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HomeReviewMouga – The God And Devil’s Schnapps

Mouga – The God And Devil’s Schnapps

Mouga - The God And Devil's Schnapps

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 30. April 2010

Label: Mystic Production

Spielzeit: 00:35:48

Line-Up:

Konyu – Vocals, Guitars
Dywan – Bass
Stepol – Drums
Bazant – Guitars

Tracklist:

01. Placebo Silence
02. Spider.Clock.Motel
03. Don’t Look Down
04. Who Killed The Phoenix?
05. I Can Hold
06. Mescaline
07. Veins
08. Ten Miles Away
09. Animal
10. Schackles & Feathers

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„Leckerbissen trotz kruder Mixtur“

Allmählich wird es unheimlich, was das polnische Label Mystic Production laufend an interessanten, aber hierzulande bislang völlig unbekannten Combos aus dem Hut zaubert. MOUGA ist der Name der nächsten Truppe, die mit ihrem Debüt „The God And Devil’s Schnapps“ [ein heißer Anwärter auf den Albumtitel des Jahres] antritt, um den guten Ruf ihrer musizierenden Landsmänner weiter zu verfestigen.

Interessanterweise eifern sie dabei aber nicht den Rock- und Metalgrößen Polens wie VADER, BEHEMOTH oder RIVERSIDE nach, vielmehr setzen sie auf ihre ganz eigene total krude Mixtur verschiedener Stile: Emocore der Marke MY CHEMICAL ROMANCE wird mit Alternative- und Nu Metal-Elementen à la P.O.D. gekreuzt und über all dem thront die Stimme von Sänger Konyu, der sich anhört wie Cedric Bixler-Zavalas [THE MARS VOLTA] kleiner Bruder. In etwas mehr als einer halben Stunde hauen MOUGA einem die zehn Songs ihres – bereits Ende vergangenen Jahres in ihrer polnischen Heimat veröffentlichten – Debüts um die Ohren und haben damit trotzdem eigentlich alles gesagt. Der total aufgeregte und somit irreführend betitelte Opener „Placebo Silence“ zählt dabei ebenso zu den Höhepunkten, wie auch das – nicht nur aufgrund der bereits erwähnten stimmlichen Parallelen – an THE MARS VOLTA gemahnende „Don’t Look Down“. Dazu gibt es mit dem radiotauglichen [!!!] „I Can Hold“, zu der die Band auch ein Video abgedreht hat, eine für den Rest des Albums zwar untypische, aber nichtsdestotrotz einfach sagenhafte Nummer, die in einer gerechteren Musikwelt ein Hit werden müsste. Mit dem energischen „Animal“ begeben sich MOUGA dann noch ein weiteres mal in unmittelbare Nachbarschaft zu THE MARS VOLTA, verpassen dem Song aber noch ein paar Nu Metal-mäßige „Dicke-Hose-Gitarren“, was grandios funktioniert.

„The God And Devil’s Schnapps“ ist alles andere als leichte Kost, aufgrund seiner nicht allzu langen Gesamtlaufzeit dennoch kein unverdaubarer Brocken. Speziell aufgrund der markanten Stimme des Sängers, aber auch wegen des „Alles geht“-Stils, der Elemente aus Emocore, Alternative, Nu Metal und Progressive verquickt, kann man sich MOUGA wohl am besten im Spannungsfeld von THE MARS VOLTA, COHEED AND CAMBRIA, MY CHEMICAL ROMANCE und P.O.D. Vorstellen. Wirklich spannend und äußerst hörenswert.

Timo Beisel / 23.04.2010

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