[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 09.06.2021 AC/DC werden heute um 16 Uhr das offizielle Video zum Track „Witch’s Spell“ veröffentlichen, das mittlerweile vierte Video zum aktuellen Album „Power Up“. „Power Up“ erschien im November 2020 und avancierte nach nur 3 Verkaufswochen zum Album des Jahres und landete in 18 Ländern

[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 25.05.2021   Das neue Album von ENEMY INSIDE  heißt  "Seven" und erscheint am 27.08.2021 via Rock Of Angels Records. Vom Song "Release Me" veröffentlichte die Band bereits ein Video, welches von Sängerin Nastassja konzipiert wurde. Seht das Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=ELqLqijXPtk TRACK LIST: 1. Crystallize 2. Alien 3. Release Me 4. Break Through 5.

[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 21.05.2021   HELLOWEEN veröffentlichen ihre neue, zweite Singleauskopplung "FEAR OF THE FALLEN" samt einem Lyric Videoclip, produziert von Carlos und David von theeasyrabbit.com Ab sofort läuft ebenfalls der Vorverkauf zu dem selbstbetitelten Longplayer "HELLOWEEN", das am 18. Juni über die Nuclear Blast Tonträger Produktions- und Vertriebs GmbH

[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 21.05.2021   Mit der Ankündigung ihres neuen Studioalbums Call Of The Wild [VÖ 16.07.2021]haben POWERWOLF nun auch das erste Video veröffentlicht. Die erste Single des kommenden Longplayers trägt den Titel „Beast Of Gévaudan“ und entführt den Zuhörer auf eine beeindruckende Reise in die Tiefen des historischen Frankreichs. Matthew

[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 26.01.2021   TEZURA nennt sich eine junge Band aus München. Aktuell stellen die vier Jungs zwei neue Songs vor, hier folgt das Video von "Stray Alone". Gegründet im Winter 2018, machen TEZURA erstmals 2019 mit ihrem Demo „Voices“ auf sich aufmerksam. Im Januar 2021 folgen mit ‚Stray Alone‘

[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41211" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 6/7 Punkten Info VÖ: 29.01.2021 Label:Nuclear Blast Spielzeit: 00:52:14 Line-Up Wolf Hoffmann - Guitar Mark Tornillo - Vocals Christopher Williams - Drums Uwe Lulis - Guitar Martin Motnik - Bass Philip Shouse - Guitar Tracklist Zombie Apocalypse Too Mean To Die Overnight Sensation No Ones Master The Undertaker Sucks To Be You Symphony Of Pain The Best Is Yet To Come How Do

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Kissin‘ Dynamite – Jim Müller

Es gibt Bands, denen man beim Erwachsenwerden zusehen kann. KISSIN‘ DYNAMITE ist solch eine Band. Was sich vor ein paar Jahren noch eventuell als eine Art Sommermärchen hätte entpuppen können, lässt 2016 einmal mehr erkennen, dass eine Menge Arbeit und Ehrgeiz diese Band voran treibt. „Generation Goodbye“ heißt das neue Album, welches im Juli erschien. Wir hatten den Gitarristen Jim Müller an der Strippe und wollten uns und euch schlau machen, worum es bei dem Titel geht.

Hallo Jim. Alles klar bei dir?

Ja, alles super. Geniesse gerade das schöne Wetter und führe nebenbei Interviews.

Was hat sich bei euch persönlich in den letzten 2 Jahren getan? Kann man sagen, dass ihr erwachsener, reifer geworden seid oder ist dies nur mein persönlicher Eindruck?

Klar entwickelt sich jeder Mensch weiter. Und mit dieser Weiterentwicklung fallen dir manche Dinge auch einfach leichter. In Bezug auf das Songwriting oder die ganzen Promotionaktionen. Das alles fällt uns jetzt wesentlich leichter, weil wir uns immer mehr bewusst dessen werden, was wir sind und was wir machen. Früher ist so mancher Song eher wie ein Zufallsprodukt entstanden und meistens auch gut geworden. Heute wissen wir genau, was wir tun müssen, damit ein Song gut wird. Ich glaube, dies ist der größte Schritt, den wir in der letzten Zeit gemacht haben. Da wir nun kein Management mehr haben, müssen wir uns um alles selbst kümmern und werden dadurch ja quasi gezwungen, uns mit den Sachen wie das Business auseinander zu setzen, die andere bisher für uns gemacht haben. Ich denke da an das Lyric-Video für den Song „Generation Goodbye“. Wir hatten eine exakte Vorstellung davon, wie das Teil werden sollte. Daher war die Arbeit auch nach einem Tag erledigt. Es macht unheimlich Spaß, so zu arbeiten. Wenn man sieht, dass alles, was man anfängt, zu einer runden Sache wird.

Mir fiel diese Entwicklung ja bereits beim letzten Album „Megalomania“ auf. Ich würde da nicht von einem Quantensprung sprechen, dennoch waren Ansätze des „Erwachsenwerdens“ klar erkennbar.

