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[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41144" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 6,5/7 Punkten Info VÖ: 10.M04.2020 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 01:13:48 Line-Up Tuomas Holopainen - Keyboards Marco Hietala – Bass Emppu Vuorinen – Guitar Kai Haito -Drums Floor Jansen - Vocals Troy Donockley - Uilleann pipes, low whistles, vocals Tracklist Disc 1: 01. Music 02. Noise 03. Shoemaker 04. Harvest 05. Pan 06. How's The Heart? 07. Procession 08. Tribal 09. Endlessness Disc 2: 01. All The

[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 27.03.2020   Die neu formierte Formation SUNCZAR veröffentlicht heute, am 27.03.2020 ihre neue EP. Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde "The Unveiling" im Konoba Studio Frankfurt. Erst kürzlich wurde das Video zur Hymne "Back To Shadows" präsentiert, heute nun ist die komplette EP sowohl digital als auch

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HomeReviewRome – A Passage To Rhodesia

Rome – A Passage To Rhodesia

Rome - A Passage To Rhodesia

 

 

 

 

 

Wertung:

6.5/7

Info:

VÖ: 27. Februar 2015

Label: Trisol Music Group GmbH

Spielzeit: 00:52:16

Line-Up:

Jerome Reuter – Alles

Tracklist:

01. Electrocuting An Elephant
02. The Ballad Of The Red Flame Lily
03. One Fire
04. A Farewell To Europe
05. The Fever Tree
06. Hate Us And See If We Mind
07. The River Eternal
08. A Country Denied
09. Lullaby For Georgie
10. In A Wilderness Of Spite
11. Bread And Wine
12. The Past Is Another Country

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„Umbruch, Veränderung, Transition“

Rhodesien, ein kurzlebiges und nur wenig anerkanntes Land; Rhodesien, ein Land, dessen Wahlspruch „Sit Nomine Digna“ [„Möge es sich seines Namens als würdig erweisen“] Hoffnung und Aufbruch signalisierte; Rhodesien, ein Land, das heute de facto Simbabwe heißt und seit Anbeginn aller Zeit [also seit 1980] von Robert Mugabe geführt wird. Afrika ist nach wie vor ein Kontinent, der in der europäischen Gesellschaft nur als Tourismusort und im Diskurs der Entwicklungshilfe existiert. Dabei ist das riesige Gebiet reich an Philosophie, Mythen, Lebensformen und abenteuerlich-tragischen Geschichten. Einer solchen – nämlich Geburt und Untergang des Landes Rhodesien – hat sich der Neofolk-Künstler Jerome Reuter mit seinem Projekt ROME angenommen.

