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HomeInterviewsShakhtyor – Chris

Shakhtyor – Chris

Mit „Tunguska“ legt das rein instrumental agierende Hamburger Trio SHAKHTYOR ein beeindruckendes zweites Studioalbum vor, das sich irgendwo zwischen Post Metal, Post Rock, Sludge und Doom bewegt. Gitarrist Chris äußert sich im Interview zu den Hintergründen von „Tunguska“.

Hallo nach Hamburg! Wie läuft’s gerade bei Euch und mit SHAKHTYOR kurz vor der Veröffentlichung von Album Nummer zwei? Schön ist „Tunguska“ übrigens geworden!

Vielen Dank; ich bin zwar gerade nicht sicher, ob ich „schön“ als Charakterisierung erwartet hätte, aber gut, haha! Wir sind gerade ziemlich eingespannt, weil so kurz vor dem Release natürlich alles Mögliche an Promo läuft, wir ein paar Gigs anstehen haben und auch privat bzw. beruflich nicht gerade Langeweile angesagt ist. Aber wir sind ziemlich auf die Reaktionen gespannt, und die ersten Feedbacks sind vielversprechend.

Was könnt Ihr uns über die Arbeiten an der neuen Scheibe berichten? Wie verlief das Songwriting bzw. habt Ihr so eine Art „Formel“, was die Vorgehensweise anbelangt?

Anders als beim ersten Album haben wir die Mehrzahl der Songs tatsächlich komplett neu geschrieben und uns deshalb live auch ziemlich rar machen müssen. Den Studiotermin im November hatten wir Anfang des Jahres gebucht, und wir hätten es sonst neben Job und Familie nicht hinbekommen.
Wir sind eigentlich wie immer vorgegangen: rein in den Bunker, Aufnahmetaste gedrückt und los. Was dann kommt, also gucken, was brauchbar ist, und das in eine Form bringen, ist dann allerdings immer ziemlich aufwendig, und ich glaube, wir hätten gerne eine Formel. Aber andererseits wird’s dann ja wahrscheinlich auch irgendwann öde. Wir haben zumindest versucht, nicht immer demselben Schema „langsamer Aufbau – Abfall – neuer Aufbau – Höhepunkt“ zu folgen. Das finden wir zwar nach wie vor cool, und man findet das ja auch weiterhin, aber es sollte halt nicht immer so sein. Genauso haben wir uns bewusst hier und da mal vom Standard-Kopfnickergroove entfernt. Das Meiste machen wir dann wirklich gemeinsam im Bunker fertig; als der Studiotermin dann näher rückte, hab ich dann auch mal zu Hause ein bisschen weitergearbeitet, um dann bei der nächsten Probe schon ein paar Vorschläge zur Auswahl zu haben.

Wie seid Ihr auf den Titel „Tunguska“ gekommen, der augenscheinlich – wie auch Euer Bandname selbst – wieder einen Russland-Bezug hat? Was symbolisiert dieser für Euch?

Ja, es gibt wieder den Russland-Bezug, aber das war eher Zufall. Ich bin ja auch der Einzige bei uns, der diese Affinität und Sprachkenntnis hat, und die anderen beiden sind da nicht so scharf drauf. Letztendlich hatten wir diesen Song gemacht, und ich fand, dass der Titel super passt. Tunguska ist ein Ort in Sibirien, an dem es 1908 ein Ereignis gegeben hat, bei dem über 2000 km² Wald komplett verwüstet wurden, und niemand weiß bis heute genau, was passiert ist. Es kann ein Meteoriteneinschlag gewesen sein, eine unterirdische Gasexplosion, ein sogenannter Verneshot, oder – am naheliegendsten selbstverständlich – ein abgestürztes UFO. Für uns beschreibt der Titel eben genau das – totale Verwüstung, Urgewalt, aber eben auch Rätsel, Mystik, Grenzen des Verstandes.

Wie kam das sehr eindrucksvolle Artwork für „Tunguska“ zustande, und welche Vorstellungen/Ideen hattet Ihr im Vorfeld?

Ursprünglich hatten wir vor, Fotos einer Expedition zu verwenden, die den Schauplatz der Katastrophe 1921 erreicht hat. Sie zeigen noch 13 Jahre später bis zum Horizont endlose Wälder, die wie Streichhölzer umgeknickt sind. Ich habe die Fotos im Internetarchiv eines russischen Instituts für Meteoritenforschung gefunden und dann um Erlaubnis gebeten, sie zu verwenden. Leider haben sie sich nie zurückgemeldet. Wir haben dann sicherheitshalber darauf verzichtet und sie stattdessen an Alexander von Wieding geschickt, der ja schon unser erstes Album perfekt in Szene gesetzt hat. Wir haben ihm erzählt, was wir beim Betrachten der Fotos empfinden und was das Cover ausdrücken soll, und haben ihn unser Album hören lassen. Er kam sehr schnell mit ersten Skizzen, die schon sehr vielversprechend waren, und ich denke, das Motiv setzt unsere Ideen großartig um. Die weite Landschaft kurz vor dem Aufschlag und der damit verbundenen totalen Zerstörung. Die Grautöne transportieren auch die finstere Stimmung der Expeditionsfotos hervorragend; Alexander hat einfach einen Spitzenjob gemacht.

