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HomeReviewInter Arma – Paradise Gallows

Inter Arma – Paradise Gallows

Inter Arma - Paradise Gallows

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 08. Juli 2016

Label: Relapse Records

Spielzeit: 01:10:31

Line-Up:

T.J. Childers – Drums
Steven Russell – Guitars
Trey Dalton – Guitars
Mike Paparo – Vocals
Joe Kerkes – Bass

Tracklist:

1. Nomini
2. An Archer in the Emptiness
3. Transfiguration
4. Primordial Wound
5. The Summer Drones
6. Potomac
7. The Paradise Gallows
8. Violent Constellations
9. Where the Earth Meets the Sky

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„Aufzeichnung aus dem Kellerloch“

INTER ARMA ist lateinisch für „Unter Waffen“ oder genauer „Während des Krieges“ („in Kriegszeiten“). Wenn INTER ARMA sich auch auf dem neuen Album „Paradise Gallows“ im Krieg befinden, dann muss man von einem apokalyptischen, weltumspannenden Krieg sprechen, von totaler Finsternis und dem Ende der Dinge, wie wir sie kennen.
Die fünf Jungs aus Richmond, Virginia kreieren auf ihrem dritten Album nämlich absolut endzeitliche Stimmungen, steigen auf zu verwirrenden Höhenflügen und steigen herab in die tiefsten Tiefen der Erde.

Musikalisch erinnert mich „Paradise Gallows“ vom Prinzip her etwas an die Berliner NECROS CHRISTOS, die die Vermengung von tiefen Growls und langsamen Death/Doom Metal Riffs genauso gut verstehen wie INTER ARMA. Die sakralen Elemente von NECROS CHRISTOS fehlen bei den Amerikanern zum Großteil, dafür haben diese ganz andere Farbpaletten auf Lager.
„Paradise Gallows“ ist ein über siebzig Minuten langer Kotzbrocken, bestehend aus Schichten aus Doom, Black und Death Metal, sowie 70er Jahre Psychedelic Rock und Singer Songwriter Anleihen. Das spannende dabei ist, dass die einzelnen Elemente eher auf die einzelnen Songs aufgeteilt sind und selten direkt vermischt werden. Vielmehr löst der eine Stil den anderen ab, wie in einem Staffellauf. INTER ARMA wissen ganz genau was sie tun und ordnen die Musik den Ideen unter, beziehungsweise den Bildern, die durch die Stimmungen erzeugt werden sollen. Das Rumpeln kommt direkt aus der Hölle und Satan persönlich steigt aus dem tiefsten Keller hervor und trampelt alles nieder.
„Nomini“ ist das Intro des Infernos und heult mit positiv klingender Leadgitarre über das Land, bevor „An Archer In The Emptiness“ die Dunkelheit heraufbeschwört und man sich im tiefsten Death Metal Sumpf wiederfindet. Primitive abgehackte Riffs, komplett humorloses Growlen und schiefe SLAYER Soli vermiesen den Tag. Zurecht wird „Transfiguration“ als Höhepunkt des Albums gesehen. Alle musikalischen Wandlungen innerhalb des Songs aufzuzählen ist unmöglich. Zunächst wird das Ganze noch düsterer als zuvor, mit Doom aus dem tiefsten Kellerloch, viel Gekeife und minimalistischer Doublebass. Am Ende dann schnelle Riffs, die aber vom Schlagzeug aufgesogen werden, da dieses nur einmal im Takt schlägt. Dadurch werden krasse Gegensätze provoziert und Schnelligkeit und Langsamkeit löschen sich gegenseitig aus. Die Drums weisen die Riffs zurecht, die nur um sich selbst zu kreisen scheinen. Das Thema faded dann aus. „Primordial Wound“ bringt mit seinen satanisch klingenden Chören ROTTING CHRIST Assoziationen in den Kopf. Dazu kommt ekelhaftes Gekeife wie aus einem Horrorfilm, als ob ein verseuchter, beschwörerischer Gnom aus dem Nebel auf dich zu kriecht. Genial! Bei „Potomac“ der erste Schockmoment! Dramatisches und schönes Klavierspiel bestimmen das Bild, hinzu kommt die Sologitarre aus dem Intro und eine Stimmung wie aus „Shroud Of False“ von ANATHEMA macht sich breit. In „Where The Earth Meets The Sky“ dem letzten Stück werden diese Ideen noch weiter gesteigert, denn es kommt cleaner Gesang hinzu, eine Orgel und Hintergrundchöre, die tatsächlich aus dem Himmel selbst zu kommen scheinen. Es ist sicher beachtenswert, dass am Ende die apathischen, cleanen Gitarren und der traurige, aber dumpfe Gesang das Album zu seinem fulminanten Ende bringen.
Ich könnte ewig so weiter beschreiben, es passiert so viel auf „Paradise Gallows“ und mit jedem weiteren Durchgang fügt sich das Puzzle immer weiter zusammen.

Bei INTER ARMA sind richtige Profis am Werk, die wissen was sie tun und das auch zu genießen scheinen. Alles funktioniert hier, die Produktion fügt alles zusammen, nichts klingt aus dem Zusammenhang gerissen. Der Sound ist sehr luftig, alle Instrumente scheinen viel Platz zu haben und weit voneinander weg zu sein, was wirklich genial klingt und dem künstlerischen Gedanken dahinter entspricht. Die beschwörerischen Gesänge zum Beispiel klingen oft so als seien sie ganz, ganz weit weg und hätten fast nichts mit dem instrumentellen Geschehen zu tun, was zu einer interessanten Wahrnehmung von Brechung führt. Falsch und dissonant klingende Gitarren machen den Eindruck als würden sie jeden Moment in sich selbst zusammenfallen. Selbst das Rasende bleibt wie unbeteiligt oder eingefroren, was seinen Zweck nicht verfehlt, nämlich eine abgefahrene, beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Wo ein Genre oder Thema sich ausgesprochen, ausgekotzt hat, kommt das nächste, wo es sich leergelaufen hat, wird es abgelöst. Das ist böse Musik im eigentlichen Sinne, verdreht, wicked, höllisch.

Phillip Hildebrandt / 05.07.2016

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