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HomeReviewNeaera – The Rising Tide Of Oblivion

Neaera – The Rising Tide Of Oblivion

Neaera - The Rising Tide Of Oblivion

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 21. März 2005

Label: 

Spielzeit: 00:00:00

Line-Up:

Tracklist:

01. The World Devourers
02. Broken Spine
03. Anthem Of Despair
04. Walls Instead Of Bridges
05. Where Submission Reigns
06. From Grief…
07. …To Oblivion
08. Hibernating Reason
09. Definition Of Love
10. Save The Drowning Child
11. Beyond The Gates
12. No Coming Home
13. The Last Silence

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„“

Bei NEAERA handelt es sich um die neue deutsche Hoffnung in Sachen Metalcore. Die junge Band, die vor nicht mal 2 Jahren in Münster gegründet wurde, veröffentlichte unter dem Namen THE NINTH GATE ein einziges Demo, das wohl so überzeugend war, dass sich Metal Blade sofort dazu entschlossen, die Münsteraner zu signen: Das erste Ergebnis dieser Kolloberation liegt jetzt vor mir und der erste Longplayer nennt sich „The Rising Tide Of Oblivion“.

Sicher erfinden die fünf Jungspunde – der älteste ist 25, der jüngste gerade mal 21 – das Rad bzw. den Metalcore nicht neu, aber sie bleiben auch nicht auf Schemata F hängen wie viele andere Metalcorebands im Moment: Die Songs lassen natürlich erahnen, dass viel HEAVEN SHALL BURN, CALIBAN oder auch KILLSWITCH ENGAGE gehört wurde – gerade beim Opener „The World Devourers“ klingt eine gute Kante HSB heraus – aber trotzdem schaffen es NEAERA größtenteils, sehr eigenständig zu klingen [sofern dies im Metalcore überhaupt noch möglich ist]. Die Songs leben von ihrem sehr abwechslungsreichen Songwriting, moshige Passagen und langsame Beatdown Mosh Parts wechseln sich mit schnellen Blasts ab und auch die melodischen Gitarrenleads von den Herren Buck und Keller sind durchaus gelungen. Allgemein muss man der gesamten Band ein ziemlich großes musikalisches Können attestieren – vielleicht mit ein Grund, warum sie aus der aktuellen Flut an Metalcore Veröffentlichungen ziemlich herausstechen. Die musikalische Einordnung fällt nicht sonderlich leicht, aber eine große Prise AMON AMARTH kann man bei den hymnischen Parts feststellen, HSB und KSE bei den moshigen und melodiöseren Parts und ab und an wird auch die Metzelkelle nach guter Floridatradition herausgeholt. Sänger Benjamin Hilleke deckt mit seinem kräftigen Organ auch sämtliche Facetten ab – sei es Grunzen, Kreischen oder cleaner Gesang, der junge Mann hat nirgends Probleme, sondern kann auf jedem Gebiet überzeugen.

Produktion und Artwork können auch überzeugen, das Booklet ist ansprechend gestaltet, etwas düster gehalten, was durchaus gut zur Musik passt. Die Produktion ist typischer Metalcore Standard: druckvoll, klar und differenziert.

Anspieltips des Albums sind definitiv der Opener „The World Devourers“, „Broken Spine“, das treibende „Walls Instead Of Bridges“, das schnelle „…To Oblivion“, das im Mittelteil mit Akustikteil und getragenen Gitarren überrascht, und das abschließende Akustikstück „The Last Silence“, das durch eine Geige unterstützt wird.

NEAERA sind die perfekte Gelegenheit, mal nicht gehypte – wenn auch geniale – US-Bands noch weiter abzufeiern, sondern eine junge, hoffnungsvolle und wirklich sehr gute Band aus der heimischen Szene zu unterstützen.

Thomas Gschwendner / 15.03.2005

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