Bittet kommentiere doch mal kurz die jeweiligen Songs auf dem Album, in deren Titeln teils wieder ein deutlicher Bezug zum Bergbau durchschimmert. Vielen Dank.

– „Baryon“: Jo…, „Baryon“ ist der einzige Titel, bei dem wir uns nix gedacht haben. Wir waren auf der Suche nach etwas und Nils kam mit diesem Wort. Wir dachten dann einfach, es klingt gut und fertig. Ein bisschen wie auf dem ersten Album, wo wir einfach unsere Arbeitstitel beibehalten haben. Der Song ist im Grundansatz ein bisschen schneller und weniger Groove-orientiert als unser sonstiges Zeug, baut sich dann aber ab der Mitte bis zum Ende langsam aus einem einzigen Riff heraus bis zum Höhepunkt auf, so wie wir es eigentlich auf der ersten Scheibe schon oft gemacht haben.

– „Pechblende“/„Zerfall“: Die beiden Songs gehören zusammen und waren als „Pechblende“ schon länger Bestandteil unseres Livesets. Pechblende ist ein aufgrund seines Urangehalts sehr schweres Mineral, das in Deutschland in so friedlichen Ecken wie Thüringen oder dem Erzgebirge gefunden wird. Es wurde dort zunächst von den Nazis und später von den Sowjets gefördert, um Atomwaffen zu bauen. Bruchstücke von Pechblende können sehr hübsch aussehen, mit eingebetteten Kristallen von Uraninit, so wie „Pechblende“ und der Anfang von „Zerfall“ eher filigran und schön sind. Aber letztendlich ist es aufgrund seiner Radioaktivität ein sehr gefährlicher Stoff und Grundlage für eine der übelsten Erfindungen der Menschheit, was sich dann in der Entwicklung in „Zerfall“ widerspiegelt. Neben „Tunguska“ der schwerste Song auf dem Album.

– „Schlagwetter“: Ja, da ist der zweite Bezug zum Bergbau. Schlagwetter sind Grubengase, die zu verheerenden Explosionen führen können. Ich denke, es ist naheliegend, weshalb wir diesen Titel gewählt haben… Sicher der Song, der am meisten aus unserem bisherigen Rahmen fällt. Ich hatte irgendwann dieses Black-Metal-mäßige Anfangsriff und fand es so geil, dass ich es unbedingt machen wollte. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir das unfallfrei spielen konnten, und wir haben auch ein bisschen überlegt, ob das nicht zu weit weg von unserem Stil ist. Aber letztendlich soll SHAKHTYOR genau das können: ohne Grenzen das machen, was wir gut finden. Und die Resonanzen auf den Song, der ja bereits auf Soundcloud zu hören ist, geben uns recht.

– „Tunguska“: Zum Titel habe ich ja schon einiges gesagt; ein Song, der alles niederwalzt. Wir wollten bewusst einen simplen, brutalen Song machen, der auf die langsamen Entwicklungen verzichtet und einfach kompromisslos auf die Mütze gibt. Wie der Einschlag eines Meteoriten halt, Haudrauf und Schluss.

– „Solaris“: Hier sind wir dann über weite Strecken wieder mehr in die Post-Rock-Ecke gegangen. Der Song ist zu großen Teilen in einer Jam entstanden, im Prinzip variieren die Riffs alle um ein Hauptmotiv herum. Den Titel haben wir gewählt, weil der Hauptpart gerade im Zusammenhang mit dem Synthesizer recht spacig-schwebend ist. Wobei der Bezug weniger zu der bekannten sowjetischen Verfilmung von Tarkowski, sondern mehr zu den Beschreibungen des Planeten im Roman von Lem liegt. Der Ozean, der aus sich selbst heraus filigranste Formen und Skulpturen schafft, nur um sie und alles Fremde um ihn herum anschließend zu vernichten. Die Grenzen des menschlichen Verstandes und die Unfähigkeit des Menschen, Dinge zu akzeptieren, die ihm fremd oder nicht erklärbar sind, sind eines der wichtigsten Motive des Buches, und das manifestiert sich im Verhalten der Figuren gegenüber den Vorkommnissen auf dem von ihnen besuchten Planeten. Zu diesem Song würden wir auch gerne ein Video machen, und es gibt auch schon einige gute Ideen, aber wie so oft fehlt uns hier bislang die Zeit.

