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HomeReviewSabaton – The Great War
Sabaton neues Album

Sabaton – The Great War

Sabaton neues Album

Wertung
5,5/7 Punkten


Info
VÖ: 19.07.2019
Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 00:38:27


Line-Up
 Joakim Broden – Vocals
Chris Rörland – Guitar
Tommy Johansson – Guitar
Par Sundström – Bass
Hannes Van Dahl – Drums


Tracklist

01. The Future Of Warfare
02. Seven Pillars Of Wisdom
03. 82nd All The Way
04. The Attack Of The Dead Men
05. Devil Dogs
06. The Red Baron
07. Great War
08. A Ghost In The Trenches
09. Fields Of Verdun
10. The End Of The War To End All Wars
11. In Flanders Fields

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SABATON, Schwedens Champions League Sieger in Sachen Heavy Metal, kehren 2019 mit einem neuen Album zurück. Wenig überraschend lautet der Titel „The Great War“. Eine Meinungsumfrage innerhalb der Fanbase bezüglich der Themenwahl ergab, dass der erste Weltkrieg, dessen Ende mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrages vor exakt 100 Jahren besiegelt wurde, ganz oben in der Gunst steht.

 

 

„Sabaton und der erste Weltkrieg“

So kommt es also, wie es kommen musste und selbiger Krieg dient überwiegend als Kulisse für das neue Album. Anhand dieser Einleitung jedoch ist schon erkennbar, dass SABATON gewohnte Pfade beschreiten und keinen Deut von ihrem bisher eingeschlagenen Weg ab rücken. Wenig überraschend dürfte ebenfalls sein, dass sich auch musikalisch [fast] alles im gewohnten Bereich abspielt. Die Frage also stellte sich mir zunächst, ob SABATON ihren Klassiker „Carolus Rex“ in Punkto Hitdichte einholen können oder ob „The Great War“ im Windschatten der doch weniger spektakulären Vorgängeralben herum dümpeln würde. Die Antwort findet sich irgendwo dazwischen. „The Future Of Warfare“ ist ein Opener, wie er sein darf. Etwas verspielter Rhythmus und mit einer Prise Dramatik, die auf das Album einstimmen soll, definitiv einer der besten SABATON-Songs. „82 And The Way“ ist aus der „Ghost Division“ Schablone gefertigt und darf auf jeder Metalparty mit Tanzanspruch aufgelegt werden. „The Red Baron“, ein Song über den deutschen Piloten Manfred von Richthofen, darf natürlich nicht fehlen. Dieser Song sticht ein wenig heraus, was vor allem an der Orgelbegleitung liegt, die sehr stark an die Spielweise von Jon Lord [DEEP PURPLE] erinnert. Ansonsten bewegt man sich auf sicherem Boden und spart dadurch mögliche Minenfelder aus. Der Titeltrack sowie „Fields Of Verdun“ sind zwar gute und zielgruppengerechte Songs, können aber im Vergleich zu oben erwähntem „Carolus Rex“ oder gar den ersten Machwerken dieser Band keine Orden abgreifen.

 

 

 

Kurze prägnante Songs mit reichlich Keyboard-Bombast, fulminante Chöre und stampfende Beats – auch 2019 gehen SABATON den Weg, den sie einst erfolgreich begannen. Die Kritiker wird es auch dieses Mal wieder in Scharen aus den Schützengräben treiben und „Ballermann-Metal“ ist vermutlich nur die bekannteste Vokabel, mit denen wohl wahrlich nicht gegeizt wird. Und ja, da mag man gewiss auch nicht komplett widersprechen wollen. Ich sehe das allerdings hier und dort auch etwas differenzierter. SABATON liefern halt nach wie vor Unterhaltungsmusik, die in diesem Falle von A-Z ordentlich zündet und bieten dabei Texte an welche sicherlich für Gesprächsstoff sorgen werden. Wenn man bedenkt, was sich außerhalb unseres friedlichen Europas in den Kriegen dieser Welt aktuell abspielt, kann ein Blick zurück auf vergangene Schandtaten der Menschheit unter Umständen ganz nützlich sein, zumal SABATON sich durchaus mit den Fakten beschäftigen und nicht mit prahlerischem Stammtischgeschrei. Wie dem auch sei, „The Great War“ ist ein gutes Album geworden, welches über die gesamte Distanz ohne Ausfälle daher kommt und damit eine Steigerung zu den letzten beiden Werken darstellt, jedoch auch dieses Mal keine absoluten All-Time-Klassiker aus dem Helm zaubert.

 

Frank Wilkens / 12.07.2019

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