Ja klar. Diese Entwicklung vollzog sich ja nicht plötzlich in den letzten Monaten, sondern hat sich seit langem angebahnt.

Du hast es eben angesprochen und es ist auch auf eurer Webseite zu lesen. Ihr habt euch dafür entschieden, nicht mehr mit einem Management zusammen zu arbeiten. Wie funktioniert das bislang?

Es erfordert einen wesentlich höheren Zeitaufwand, weil wir uns eben um alles selbst kümmern. Auf der anderen Seite haben wir nun wesentlich kürzere Entscheidungswege, weil wir die Dinge direkt miteinander besprechen können. Was halt sehr gut funktioniert, ist die Aufgabenverteilung. Jeder in der Band hat seinen Bereich, um den er sich kümmert. Sei es Songwriting, Merchandise, Social Media und all diese Sachen. Irgendwann, so hoffe ich jedenfalls, werden wir es nicht mehr so machen können, weil es einfach als Band zeitlich nicht mehr zu schaffen ist. Momentan aber klappt das prima, weil jeder in seinem Aufgabengebiet voll aufgeht.

Es gibt mit Sicherheit einige Dinge, die gerade in Bezug auf die Organisation einer Band beachtet werden sollten.

Klar. Hinzu kommt ja, dass Hannes und ich bei der Popakademie in Mannheim studieren beziehungsweise studiert haben. Da bekommt man natürlich eine Menge beigebracht, was uns dabei hilft, vor allem effizient zu arbeiten.

Nun zum wesentlichen Teil, dem neuen Album. Was bedeutet der Albumtitel, oder besser gesagt der Songtitel „Generation Coodbye“? Welche Aussage steckt dahinter, bezieht es sich auf „eure“, der jungen Generation?

Genau. Folgende Situation. Stell dir vor, du bist Musiker und schwitzt dir auf der Bühne den Arsch ab. Das Publikum kocht, doch du siehst nur den einen Menschen, der während des Gigs ununterbrochen auf sein Handy starrt. Das kann man auf einem Festival vielleicht noch verstehen, aber doch nicht auf unserer Headlinershow, wo die Leute Geld ausgeben, um uns zu sehen. In solch einer Situation ist der Begriff „Generation Goodbye“ entstanden. Für all die jungen Leute, die nur noch in ihrer eigenen, digitalen Welt leben. Aktuell dazu folgende Geschichte. Ich habe mir neulich auf dem Rockavaria IRON MAIDEN angeschaut, die sind die absolut größten Stars für uns. Wir haben uns dort nach vorn bis in die dritte Reihe gekämpft und mächtig Spaß gehabt. Dann hat sich neben mir tatsächlich jemand darüber beschwert, dass ich so ausflippe und total mit der Musik mitgehe, seine Handyvideos würden deshalb verwackeln. In dem Moment habe ich bloß gedacht, was läuft bei denen eigentlich falsch?

Ein weiterer Song, der mir auf der Platte ganz besonders gefällt, nennt sich „Utopia“. Vor allem deshalb, weil er etwas aus dem Rahmen fällt.

Absolut. Der Titel handelt von einem Torero, der sein Leben damit bereichert, dass er anderes Leben nimmt. Damit ist er in einer Spirale gefangen. Er möchte den Ruhm, muss dafür aber Tiere töten. Irgendwann wird er dann selbst getötet und wird aus diesem Kreislauf erlöst. Wir haben diesen Song ganz bewusst in Moll geschrieben, nur ganz am Schluss wird der „erlösende“ Refrain in Dur gesungen und gespielt. Für mich persönlich einer der besten Songs, die Hannes je geschrieben hat. Quasi ein kleines Musical, mit viel Dramatik und Spannung, fast ein wenig wie AVANTASIA. Eigentlich hatten wir schon lange Bock drauf, so etwas zu machen.

Generell muss ich sagen, dass „Generation Goodbye“ nicht unbedingt sehr leicht ins Ohr geht. Da braucht es doch schon den einen oder anderen Durchlauf mehr. Ein weiterer, wenn nicht gar der beste Song auf der Platte ist für mich „If Clocks Were Running Backwards“. Mir scheint, die Nummer hat einen ordentlichen Alternativ-Anstrich?

Du hast es richtig erkannt. Ich würde das als Mischung zwischen Alternativrock und SCORPIONS-Ballade bezeichnen, haha. So eine richtig amtliche Rockballade gehört einfach zu KISSIN DYNAMITE dazu, das haben wir schon immer so gehandhabt. Zumal wir quasi mit den Songs der SCORPIONS aufgewachsen sind.

Jenny Haben [BEYOND THE BLACK] singt die weibliche Stimme bei „Masterpiece“. Wie kam es zu dem Duett zwischen Hannes und Jenny?

Ach, die beiden Bands kennen sich ja schon ewig. Der Nils von BEYOND THE BLACK ist quasi mein Nachbar. Außerdem haben die zwei bereits auf dem ersten BTB-Album eine Ballade gemeinsam eingesungen. Im Prinzip war es nur eine Frage der Zeit, wann Jenny mal auf einer KISSIN‘ DYNAMITE-Platte mitsingt.