Ihr habt in der Oldenburger Tonmeisterei aufgenommen. Wie sah ein ganz normaler Aufnahmetag im Studio für Euch aus? War Euch genügend Freiraum für Experimente wichtig oder war alles im Vorfeld schon „im Kasten“, d.h. fertig ausgearbeitet?

Die Songs waren vorher schon fertig ausgearbeitet, und wir hätten es sonst auch nicht geschafft, alles aufzunehmen. Wir haben noch einige Zeit mit den Sounds experimentiert, bis wir zufrieden waren, denn wir hatten bei den ersten Aufnahmen noch vollständig anderes Equipment. Ich glaube, es wäre ganz gut gewesen, noch ein bisschen mehr Zeit für die Synthesizer zu haben, denn sie sind jetzt doch arg im Hintergrund. Aber damit sind wir auch noch ziemlich am Anfang und haben erst mit dem Album begonnen, Elektronik dazuzunehmen. Ansonsten läuft so ein Tag im Studio fast wie ein normaler Arbeitstag ab, nur dass er später beginnt, später endet und die Zeit schneller vergeht…

War eigentlich von Anfang an für Euch klar, dass die Musik von SHAKHTYOR rein instrumental sein soll? Oder gab es auch mal Überlegungen, Gesang oder Gastsänger [ähnlich wie anfangs bei LONG DISTANCE CALLING] einzubeziehen? Wie wichtig ist es Eurer Meinung nach für eine rein instrumental agierende Band, den „fehlenden“ Gesang mit spannenden Arrangements „auszugleichen“?

Ja, das war uns von Anfang an klar. Wir haben zwar diskutiert, ob wir es mit einem Sänger versuchen wollen, aber da es super Beispiele von Instrumentalbands gibt, haben wir es nie versucht und sind bis zum heutigen Tag hundertprozentig von dem Konzept überzeugt. Es gibt sogar Leute, die uns mit Entzug der Gefolgschaft drohen, sollten wir Gesang dazunehmen, haha. Sicherlich ist es eine Herausforderung, die Songs spannend zu halten, ich glaube aber eher, dass es was mit Hörgewohnheiten zu tun hat. Im Endeffekt kann man den Gesang auch einfach als zusätzliches Instrument betrachten und könnte das dann mit einem anderen Instrument „kompensieren“, wenn es denn erforderlich wäre. Man sieht gerade im Post Metal, dass es viele Größen der Szene gibt, die auf Gesang verzichten. Ich glaube eben, es ist das Arrangement, das einen guten Instrumentalsong ausmacht. Unsere Songs sind mit Sicherheit keine klassischen Rocksongs, auf denen nur der Gesang fehlt, wie es meines Erachtens häufig z.B. bei KARMA TO BURN der Fall ist. Offen gestanden bin ich aber schon manchmal ein bisschen neidisch, wenn z.B. bei unseren Kumpels von UR nach zehn Minuten purer Atmosphäre plötzlich als Sahnehäubchen noch Martin ins Mikro grölt und dem Ganzen noch einen obendrauf setzt. Man soll sicherlich niemals nie sagen, aber es steht nicht zur Debatte.

Ihr steht bei Cyclone Empire Records unter Vertrag, was mich anfangs etwas überrascht hat, da diese überwiegend Death Metal veröffentlichen. Andererseits ist deren Programm durchaus weit gefächert, z.B. mit der Doom-Band ISOLE. Wie seht Ihr das, und wie läuft die Zusammenarbeit mit Cyclone Empire bislang?

Die Zusammenarbeit ist super. Wir haben das Glück, dass sie mit Hage einen Exilanten in Hamburg haben; dadurch sind die Wege kurz. Auch wenn es manchmal nicht gerade produktiv ist, sich am Rande eines langen Konzertabends noch inhaltlich abzustimmen; da geht gelegentlich auf dem Heimweg auch noch mal die eine oder andere Info flöten… Wir sind mit unserer Mucke sicherlich ein Randthema; das ist für uns aber völlig in Ordnung. Wir hatten auch schon die Gelegenheit, auf einem Labelfestival mit BODYFARM und DECEMBER FLOWER zu spielen, und haben uns da ziemlich erfolgreich einem Publikum präsentiert, das wir sonst nie erreicht hätten. Ich hoffe mal, dass sich zukünftig noch mehr solche Möglichkeiten ergeben, denn wir haben da definitiv keine Scheuklappen – im Gegenteil, ich z.B. höre auch einiges an Death oder Black Metal. Ich bin mir natürlich nicht ganz im Klaren darüber, ob die Scheiben noch mal anders laufen würden, wenn wir bei einem Label wären, das eher im Sludge, Doom oder Post Metal verankert ist, denn man steckt ja auch als Label in seinen Zusammenhängen, hat seine Ansprechpartner, und da ist halt die Frage, inwieweit da alle so offen sind für anderes. Aber wie gesagt, wir sind top zufrieden und freuen uns sehr, dass Cyclone Empire auch unser zweites Album wieder veröffentlicht. Ich denke, die Ausgangslage ist heute eine bessere, denn unser erstes Album war ja schon einige Zeit auf dem Markt, als es wiederveröffentlicht wurde, und wir waren eigentlich nur einem eingeschworenen Zirkel bekannt. Hoffen wir, dass wir mit „Tunguska“ noch mal einen guten Schritt nach vorne machen können.

