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HomeReviewLife Of Agony – A Place Where There’s No More Pain

Life Of Agony – A Place Where There’s No More Pain

Life Of Agony - A Place Where There's No More Pain

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 28. April 2017

Label: Napalm Records

Spielzeit: 00:40:32

Line-Up:

Gesang: Mina Caputo
Gitarre: Joey Z.
Bass: Alan Robert
Schlagzeug: Sal Abruscato

Tracklist:

01. Meet My Maker
02. Right This Wrong
03. A Place Where There’s No More Pain
04. Dead Speak Kindly
05. A New Low
06. World Gone Mad
07. Bag Of Bones
08. Walking Catastrophe
09. Song For The Abused
10. Little Spots Of You

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„Ein musikalischer und düsterer Befreiungsschlag.“

Im Vorfeld der Veröffentlichung kündigte die New Yorker Band an: „We’re not fucking around!“ Klingt gut? Klingt gut! Die Pause war lang, auch wenn uns LIFE OF AGONY mit diversen Reunion-Touren den Freudenschweiß unter die Achseln getrieben haben. Nun ist es also an der Zeit, das neue (durch Rolling Stone und Kerrang als eines der heiß erwartesten Metal-Alben der letzten 12 Monate angepriesene) „A Place Where There’s No More Pain“ willkommen zu heißen, in den Player zu schieben und die Lautstärke aufzudrehen.

Das Album hat viel Power, kommt wie aus einem Guss und mit viel neu gewonnener Spielfreude und Kreativität daher. Sicherlich haben die energiegeladenen Konzerte der letzten Jahre und begeisterten Reaktionen der Fans ihren Teil dazu beigetragen.
Die Produktion ist fett und klar. Übernommen hat das Jugendfreund Matt Brown, der unter anderem auch schon bei A Pale Horse Named Death (Nebenprojekt von Sal Abruscato und Johnny Kelly (Type O Negative)) die Finger an den Reglern hatte. Darüber hinaus war er als inoffizielles fünftes Mitglied am kreativen Prozess beteiligt und unterstützte die Band, wo es nur geht. Der typische Groove ist nicht abhanden gekommen und ein paar seichte Hardcore-Backshouts wie in guten alten Zeiten gibt es auch. Auffällig ist, wie eigentlich auf jedem LOA-Album, die herausragende Gesangsleistung Minas. Jedoch in diesem Fall anders oder gar erweitert; denkt man unweigerlich über weite Strecken an einen Layne Staley (R.I.P.) von Alice In Chains, ohne aufgezwungene Vergleichsversuche. Dies steht der Band anno 2017 überaus gut und nimmt nichts von der geliebten LOA-Duftmarke. Eine unterschwellige Dunkelheit begleitet das gesamte Album und die zutiefst persönlichen Texte sind düster und zerrissen wie eh und je. Anspieltipps müssen hier nicht gegeben werden, das Album ist ein Album und so darf es auch genossen werden, in voller Länge ohne YouTube- oder Spotify-Playlisten. Und doch möchte man sich auf Songs wie „A New Low“, „A Place Where There’s No More Pain“ oder „World Gone Mad“ auf kommenden Konzerten freuen, da diese ohne Zweifel echte Livegranaten werden. Eine kleine Hommage an die befreundeten Type O Negative und den leider verstorbenen Peter Steele findet sich im Riff zu einer „Bag Of Bones“.
Nach zehn kraftvollen und wahrlich durchrauschenden Songs, ist es vielleicht der dazu im Kontrast liegende ruhige Abschluss ‚Little Spots Of You‘, der eine ganz andere Härte und Durchschlagskraft bereithält. In der Ruhe liegt die Kraft, und manchmal auch erdrückende Schwere. So schön und klein, dass es weh tut.

LIFE OF AGONY liefern nach 12 Jahren (Album-)Sendepause eine wirklich gelungene Platte ab, die nichts einbüßt, keine Hänger hat und äußerst druckvoll aus den Boxen wummst. Wer nach 24 Jahren ein zweites „River Runs Red“ erwartet, dem ist nicht zu helfen und der hat etwas in seiner eigenen Entwicklung verpasst. Hier wird nicht versucht an etwas anzuknöpfen oder nachzuahmen. So klingt Material, welches mit Spaß an der Freud’ geschrieben und aufgenommen wurde. Ein musikalischer und düsterer Befreiungsschlag.

Text: P. Lugosi

Im Rahmen dieser CD-Review haben wir ein Interview mit Bassist Alan Robert von LIFE OF AGONY geführt.

P. Lugosi / 21.04.2017

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