiben wir noch kurz dabei. Wie schwierig ist es, heutzutage eine Tour zu organisieren, bei der man kein Geld verliert? Darüber beschweren sich momentan viele Bands.

Wir haben nie Geld verloren und wir spielen/touren auch nicht, wenn wir kein Geld kriegen, und zwar zusätzlich zu den Reisekosten und dem Catering. Wenn man mit Agenturen arbeitet, dann sind die Einnahmen für gewöhnlich nicht so großartig, um es einmal höflich auszudrücken. Deshalb arbeiten wir lieber selbständig oder zumindest an verschiedenen Fronten. Wir nehmen die guten Möglichkeiten wahr, aber wir gehen nicht gerne zu viele Kompromisse ein, wenn es um die Konditionen geht. Wir sind keine sehr fordernde Band, aber wir wollen respektiert werden und wir sind sicher nicht hier, um Geld zu verlieren. Für manche von uns ist FORGOTTEN TOMB momentan auch die einzige Einnahmequelle. Aber wenn natürlich jemand in das Musikgeschäft einsteigt, um davon leben zu können, dann wird das dieser Tage wohl eher scheitern. Am besten wäre es wohl, nebenbei einen regulären Job zu haben, aber wenn man den hat, dann kann man meistens nicht lange touren. Und wenn man touren und so viel wie möglich spielen will, ist es trotzdem noch so, dass es hart ist, von den Einnahmen zu leben. Es ist ehrlich gesagt unglaublich frustrierend so zu leben, und das ist auch der Grund, warum viele Musiker nach Jahren des Kampfes aussteigen, vor allem wenn man eine Familie hat, die man unterstützen möchte et cetera.

Ihr werdet dieses Jahr auch auf ein paar Sommer-Festivals spielen. Wie schwierig wird es für FORGOTTEN TOMB, vor einer größeren Menge an Leuten und vielleicht sogar im Tageslicht zu spielen? Es scheint so, als wäre eure Musik eher für „dreckige“ Rock’n’Roll-Bars geeignet.

Wir haben schon viele Sommer-Festivals gespielt und wir haben jedes Mal gerockt. Ich glaube, es ist ein Vorurteil, dass wir für gewisse Umgebungen als Live-Band nicht geeignet sind. Ich habe mich jedenfalls noch nie irgendwo unwohl gefühlt. Außerdem spielen wir meistens in der Nacht oder in großen Zelten, in denen es eh nur wenig Licht gibt. Ich selbst habe übrigens lieber die mittleren oder großen Bühnen als die verschwitzten und stinkenden „Bar“-Bühnen. Da hat man nur eine zehn Zentimeter hohe Bühne und man kann nicht einmal die ganze Backline aufbauen. Die ganzen Betrunkenen kippen ihr Bier auf dein Equipment, es gibt keinen Backstage-Bereich, also musst du dich im Publikum umziehen … und meistens ist der Sound scheiße. Das war cool, als ich ein Kind war, aber jetzt brauche ich, ehrlich gesagt, sowohl auf der Bühne als auch dahinter etwas Raum. Man muss aber auch dazu sagen, dass es etwas auf die Situation ankommt. Manche Clubs sind auch großartig, es ist wirklich ziemlich unberechenbar. Normalerweise rocken wir überall, ganz egal, was wir aushalten müssen, haha. Außerdem verstehe ich, dass es für Fans besser ist, die Band in einem kleinen Club zu sehen, das gilt vor allem für die jungen Fans.

Euch gibt es nun schon seit 15 Jahren; wenn Du auf Deine früheren Alben und die Band- und Lebenssituation damals zurückschaust, vermisst Du dann die alten Tage manchmal? Oder glaubst Du, dass sich eigentlich für FORGOTTEN TOMB alles verbessert hat?

Die Musikindustrie hat sich verändert, wahrscheinlich zum Schlechteren. Was sich verbessert hat, ist die Möglichkeit, bekannt zu werden. Gleichzeitig wird heutzutage alles, was mit Musik zu tun hat, wie Fast-Food behandelt. Man veröffentlicht ein neues Album und nach einem Monat ist es alt und niemand will sich mehr darum kümmern, weil es schon wieder tausend neue Alben gibt, die jeden Monat erscheinen. Die Menschen suchen immer nach einem neuen Hype, es ist die „hipster“ Tendenz des Moments und so weiter. Es war immer schon so, aber ich habe das Gefühl, dass die junge Generation Musik an sich nicht mehr wertschätzt. Musiker werden zu Wegwerf-Helden. Ich fühle mich nicht besonders mit meinen Hörern und meinem Publikum verbunden, weil es langsam einen ziemlichen Generationen-Gap gibt. Ich vermisse die Haltung der 90er, aber ich denke, dass es normal ist, etwas Nostalgisch zu werden, wenn man älter wird. Trotzdem, ich versuche mir treu zu bleiben und das zu genießen, was so an Gutem auf mich zukommt. Hoffentlich kann ich noch 15 Jahre weiter als Musiker agieren, da es immer härter und härter wird, als Musiker zu überleben.

Vielen Dank für Deine wertvolle Zeit und all Deine Mühe! Ich wünsche Dir persönlich und FORGOTTEN TOMB nur das Beste! Die letzten Worte gehören Dir!

Dankeschön. Unterstützt weiterhin echte Musik und echte Musiker. Wir sehen uns irgendwo auf der Straße. Unser neues Album erscheint am 17. April, gebt der Scheibe eine Chance. Bis bald!

Squiggofant / 02.04.2015

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