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HomeReviewRob Zombie – Mondo Sex Head [Remix]

Rob Zombie – Mondo Sex Head [Remix]

Rob Zombie - Mondo Sex Head [Remix]

 

 

 

 

 

Wertung:

0/7

Info:

VÖ: 03. August 2012

Label: Geffen Records

Spielzeit: 00:56:54

Line-Up:

Rob Zombie – vocals
John 5 – guitars
Piggy D. – bass
Ginger Fish – drums

Tracklist:

01. Thunder Kiss ’65 [JDevil Number Of The Beast Remix]
02. Living Dead Girl [Photek Remix]

03. Let It All Bleed Out [Document One Remix]

04. Foxy, Foxy [Ki: Theory Remix]

05. More Human Than Human [Big Black Delta Remix]

06. Dragula [+++ Remix]

07. Pussy Liquor [Ki: Theory Remix]

08. Lords Of Salem [Das Kapital Remix]

09. Never Gonna Stop [Drumcorps Acid Remix]

10. Superbeast [Kraddy Remix]

11. Devil‘s Hole Girls [Tobias Enhus Remix]

12. Burn [The Blood Beetroots Motherfucker Remix]

13. Mars Needs Women [Griffin Boice Remix]

Amazon

„Unbeschreiblich!“

Gut, ich versuch es trotzdem. Dass der Meister der modernen Horror-Ästhetik dazu neigt, seine eigene Musik durch den elektronischen Wolf zu drehen bzw. drehen zu lassen, dürfte durch Belege wie „Super Sexy Swinging Sounds“ [WHITE ZOMBIE] sowie „America Made Music To Strip By“ hinlänglich bekannt sein. Dass das Ganze dann aber auch nur bedingt der Bringer ist, auch.

Ähnlich verhält es sich nun auch bei „Mondo Sex Head“. Dank Maskottchen-Nixe und Zombie-Frau Sheri Moon ist schon mal wieder für ein außerordentlich ansprechendes Artwork gesorgt, das so nur aus der Hand des Meisters selbst kommen kann. Danke dafür, will ich als Poster! Wenn dann aber KORN-Frontmann Jonathan Davis aka JDevil „Thunder Kiss ’65“ verunstaltet, hört die Trash-Erotik ganz schnell auf. Derart nervig werden die kultigen Riffs mit wummernden Beats und Elektro-Geschrammel unterlegt, dass man geneigt ist, den Stopp-Knopf aufs Heftigste einzudrücken. Zum Glück wird‘s im Verlauf der knappen Stunde auch wieder anhörbarer. Obwohl bei den meisten Stücken kaum noch etwas vom Original übriggeblieben ist, haben sich manche der Interpreten recht interessante Umsetzungen und Stimmungen für bekannte ZOMBIE-Klassiker wie „Living Dead Girl“, „Foxy, Foxy“ oder „More Human Than Human“ einfallen lassen. Mit „Let It All Bleed Out“ kommt gar der derzeit so angesagt Dubstep in relativ krasser Gangart zum Zug. So pendelt man zwischen Industrial, Electro, eben Dubstep, Trance-Einschlägen und jeglichen anderen maschinellen Sounds und lässt den Zuhörer immer wieder in Richtung Refrain fiebern, der wenigstens zumeist nicht komplett umgekrempelt wurde.

Wenn man ein wenig Geduld und Nerven mitbringt, kristallisieren sich auf „Mondo Sex Head“ definitiv ein paar Nummern heraus, die man so stehen lassen kann. Die Frage ist nur, warum sowas vom Meister selbst veröffentlicht wird. Vermutlich da das bei ihm einfach dazu gehört. Eigentlich, und damit meine sämtliche Remix-Geschichten, die bislang unter dem ZOMBIE-Banner erschienen sind, müsste sowas rigoros als Tribute-Album im Regal stehen. Ob Robert und seine Kompagnons hiermit innerhalb der eigenen Fanschicht als auch außerhalb dieser Erfolge feiern dürfen, darf zumindest stark bezweifelt werden. Nur Original ist legal.
Markus Jakob

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Mit dem Remixen ist das ja immer so eine Sache. Generell vertrete ich da die Ansicht, dass sich die Künstler und Produzenten beim ursprünglichen Mix schon so ihre Gedanken gemacht haben und es meist keinen vernünftigen Grund gibt da nachher nochmal daran rumzupfuschen. So geschehen auf „Mondo Sex Head“. Was von der Trackliste her ein respektables Best-Of Werk mit essentiellenKlassikern der WHITE ZOMBIE Ära [„More Human Than Human“], Filmsoundtrack [„Pussy Liquor“] und neueren Stücken [„Mars Needs Women“] hätte sein können wurde einer hungrigen Meute von Produzenten überlassen die sich überwiegend im Bereich elektronischer Musik einen Namen gemacht haben [KI:THEORY, BLOODY BEETROOTS, u.A.]. Von den Charakteristika, die die Originale ursprünglich ausgemacht haben bleibt dabei meist wenig bestehen.
Davon abgesehen, dass ich mit solcher Musik persönlich nicht viel anzufangen vermag glaube ich auch, dass die Schnittmenge der Leute die sowohl auf ZOMBIE als auch auf tanzbare Elektromucke stehen vermutlich eher gering ist. Wenn man so etwas als Künstler oder Plattenfirma unbedingt haben möchte kann man eine handvoll Remixe auf die Bonus-CD eines echten Albums kloppen, die sich sowieso niemals ein Mensch mehr als einmal anhört. Aber eine eigenständige Veröffentlichung in voller Länge hat dieses Gummigedudel jedenfallsnicht verdient.
Michael Klimczak

Markus Jakob / 06.08.2012

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