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HomeReviewPowerwolf – The Sacrament Of Sin
Neues Powerwolf Album

Powerwolf – The Sacrament Of Sin

Neues Powerwolf Album

Wertung
6.5/7 Punkten


Info
VÖ: 20.07.2018
Label: Napalm Records
Spielzeit: 00:42:42


Line-Up

Attila Dorn – Vocals
Matthew Greywolf – Guitar
Charles Greywolf – Guitar
Falk Maria Schlegel – Organ
Roel van Helden – Drums


Tracklist
Fire & Forgive
Demons Are A Girl‘s Best Friend
Killers With The Cross
Incense And Iron
Where The Wild Wolves Have Gone
Stossgebet
Nightside Of Siberia
The Sacrament Of Sin
Venom Of Venus
Nighttime Rebel
Fist By Fist [Sacralize Or Strike]

 

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POWERWOLF sind längst Kult. Man mag sie oder eben nicht, Polarisierung gehört zum Gesamtkonzept dieser Band. Nun ist es wieder soweit, drei Jahre nach dem letzten [guten, aber nicht sehr guten] „Blessed & Possessed“ starten die Saarländer erneut durch und schieben „The Sacrament Of Sin“ in die Läden.

 

„POWERWOLF können tatsächlich noch einen drauf setzen“

 

Was soll da schon passieren? Das fragt sich jeder Freund zeitgenössischer Heavy Metal Klänge. POWERWOLF ziehen ihr Ding eben weiterhin und damit basta, so vermutlich die Meinung derer, die bislang mit der Musik dieser Band wenig anfangen konnten oder wollten. Aber genau so einfach machen sie es uns dieses Mal nicht, die Herren. Da wäre zunächst die Neuwahl des Studios. Jens Bogren [AMON AMARTH, KREATOR, DIMMU BORGIR] ist nun mal Meister seines Faches. Und so kommt es, dass auch „The Sacrament Of Sin“ noch mehr nach POWERWOLF klingt als sie es selbst bis dato vielleicht für möglich gehalten haben. Dazu kommen noch neun Songs, die eigentlich alle unter die Rubrik Evergreen abgeheftet werden können, ohne Wenn und Aber. Zum Ende hin geht dann mit den zwei eher dem bandinternen Standards „Nighttime Rebel“ und „Fist By Fist“ ein klein wenig die Puste aus. Aber das Pferd wird ja nun mal von vorn aufgezäumt. Der Opener „Fire & Forgive“ macht natürlich unmissverständlich klar, mit wem wir es hier zu tun haben. Nach melodramatischem Einstieg, der einen in düstere „Game Of Thrones“-Stimmung versetzen mag, legt der gewohnt chorlastige Gesang die Basis für eine schmissige Uptempo-Nummer vom Typ „Sanctified With Dynamite“. Dennoch kitzeln POWERWOLF aus ihrem Songwriting noch ein wenig mehr heraus, Keyboards werden im Mittelteil mal eben auf Kosten eines kernigen Riff geopfert. Mit „Where The Wolves Have Gone“ traut man sich an die erste Ballade der Bandgeschichte heran und „Stossgebet“ kann dezente NDH-Anteile offenbaren. Das folgende „Nightside In Siberia“ nimmt so richtig Fahrt auf. Mit AMON AMARTH-Einflüssen gespickt schallt uns der wohl bislang härteste POWERWOLF-Track entgegen.

 

Was also soll schon passieren? Die Antwort darauf lautet schlicht: POWERWOLF können tatsächlich noch einen drauf setzen. Sie liefern ein durchweg geiles Album ab, dass viele Kritiker [mich eingeschlossen] vermutlich ordentlich überrascht. Natürlich ist die Platte gesegnet mit dem für die Band üblichen Pathos, wie man anhand des Titeltracks oder an „Demons Are A Girl‘s Best Friend“ ohne Probleme nachvollziehen kann. Dennoch kann von weisgesagten Abnutzungserscheinungen definitiv keine Rede sein. Im Gegenteil, die Pause hat extrem gut getan, ebenfalls was die Risikofreude in Sachen Produktion und Songwriting angeht. Wer auf POWERWOLF steht, wird für die drei Jahre Wartezeit definitiv belohnt und auch wem die Band bislang nicht wirklich geheuer schien, darf sich hier und jetzt eines Besseren belehren lassen oder in der Hölle schmoren, halleluja.

Frank Wilkens / 12.07.2018

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