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HomeReviewShakhtyor – Tunguska

Shakhtyor – Tunguska

Shakhtyor - Tunguska

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 24. April 2015

Label: Cyclone Empire

Spielzeit: 00:48:08

Line-Up:

Christian Herzog – Guitars, Synths
Christian Müller – Bass
Nils Langbehn – Drums

Tracklist:

01. Baryon
02. Pechblende
03. Zerfall
04. Schlagwetter
05. Tunguska
06. Solaris

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„Bleischwer und vielseitig!“

Nach ihrem ursprünglich 2012 in Eigenregie und dann 2013 von Cyclone Empire Records nochmals aufgelegten, selbst betitelten Debüt stellt das Hamburger Sludge/Doom/Post Metal-Trio SHAKHTYOR nun sein zweites Studioalbum vor: „Tunguska“.

Darauf geht die nach wie vor rein instrumental agierende Band [abgesehen von einigen Samples] vielseitiger vor als noch auf dem Debüt, hat das eigene Klangspektrum demnach hörbar erweitert und scheut sich z.B. eingangs in „Schlagwetter“ auch nicht vor eher ungewöhnlich anmutenden Black-Metal-Anflügen mit treibenden Beats. Doch keine Angst: SHAKHTYOR walzen natürlich immer noch überwiegend in schleppendem Tempo vor sich hin, so beispielsweise im exzellenten und wuchtigen Doppelpack „Pechblende“/„Zerfall“ oder auch im tonnenschweren Titelstück, während das abschließende „Solaris“ eher in sphärischen Psychedelic/Post-Rock-Gefilden angesiedelt ist. Dabei bleibt „Tunguska“ stets spannend, auch wenn nicht alle Songs von vorne bis hinten auf allerhöchstem Niveau agieren, aber das, was die Hanseaten da abliefern, hat Hand und Fuß, zeugt von der gewonnenen Erfahrung und weiß obendrein mit einem wunderschönen Artwork von Alexander von Wieding zu punkten, das den im Albumtitel aufgegriffenen Meteoriteneinschlag in Sibirien visuell aufgreift und für eine bedrohliche Grundstimmung sorgt. Doch auch die Bergbau-Affinität von SHAKHTYOR kommt durch solche Songtitel wie eben „Schlagwetter“ oder „Pechblende“ nicht zu kurz, während die Produktion aus der Oldenburger Tonmeisterei wieder einmal nichts zu wünschen übrig lässt sowie schön druckvoll und erdig daherkommt.

SHAKHTYOR lassen mit ihrem Zweitling ein sehr stimmiges und vielseitiges Stück Musik vom Stapel, das prima die Weiterentwicklung des Trios aufzeigt und mit einigen Highlights zu punkten weiß. Wenn sich auf den nächsten Alben durchgängig hochkarätiges Material befinden sollte, dann können SHAKHTYOR zweifellos noch einiges reißen, denn hier ist noch Luft nach oben. Schönes Album!

Alexander Eitner / 24.04.2015

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