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HomeReviewParasite Inc. – Dead And Alive
Dead And Alive

Parasite Inc. – Dead And Alive

Dead And Alive

Wertung
5.0/7 Punkten


Info
VÖ: 17.08.2018
Label: Reaper Entertainment Europe
Spielzeit: 00:44:36


Line-Up

Kai Bigler – Gesang, Gitarre
Dominik Sorg – Gitarre
Benjamin Stelzer – Schlagzeug
Stefan Krämer – Bass


Tracklist

Countershock
Once And For All
This World
Fall Of The Idealist
Headfuck Rollercoaster
Flesh Decadence
Red Wine Collider
Sunset Overdrive
Cold Silent Hell
Dead And Alive
Empty Streets [SCANDROID-Cover]

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Was gibt es Schöneres als den guten alten Melodic Death Metal? Vielleicht Melodic Death mit 80er-Jahre-Synthies? Und möglicherweise ein paar Stimmenverzerrungen? Und flehende Leadgitarren? Und das Ganze dann im finnischen Klanggewand? Wenn man jetzt mindestens einmal „Ja!“ gerufen hat, sollte man „Dead And Alive“ von PARASITE INC. eine Chance geben, denn hier gibt es die Rundumbehandlung.

 

 

„Melodic Death mit 80er-Synthies – ja, das geht“

 

Einfach nur den großen Brüdern von WINTERSUN & Co. nachzueifern war der Aalener Band schon auf Ihrem Erstling „Time Tears Down“ zu langweilig. Ihr zweites Album klingt stilistisch trotz Besetzungswechsel wie eine direkte Fortsetzung: Markenzeichen des Melodic Death Metals werden hier auf eine ganz eigene Weise abgeschmeckt. Auffällig ist zum Beispiel der charakteristische Synthieklang, der immer wieder in den Liedern auftaucht – mal im Vordergrund, mal unscheinbarer. Besonders stark ist die Band, wenn sie geradlinig und flott spielt: „Once And For All“ und „Red Wine Collider“ schrammeln melodisch vor sich hin, erinnern sehr an CHILDREN OF BODOM und sorgen mit ihrem Wechsel aus Tempo, präsenten Keyboard- und Gitarrenleads und grimmigem Kai Bigler für Kopfwackeln. In „This World“ riffen die Herren an den Saiten angenehm grantig, während Elektrosound und Leads die nötige Abwechslung bringen. Auch das Titelstück weiß zu überzeugen [zwischenzeitlich überschlagen sich die Leadgitarren fast], auch weil hier die finnische Note deutlich hervortritt – nur für einen Hit fehlt das zwingende Etwas. Insgesamt ist eine der Hauptschwächen des Albums der Mangel an Höhepunkten, die wirklich hängenbleiben. „Fall Of The Idealist“ und „Headfuck Rollercoaster“ beispielsweise dienen als Abrissbirnen für zwischendurch, die zwar ordentlich loslegen und die Bass Drum flattern lassen, sich gegen Ende aber leider etwas ziehen. „Flesh Decadence“ und „Sunset Overdrive“ sind schnörkellos, fast poppig, und bleiben trotz ihrer Qualität nicht im Ohr.

 

Das alles soll das Album nicht schlechter hinstellen, als es ist: PARASITE INC. drehen den klassischen Melodic Death Metal mit vielen Soundideen gekonnt durch den Wolf. „Dead And Alive“ hat nominell fast alle Zutaten, um ein großes Melodic-Album zu sein: Grimmiges Riffing? Abwechslung? Melodie? Alles im Überfluss vorhanden. Was fehlt, sind die echten Knaller und ein paar Kanten an den richtigen Stellen mehr. Das Potenzial ist da.

Felix Peretzke / 17.08.2018

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