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HomeReviewLowbau – Urban Voodoo

Lowbau – Urban Voodoo

Lowbau - Urban Voodoo

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 24. Dezember 2016

Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 00:39:04

Line-Up:

Wolfgang Ebner: Guitars, Vocals
DeGuyten: Vocals
Ivo: Drums
Frank: Guitars
Rol : Bass

Tracklist:

1. Boogie
2. My Guitar
3. Pretend
4. Lion
5. World
6. Zombie
7. Mother Sun

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„Abwechslung pur“

Im Osten Österreichs sind LOWBAU so etwas wie eine Marke, auch auf Grund ihrer mannigfaltigen Einflüsse hin: Blues, Stoner Rock wie -Metal, natürlich heftige Southern-Einflüsse, aber auch den Sludge Metal hat das Quintett, welches sich an Anlehnung an die rund 22m² großen Donau-Auen nördlich bzw. östlich von Wiens benannt hat, tief in ihren Genen drinnen. Dass eine derartige Stilvielfalt manchmal überfordern kann ist nicht von der Hand zu weisen, bei LOWBAU braucht man sich hingegen in diese Richtung keinerlei Gedanken machen.

Schon der „Boogie“ titulierte Opener offeriert eine ungezwungene Lässigkeit, die sich wie ein roter Faden durch die knappen 40 Minuten zieht. Die dreckige, abwechslungsreiche, immer mit neuen, unbekannten Nuancen auffahrende Stimme von DeGuyten mus hier besonders herausgehoben werden. Was der Kerl da aus seinen Stimmbändern herausvibrieren lässt, ist bei Zeiten nicht von dieser Welt und selbst der Good-Ol‘-Whiskey kann hier nicht zur Verantwortung gezogen werden. Spätestens als im zweiten Track „My Guitar“ die Mundharmonika die Dominanz übernahm, schmolz auch der Rezensent dahin und erlag dem unwiderstehlichen Charme, den LOWBAU schon auf ihrem Debüt-Album „A Darker Shade of Blues“ (2013) versprüht haben. Sei es jetzt das schnelle, hyper-eingängige „Pretend“, das relaxt, mit Lagerfeuer-Romantik beginnende, sich in späterer Folge zu einem veritablen Stoner-Rocker entwickelnde „Lion“, das heftige, deutlich nach Sludge miefende „World“ oder die beiden Langtracks „Zombie“ bzw. das abschließende „Mother Sun“, hier sitzt nahezu alles und LOWBAU untermauern mit ihrem zweiten Full-Length die These, dass diese Truppe unberechenbar, faszinierend und ohne Frage fesselnd ist.

Schubladen, Kategorisierungen etc., all das ist für LOWBAU ohnehin tabu, die Wiener sind einfach nur lässig, haben diese immens wichtige „Ich Scheiß Mir Nix“-Attitüde im Schritt und mit „Urban Voodoo“ wohl das mit Abstand abwechslungsreichste Album, welches mir seit langer, langer Zeit zu Ohren gekommen ist, veröffentlicht. Expect The Unexpected!

Reinhold Reither / 14.02.2017

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