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HomeReviewHoly Grove – Holy Grove

Holy Grove – Holy Grove

Holy Grove - Holy Grove

 

 

 

 

 

Wertung:

2.5/7

Info:

VÖ: 18. März 2016

Label: Heavy Psych Sounds

Spielzeit: 00:44:49

Line-Up:

Andrea Vidal – Vocals
Trent Jacobs – Guitar
Gregg Emley – Bass
Adam Jelsing – Drums

Tracklist:

01. Death Of Magic
02. Nix
03. Holy Grove
04. Huntress
05. Caravan
06. Hanged Man
07. Safe Return

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„Nix für ungut“

Aus Portland, Oregon stammen HOLY GROVE [nicht zu verwechseln übrigens mit der Jazzkapelle HOLLY GROVE]. Die Band wurde 2015 gegründet und darf nun bereits ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf den ohnehin schon überfüllten Markt werfen.

Es wird auch Zeit, mag man angesichts des reichhaltig gedeckten Tisches an Retro-Rock Veröffentlichungen behaupten. Wer da halt zu spät kommt, darf die Reste verputzen. Und genau diese Gefahr lauert auf die Combo aus dem Nordwesten der USA. HOLY GROVE spielen einen Heavy Rock mit starkem Doom Einfluss, der sich allzu sehr an die britischen Urväter des Metals, nämlich BLACK SABBATH, orientiert. Dies wird bereits beim Opener „Death Of Magic“ deutlich. Netter, gefälliger Song, der an die „Master Of Reality“ Phase der Burschen aus Birmingham erinnert. Dazu die fast butterweiche Stimme von Andrea Vidal, die durch ihre angenehme Klangfarbe zu überzeugen weiß. Noch kann ich die Sache locker angehen, doch soll dieser Track bereits den Höhepunkt des Albums darstellen. Denn bereits der zweite Song „Nix“ bietet nicht viel, außer Langeweile vielleicht. Hier und dort ist das Ganze bisweilen zwar geschickt konstruiert, aber auf „Holy Grove“ gibt es rein gar nichts, was nicht in irgendeiner bereits geplünderten Mottenkiste der 70er Heroen zu finden wäre. Ordentliches Handwerk, relativ dröge, ja fast belanglose Songs, die arg in die Länge gezogen sind sowie mit einer Produktion bewusst auf Vintage getrimmt wurden. Ein bisschen HAWKWIND hier, ein wenig LED ZEPPELIN dort, ohne auch nur ansatzweise diesen Bands das Wasser reichen zu können. Mit Verlaub, da spielen die Kollegen von ORCHID und Co. aber definitiv einige Ligen höher.

Live in gediegener Clubatmosphäre mögen HOLY GROVE richtig gut antörnen, aber ob ich mir diese gefühlt zigtausendste BLACK SABBATH-Kopie [von denen es mittlerweile einige gibt, die weitaus besseres Zeug liefern] ins Regal stelle, möchte ich tendenziell eher verneinen. Doom Metal mit einer ordentlichen Psychadelic Schlagseite kann richtig spannend sein, aber in diesem Falle geht das Konzept nur bedingt auf. Stark ist auf dieser Platte wie bereits erwähnt nur der Gesang von Andrea Vidal, der allein dafür sorgt, dass hier mit Hängen und Würgen zweieinhalb Punkte hängen bleiben. Ansonsten leider eine der überflüssigsten Platten, die ich in den letzten Jahren zu hören bekam.

Frank Wilkens / 23.03.2016

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