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HomeReviewMunicipal Waste – Slime And Punishment
Das Artwork von Slime And Punishment

Municipal Waste – Slime And Punishment

Das Artwork von Slime And Punishment

Wertung:
5.5/7

Info:
VÖ: 23. Juni 2017
Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 00:28:45

Line-Up:
Tony Foresta – Vocals
Ryan Waste – Guitar
Nick Poulos – Guitar
Land Phil – Bass
Dave Witte – Drums

Tracklist:
Breathe Grease
Enjoy The Night
Dingy Situations
Shrednecks
Poison the Preacher
Bourbon Discipline
Parole Violators
Slime And Punishment
Amateur Sketch
Excessive Celebration
Low Tolerance
Under The Waste Command
Death Proof
Think Fast

Amazon

Die Crossover-Truppe MUNICIPAL WASTE gehört nicht umsonst zu den angesehensten Vertretern ihrer Sparte, haben die Burschen aus Richmond, Virginia doch genau die richtige Mischung gefunden, um Fans aus den unterschiedlichsten Lagern anzusprechen: Rotzig genug für die Punker, nonkonformistisch genug für Hardcore und technisch genug für die Thrasher. Fünf Jahre nach „The Fatal Feast“ bringen die Herren mit „Slime And Punishment“ ihr sechstes Album und ihre zweite Veröffentlichung beim Edel-Label Nuclear Blast auf den Markt.

 

„Die unerträgliche Leichtigkeit des Schleims“

 

Auch nach fünfjähriger Abwesenheit wissen die Mannen noch, wie’s geht und so klingt „Slime And Punishment“ ab dem ersten Ton von „Breathe Grease“ unverkennbar nach MUNICIPAL WASTE. Die Jungs peitschen ihre Hörer dabei in knappen 29 Minuten durch stolze 14 Songs, wobei etliche nicht einmal die Zwei-Minuten-Marke überschreiten. Wie schon auf vorangegangenen MUNICIPAL WASTE-Alben ist es auch auf „Slime And Punishment“ wieder beeindruckend, dass es der Band gelingt, selbst in den kürzesten Songs ein hohes Maß an Abwechslung unterzubringen – selbst das nicht einmal eine Minute dauernde „Enjoy The Night“ bietet mehrere Parts und fühlt sich wie ein vollständiger Song an. Natürlich haben MUNICIPAL WASTE ihren Sound – und auch ihr Songwriting-Rezept – schon vor langer Zeit gefunden und so funktionieren die meisten Nummern auf „Slime And Punishment“ nach dem gleichen Schema: Bei voll durchgetretenem Gaspedal geben sich Hochgeschwindigkeits-Thrash und infektiöse Groove-Parts die Klinke in die Hand und in seltenen Fällen gibt es auch noch ein nicht minder rasantes Solo dazu – auch mit der Verpflichtung eines zweiten Gitarristen hat sich also nichts daran geändert, dass bei MUNICIPAL WASTE vornehmlich das Riff regiert. In ausgedehnteren Nummern wie „Poison The Preacher“, „Bourbon Disciplin“, dem Titeltrack oder „Death Proof“ können sich die Mannen dann noch den Luxus eines Intros oder dergleichen erlauben und im Vergleich zu den ganz kurzen Brechern auf „Slime And Punishment“ machen diese Songs etwas mehr Spaß. Was man der Truppe allerdings zugestehen muss, ist, dass sie auch auf ihrem neuesten Album wieder allerhand cleveres Riffing auffährt, vor allem in Songs wie „Parole Violators“ oder „Excessive Celebration“ oder dem stellenweise an alte METALLICA oder MEGADETH erinnernden Rausschmeißer „Think Fast“. Mag also sein, dass die Müllmänner ihre Songs oft nach dem gleichen Muster aufbauen, an guten Ideen mangelt es ihnen deshalb noch lange nicht. Dass die Band inzwischen zwei Axtmänner beschäftigt, fällt wie erwähnt nur gering ins Gewicht, allerdings blitzen in Nummern wie „Breathe Greathe“ oder „Low Tolerance“ mitunter zweistimmige Gitarren auf und im Instrumentalstück „Under The Waste Command“ zeigen die beiden Saitenhexer dann anhand von überaus eingängigen Melodiebögen und ausnahmsweise mal etwas großzügigeren Soli, was sie können und das ist äußerst hörenswert.

 

Fünf Jahre nach ihrer letzten Platte sind MUNICIPAL WASTE endlich wieder da und ihre Fans bekommen mit „Slime And Punishment“ alles, was sie von den Jungs aus Richmond erwarten. Die städtische Müllabfuhr fährt hier tonnenweise ultra-präzise Highspeed-Riffs mit maximaler Party-Attitüde auf und zeigt auch auf ihrem sechsten Album keinerlei Ermüdungserscheinungen. Das klingt natürlich nicht viel anders als die vorangegangenen Platten der Crossover-Truppe, aber wer nach dem dritten Song noch nüchtern ist und jeden Ton analysiert, sollte sowieso lieber DREAM THEATER hören.

Thomas Meyns / 15.07.2017

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