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[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41144" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 6,5/7 Punkten Info VÖ: 10.M04.2020 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 01:13:48 Line-Up Tuomas Holopainen - Keyboards Marco Hietala – Bass Emppu Vuorinen – Guitar Kai Haito -Drums Floor Jansen - Vocals Troy Donockley - Uilleann pipes, low whistles, vocals Tracklist Disc 1: 01. Music 02. Noise 03. Shoemaker 04. Harvest 05. Pan 06. How's The Heart? 07. Procession 08. Tribal 09. Endlessness Disc 2: 01. All The

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HomeReviewKill Chambers – The Reckoning

Kill Chambers – The Reckoning

Kill Chambers - The Reckoning

 

 

 

 

 

Wertung:

1.5/7

Info:

VÖ: 28. Oktober 2011

Label: Rising Records

Spielzeit: 00:51:28

Line-Up:

Dan Walton – Vocals
Conor Mcnulty – Guitar
Sammy Ragheb – Guitar
Dan Dove-Green – Bass
Liam Fogarty – Drums

Tracklist:

1. Together We Fade
2. Serenity In Chains
3. Disillusionment
4. Wounds
5. Nothing Within
6. Archangel
7. Tear It Down
8. Ninety-Three
9. My Warpath [Your Head]
10. Welcome To The End

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„Nerviger Knabencore“

Das Szenario einer degenerierten, perspektivlosen Jugend wird heutzutage sehr gerne in den Zeitungen ausgemalt, denn schließlich muss ja jemand an der Verrohung der Sitten schuld sein und diese ist wiederum nur eine Laune der Natur, die so absolut gar nichts mit der Vernachlässigung durch die Elterngenerationen zu tun hat. An selbiges Szenario könnte bei den KILL CHAMBERS angeknüpft werden, wo fünf verwahrloste Jugendliche aus Westengland in die Klauen der Musikindustrie geraten und nun dazu verdammt sind bis zur Vertragsendlichkeit einfallslosen Metalcore zu produzieren.

Obwohl „Disillusionment“ erst als dritter Songtitel angegeben wird, erfolgt die Entzauberung sehr viel früher: Fünf Teenies, die es zum höchsten Ziel erklärt haben sich irgendwann wie UNEARTH, CALIBAN, HEAVEN SHALL BURN, BULLET FOR MY VALENTINE oder AS I LAY DYING anzuhören, ohne einen Funken Eigenständigkeit übrig zu lassen. Da bleibt nur ordentlich zu beglückwünschen. Die Rechnung ist voll aufgegangen. Und wir hätten auch nichts davon mitgekriegt, wäre nicht jemand auf die Idee gekommen der Metalszene ein eigenes TOKIO HOTEL-Surrogat zu geben. Fakt ist, dass KILL CHAMBERS sich höchstens von der professionellen Vermarktung her von den zahllosen Bands abheben, die man heute massenhaft auf Musikwettbewerben besehen kann, zwischen denen oben genannte auch gerade mal im hinteren Mittelfeld rangieren würden. Solos wie das schiefe Gequietsche in „Nothing Within“ bürgen dafür, genauso wie die langweiligen Wiederholungen, die mich das ganze Album durch fast in den Wahnsinn treiben! Die Künstlergesellschaft als Zukunftsutopie, in der Arbeitskräfte, die keine Anstellung auf dem konventionellen Arbeitsmarkt bekommen, immer noch im musischen Bereich wertvolle Dienste für die kulturelle Entwicklung leisten können, erhält durch KILL CHAMBERS den Anstrich einer Horrorvision: Der Musikhörer wird von ganzen Legionen wild plagiierender „Künstler“ um Gehör gebeten und dient im Falle einer Absage bald als neue Liedinspiration, in der es um ignorante Kunstbanausen geht, die für ihren schlechten Geschmack mit viel Blut und Gewalt bezahlen müssen. Meint man sich schon im Douglas Adams-Universum wenn man an dieses Szenario denkt, so vergeht einem das Lachen gewaltig angesichts des tatsächlich gegebenen Abstandes zu dieser Fiktion.

Entgegen dem Albumtitel „The Reckoning“ wünscht man sich nach dem Hören des Albums eher eine „Recognition“, damit sich der Stil mal wieder entrümpelt und Metalcore in Zukunft wieder hörbar wird.

John Gorerilla / 22.12.2011

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