„A Passage To Rhodesia“ nennt sich das gute Stück, auf welchem Herr Reuter wieder einmal sein ganzes handwerkliches und künstlerisches Können zeigt. In der Gothic/Neofolk-Szene sind ROME schon länger bekannt, veröffentlichen sie doch seit gut zehn Jahre starke Alben und landeten mit „Masse Mensch Material“ im Jahre 2011 so etwas wie einen Durchbruch. Wenig verwunderlich, ist die Kombination aus melodischen Gitarren, eingängigen Rhythmen, sparsamen aber gelungenen „Industrial“-Experimenten und dem etwas rauen, aber stets herzzerreißenden Gesang von Mastermind Jerome Reuter doch sehr wirkungsvoll. Auch auf „A Passage To Rhodesia“ kommen diese Charakteristika zum Einsatz, und ROME konzentrieren sich sowohl musikalisch als auch lyrisch auf jene Themen, die ihnen liegen: Transition beziehungsweise tragische Veränderung. Die kurze Geschichte Rhodesiens ist die perfekte Vorlage für Herrn Reuter, jenem Gefühl Ausdruck zu verleihen, das man verspürt, wenn man mit einer instabil gewordenen Welt konfrontiert ist. Schon auf „Flowers From Exile“ vertonten ROME die Gefühlslagen von Flüchtlingen, und auch abgesehen von den Texten, die dies gut zum Ausdruck brachten, lag nahezu jedem Song des Musikers eine große Schwermut, ein großes Seufzen hinsichtlich der konstanten Veränderung und der Fluidität der Welt inne. Es ist deshalb verständlich, dass AGALLOCH-Gitarrist Don Anderson die Scheibe „A Passage To Rhodesia“ dafür lobt, dass sie ihn bei seinem Umzug von der Westküste der USA zur Ostküste begleitet hat. Das sind genau jene Lebensmomente, in welchen die Musik von ROME einschlägt – das Gefühl, Abschied nehmen und sich im Unbekannten etwas Neues aufbauen zu müssen. Auf „A Passage To Rhodesia“ muss man sich diesbezüglich nur einmal die drei aufeinanderfolgenden Songs „A Country Denied“, „Lullaby For Georgie“ und „In A Wilderness Of Spite“ anhören – mit welch simplen Mitteln hier eine Atmosphäre des Verlustes, des Abschieds und des Untergangs erzeugt wird, ist beeindruckend. Ebenso beeindruckend: Wie sehr es einen persönlich treffen kann, wenn Herr Reuter am Anfang von „In A Wilderness Of Spite“ die Worte „Couldn’t Bury You in Hallowed Grounds, Rhodesia …“ singt. Dabei machen ROME keinesfalls den Fehler, sich nur auf tragische, langsame und tieftraurige Balladen zu verlassen. Nein, nach dem Intro „Electrocuting An Elephant“ [was für ein Songtitel] geht es mit „The Ballad Of The Red Flame Lily“ schon fast kämpferisch und voranpreschend los; der Song hätte auch auf das Album „Nos Chants Perdus“ gepasst, nicht zuletzt aufgrund des starken Refrains. Aber auch die Songs „One Fire“ und „Hate Us And See If We Mind“ [quasi die erste Single des Albums] gehen gut nach vorne und haben schon fast tanzbare Momente. Trotzdem: Auch hier spürt man schon den nahenden Zerfall, das tragische Momentum, das sich auf der zweite Albumhälfte vollkommen entfalten wird. Das liegt vielleicht daran, dass in Jerome Reuters Stimme so gut wie immer eine Spur von Traurigkeit haftet. Die einzelnen Songs auf „A Passage To Rhodesia“ werden außerdem durch Sprachsamples, die sich recht geschickt [wenn auch nicht immer perfekt] in die Songdynamik integrieren, abgerundet. Und ROME können noch etwas anderes – und hier existiert eine weitere Verbindung zu AGALLOCH –, sie können mit einer extrem subtilen Note einen Song enorm aufwerten. So zum Beispiel die Melodie von „Lullaby For Georgie“, die ab Minute 02:30 beginnt, oder das sehr subtil und schon fast zärtlich eingesetzte Pfeifgeräusch, das in „A Country Denied“ bei Minute 02:50 startet. Es ist faszinierend, wie man mit so kleinen und zunächst unscheinbaren Elemente eine solch große Wirkung erzielen kann. Dadurch schaffen es ROME auch, dass ihre Alben trotz scheinbar simpler Songstrukturen eine hohe Langzeitwirkung entfalten. Es gibt eben doch mehr zu hören und zu entdecken, als man im ersten Augenblick glauben mag.

„A Passage To Rhodesia“ ist die perfekte Entschuldigung dafür, sich einmal mit afrikanischer und der damit verbundenen kolonialen Geschichte auseinanderzusetzen. „A Passage To Rhodesia“ ist aber auch die perfekte Möglichkeit dafür, sich mit sich selbst und seinen eigenen Umbruchsängsten auseinanderzusetzen. Musikalisch ist es außerdem – wie so viele Alben von ROME – absolut fantastisch ausgefallen. Dass die magische Punktezahl sieben hier nicht gezückt wird, hängt nur mit Kleinigkeiten zusammen, die nicht einmal erwähnenswert sind. Also: Wer einmal wissen will, wie das Gefühl des Umbruchs, persönlich und gesellschaftlich, musikalisch nahezu perfekt umgesetzt wurde, der weiß, welches Album er oder sie jetzt zu kaufen hat!

Jonathan Jancsary / 26.04.2015

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