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HomeReviewGruesome – Twisted Prayers
Das Artwork von Twisted Prayers

Gruesome – Twisted Prayers

Das Artwork von Twisted Prayers

Wertung
5.5/7 Punkten


Info
VÖ: 01.06.2018
Label: Relapse Records
Spielzeit: 00:42:35


Line-Up
Matt Harvey – Vocals, Guitar
Daniel Gonzalzes – Guitar
Robin Mazen – Bass
Gus Rios- Drums


Tracklist
Inhumane
A Waste Of Life
Fate
Lethal Legacy
Fatal Illusions
Crusade Of Brutality
At Deathʼs Door
Twisted Prayers

Amazon

Mit „Twisted Prayers“ legen die US-Deather GRUESOME ihre zweite Huldigung an die Genre-Ikonen DEATH vor und beweisen zudem, dass es sich bei der Band um keine Eintagsfliege handelt.

 

„Der „kleine“ Bruder von „Spiritual Healing“?

 

Im Gegenteil: Die Truppe um Matt Harvey [EXHUMED] vollzieht nach „Savage Land“, das eher der „Leprosy“-Ära zuzuordnen ist, einen ähnlichen Entwicklungsschub wie damals das Original, indem auf „Spiritual Healing“ deutlich progressiver und technischer vorgegangen wurde und sich auch bei den Texten erste sozialkritische Töne bemerkbar machten. So auch auf „Twisted Prayers“, dessen Songs eine ähnliche Steigerung zeigen, sodass im Grunde jedes einzelne Stück auch so auf „Spiritual Healing“ hätte stehen können – und das ist durchweg als Kompliment gemeint, denn es wird nicht stumpf nachgespielt! So dürfte auch den Neidern bzw. Nörglern das Wasser abgegraben werden, denn natürlich bieten GRUESOME immer noch nichts wahnsinnig Originelles, aber letzten Endes ist dies ja genau der Witz an der Band, zumal aus dem Ansatz, DEATH zu huldigen, auch nie ein Hehl gemacht wurde. Musikalisch gibt es hier also feinsten Death Metal aus den „goldenen Zeiten“, der ganz einfach Spaß macht, sehr gut geschrieben ist und von Vollblutmusikern dargeboten wird. Hinzu kommt eine ausgezeichnete Produktion, wiederum ein Cover von Ed Repka [vielleicht nicht sein bestes, aber auch hier wiederum im Fahrwasser von „Spiritual Healing“] sowie zwei Gastsoli von Ex-DEATH-Gitarrist James Murphy [„Crusade Of Brutality“, „At Deathʼs Door“] – und mehr kann man eigentlich nicht wollen.

 

 

Wer mit DEATH nie viel anfangen konnte bzw. eher auf die Spätwerke steht, wird vielleicht ein bisschen Probleme mit „Twisted Prayers“ haben [aber sicherlich weniger als mit dem kantigen „Savage Land“]. Alle anderen, die auf der Suche nach genau diesem Sound sind und das Original ins Herz geschlossen haben, liegen jedoch beim Zweitwerk von GRUESOME genau richtig. Man darf gespannt sein, ob das Quartett den eingeschlagenen Weg weiter beschreitet und sich somit beim nächsten Album mit „Human“ messen wird [wie schon auf der „Fragments Of Psyche“-EP angedeutet]!

Alexander Eitner / 17.06.2018

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