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HomeReviewKing 810 – La Petite Mort Or A Conversation With God

King 810 – La Petite Mort Or A Conversation With God

King 810 - La Petite Mort Or A Conversation With God

 

 

 

 

 

Wertung:

3.0/7

Info:

VÖ: 16. September 2016

Label: Roadrunner Records

Spielzeit: 01:01:28

Line-Up:

David Gunn – Vocals
Andrew Beal – Guitar
Eugene Gill – Bass
Andrew Workman – Drums

Tracklist:

01. Heavy Lies The Crown
02. Alpha & Omega
03. Give My People Back
04. Vendettas
05. Black Swan
06. The Trauma Model
07. La Petite Mort
08. I Ain’t Goin Back Again
09. War Time [feat. Trick Trick]
10. Life’s Not Enough
11. Me & Maxine
12. Wolves Run Together
13. A Conversation With God

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„Neue Geschichten aus Flint“

„La Petite Mort Or A Conversation With God” nennt sich das zweite Album der amerikanischen Nu Metaller KING 810. Die Band aus Flint / Michigan hat sich auf die Fahnen geschrieben, die gegenwärtige Situation in ihrer Heimatstadt [vermutlich synonym für den Rest der USA] bezüglich steigender Gewalt auf ihre ganz eigene Art und Weise anzuprangern.

So ganz „eigen“ ist es musikalisch dann doch nicht, denn besonders die frühen SLIPKNOT werden immer gern ins Rennen geworfen, wenn es darum geht, den Stil von KING 810 dingfest zu machen. Das mag zwar auch stimmen, doch eine einfache Kopie wollen die Herren nun auch wieder nicht sein. Ohnehin machen sie es dem Hörer [in diesem Falle ein Mensch mit einem manchmal schier fast unendlichem Geduldsfaden] nicht leicht. Das Ganze soll und muss also von einer ganz bestimmten Athmosphäre geprägt sein, will man den den einen oder anderen Zuhörer fesseln. Dies gelingt allerdings ziemlich selten, denn der Sprechgesang, der die Szenerie zu oft beherrscht, mag zwar an Aussagekraft eine Menge zu bieten haben, kommt aber meist ziemlich dröge und gequält aus den Boxen daher. Da ist es auch wenig hilfreich, wenn man es gut meint und wie im Falle von „La Petite Mort“ über sieben Minuten am Stück davon serviert. Der Funke springt kaum über, das fast hörspielartig vorgetragene Material plätschert genüsslich vor sich hin, auch wenn man sich bemüht, dann und wann die Geschichten mit ein wenig Klassik aufzumotzen, was bei „I Ain’t Goin Back Again“ ziemlich gut gelingt. Die elektrische Gitarre findet eigentlich gar nicht statt. Ausnahme ist „Give My People Back“, wo die Typen zeigen, dass sie genug metallische Energie besitzen, die Nummer ist kein spektakulärer, aber ordentlicher Metalcore-Batzen. Dennoch wurde ich auf der Suche nach Leckerbissen fündig und kann diesen mit „Me & Maxime“ präsentieren. Eine chillige Jazz-Nummer, die wie ein Fremdkörper auf diesem Album wirkt, aber dennoch oder gerade deshalb wohltuend wirkt. Auch „War Time [feat. Trick Trick]“ ist solide gestrickt und offenbart eigentlich, dass die Jungs richtig cooles Zeug drauf haben, wenn sie denn wollten.

KING 810 haben viel aus ihrer Heimatstadt zu erzählen und wenig bis gar nichts ist dabei von der Marke „Eitel Sonnenschein“. Die Frage ist halt nur, ob dies hierzulande in entsprechnder Weise gewürdigt wird. Am Ende kommt jedenfalls zu wenig Zählbares in der beachtlichen Spielzeit von über einer Stunde heraus, lyrische Stärken hin oder her. Kein wirklich schlechtes Album, aber mehr als Mittelmaß ist hier beim besten Willen nicht zu entdecken. Ich kann mir vorstellen, dass KING 810 ihr ultimatives Album noch vor sich haben und „La Petite Mort Or A Conversation With God” nur ein Pflasterstein auf dem Weg ist.

Frank Wilkens / 20.10.2016

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