Dann gibt es noch Tracks wie „Somebody To Hate“. Spielen ernstere Themen, wie zum Beispiel das aktuelle politische Tagesgeschehen, bei euch nun vermehrt eine Rolle?

Ja, absolut. Wir versuchen, den Leuten auch mal ernstere Themen zu präsentieren und versuchen, das auf eine lockere Art zu bieten. Wir möchten die Menschen aus ihrem Alltag herausholen und Spaß bieten, daher werden wir so etwas nicht allzu politisch gestalten.

Wie siehst du generell die Hard Rock Szene in Deutschland? Gibt es da noch junges Publikum oder liegt der Focus deiner Meinung nach eher auf den härteren Stilrichtungen? Wie setzt sich zum Beispiel euer Publikum zusammen?

Du, das ist bei uns ziemlich gemischt. Da kommt schon mal der Familienvater mit seinen Kindern zum Konzert, oder auch mal mit dem Opa. Das ist auch schon vorgekommen. Man kann also sagen, von Acht bis Achtzig ist alles dabei, quasi generationsübergreifend. Mir persönlich ist aufgefallen, dass es momentan sehr viele junge Leute gibt, die sich für den Heavy Metal begeistern. Ich konnte auf dem Rockavaria sehr viele junge Menschen mit IRON MAIDEN T-Shirt beobachten. Mich freut diese schöne Entwicklung. Ich glaube, das wird noch sehr interessant werden, wenn die großen Stars der Szene wie AC/DC, IRON MAIDEN oder BLACK SABBATH nicht mehr da sind. Dann wird eine Tür für all die Bands aufgehen, die jetzt im Schatten dieser Mega-Bands stehen.

Wenn du 3 charakteristische Merkmale für KISSIN‘ DYNAMITE beschreiben solltest, welche wären das?

Spielfreude, Explosivität, Freundschaft. Wir können gerade Live die Menschen überzeugen und die Bandmitglieder sind alle wirkliche Freunde, wie eine Familie sozusagen. Und nicht nur die Band an sich, sondern auch die Crew zählt dazu. Neun beste Freunde steigen in den Bus, um irgendwo Party zu machen.

Hannes und du, ihr habt ja mal eine sagenhafte Fernsehsendung [Hairforce One auf iM1] moderiert. Könnt ihr euch vorstellen, so etwas noch einmal zu machen? In welcher Form auch immer?

Ja klar, das hat mächtig Spaß gemacht. Manchmal habe ich den Eindruck, das Konzept wurde von Joko & Klaas beziehungsweise Halli Galli übernommen. Die russische Assistenten, zwei Kumpel, die auf einer Couch sitzen und sich gegenseitig auf den Arm nehmen, hahaha. Also, Hairforce One hat damals schon echt Spaß gemacht. Mit SLASH auf der Couch zu sitzen, war schon so etwas wie ein Ritterschlag.

Es gibt ja so dermaßen viele Musikwettbewerbe, ganz oben zB der ESC. Habt ihr selbst mal bei so etwas mitgemacht oder bist du der Meinung, dass es in Bezug auf die Performance der Musik keines Wettkampfes mit anderen Kollegen bedarf?

Sehr gute Frage. Wir haben damals als ganz junge Band bei einem Wettbewerb mitgemacht, der „School Jam“ hieß. Dort haben wir den Preis für die jüngste am Wettbewerb teilnehmende Band bekommen. Solche Wettbewerbe sind auf der einen Seite ganz geil, weil du viele Menschen erreichst, die sonst vielleicht nicht zu deinen Gigs kommen würden. Du triffst dort auch immer wichtige Leute und Networking macht heutzutage offensichtlich unglaublich viel aus. Ob sich die Bands dort unbedingt „battlen“ müssen, steht auf einem anderen Blatt. Zumal man die Musik ja aufgrund der individuellen Unterschiede gar nicht wirklich vergleichen kann. Der ESC ist natürlich eine ganz andere Nummer. Ich glaube, dieser Wettbewerb hat schon lange seinen Reiz für den Musiker verloren.

Letzte Frage: Ihr habt ja bereits eine Menge erlebt mit euren jungen Jahren. Kannst du dir persönlich ein Leben nach KISSIN DYNAMITE vorstellen? Vor allem ein Leben ohne Musik im Vordergrund, also mit Häuschen, Garten, Family und Job bei der Stadtverwaltung oder so…

Das wird nicht vorkommen, wir werden das durchziehen, bis wir nicht mehr können. Danach aber kann ich mich vorstellen, wie ich mitten in Amerika als Maisbauer auf der Veranda meiner Farm sitze. Die Kinder aus der Nachbarschaft kommen dann vorbei und wollen den Geschichten aus meiner verrückten Heavy Metal Zeit hören, hahaha.

Fränky / 24.08.2016

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