Wie sieht es mit Tour- und Konzertplänen momentan bei Euch aus? Wie viel wird zeitlich machbar sein, und mit wem würdet Ihr gerne auf Tour gehen, wenn Ihr die Wahl hättet? Oder wird es eher bei Wochenend-Shows bleiben?

Unsere Planungen sind bislang noch überschaubar, da wir jetzt erst wieder ins Booking einsteigen. Wir spielen die Droneberg/Droneburg-Festivals im April in Hamburg und Berlin, ein weiteres kleines Festival in Brandenburg eine Woche später, und im Oktober haben wir eine Minitour mit unseren Kumpels von THE MOTH und UR in Ostdeutschland. Es werden aber noch mehr Sachen dazukommen. Nächstes Jahr wollen wir es endlich mal schaffen, im Ausland zu spielen; wir haben das bislang aus verschiedenen Gründen nicht umsetzen können.
Überwiegend sind wir schon auf Wochenend-Shows beschränkt; es machen aber eigentlich alle Bands aus unserem Umfeld die Erfahrung, dass es auf dem Niveau extrem schwierig ist, ohne einen größeren Headliner Shows unter der Woche zu bekommen. Letztendlich ist das auch nachvollziehbar; wer macht schon gerne seinen Laden auf, wenn dann an einem Dienstagabend zehn Leute kommen.
Mit wem wir gerne mal auf Tour gehen würden, ist schwer zu sagen; da gibt’s ’ne ganze Menge. Ich glaube, mit CONAN kann man eine Menge Spaß haben, und NEUROSIS wären sicher spannend, und das würde uns auf jeden Fall nach vorne bringen. Ich glaube aber, das, was wir momentan machen, d.h. mit befreundeten Bands unterwegs zu sein, ist schon cool. Man kennt sich, man teilt sich die Backline und kommt insgesamt super miteinander aus. Wir hatten mal die Idee, quasi eine Tour nur mit Hamburger Bands zu machen, also mit einem Package von drei, vier Bands durch die Republik zu gondeln. OBELYSKKH haben auch mal so was in der Art gemacht, aber irgendwie ist das immer an Terminschwierigkeiten gescheitert.

Bonusfrage 1: Welche Bands hast Du in letzter Zeit für Dich entdeckt bzw. wieder entdeckt, die Du unseren Lesern unbedingt ans Herz legen möchtest? Das muss nicht unbedingt Metal sein. 🙂

Ich bin neulich über die Seite „Sleeping Shaman“ auf eine italienische Band namens HATE & MERDA gestoßen, die mich aus irgendeinem Grunde gepackt hat; ziemlich fieser Sludge/Doom. Ist aber auch seit längerer Zeit die erste Band aus dem Genre, die mich mal wieder beeindruckt. WARDRUNA finde ich erstaunlicherweise auch ganz geil; da bin ich mir aber noch nicht so sicher, wie lange das vorhält… Im Moment höre ich auch mal wieder einiges an Jazz- und Weltmusik-Crossover Sachen; EIVIND AARSETH, HADOUK TRIO, DHAFER YOUSSEF, TANGERINE DREAM ist wieder viel in der Playlist – das ist bei mir aber alles stark von meiner aktuellen Verfassung abhängig. Und ich kann allen, die auf langsame, atmosphärische Mucke stehen, nur wärmstens UR ans Herz legen; da geht einiges!

Bonusfrage 2: Wenn man die Musik von SHAKHTYOR verfilmen würde, welcher konkrete Film bzw. welches Genre müsste das wohl sein?

Na, ich glaube, Endzeit-SciFi würde es schon ganz gut treffen. Auf jeden Fall mit Weltraumgelöt, wüsten Landschaften, Hoffnungslosigkeit und Melancholie, Rost, Dreck, Schweiß, „Solaris“ meets „Dune“ meets „2001“ usw. Und Katniss Everdeen als Anführerin eines Bergarbeiter-Aufstands! Oh Gott, ja, doch, mir geht’s gut, haha…

Ein gutes Schlusswort! Vielen Dank an dieser Stelle an Dich für das Interview und alles Gute für SHAKHTYOR!

Wir haben zu danken!

Copyright Foto 2: Cecile Ash Photography; Foto 4: Motte [schlachtbank.org]

soulsatzero / 05.04.2015

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