[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41070" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 5,5/7 Punkten Info VÖ: 19.07.2019 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 00:38:27 Line-Up  Joakim Broden - Vocals Chris Rörland - Guitar Tommy Johansson - Guitar Par Sundström - Bass Hannes Van Dahl - Drums Tracklist 01. The Future Of Warfare 02. Seven Pillars Of Wisdom 03. 82nd All The Way 04. The Attack Of The Dead Men 05. Devil Dogs 06.

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[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41058" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 5,5 / 7 Punkten Info VÖ: 05.07.2019 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 00:53:48 Line-Up Fabio Lione - Vocals Luca Turilli - Guitars, Keyboards, Piano Dominique Leurquin - Guitars Patrice Guers - Bass Alex Holzwarth - Drums Tracklist 01. Phoenix Rising 02. D.N.A. [Demon And Angel] [feat. Elize Ryd | AMARANTHE] 03. Zero Gravity 04. Fast Radio

15 Jahre nach ihrer Live-Scheibe "From The Cradle To The Stage" kehrt die deutsche Metal-Legende RAGE zum Hannoveraner Label Steamhammer/SPV zurück.

[vc_row][vc_column width="3/4"][vc_column_text] 13.03.2019   ALMANAC Aschaffenburg, Coloss-Saal 13.03.2019 ALMANAC, die Band um den emsigen Gitarristen Victor Smolski, befindet sich auf Europatournee. Mit verändertem Line Up findet sich der Tross am 13.03.2019 im ehrwürdigen Coloss-Saal Aschaffenburg (soeben mit dem Backstage Award als bester Live-Club Deutschlands prämiert). Neben dem weißrussischem Opener NEW LEVEL

DEVILDRIVER haben angekündigt, in 2019 auf Europatournee zu gehen.

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Ein Foto der Band Slaegt

Slaegt – Zwischen Dunkelheit und Melancholie

Ein Foto der Band Slaegt

Foto: Christoph Kaltenböck/Bearded Buck Photo

 

Mit ihrem dritten Studioalbum „The Wheel“ haben sich die Dänen Slaegt endgültig in die Oberliga des extremen Underground-Metal gespielt. Anstatt weiter dem viel zitierten Pfad der großen DISSECTION zu folgen, haben sich Frontmann Oskar J. Frederiksen und seine Bandkollegen mehr auf die Kraft des britischen 80er-Heavy-Metal konzentriert. Im ausführlichen Interview erzählte uns der Frontmann noch etwas mehr über Wesen und Sein der Band.

 

Oskar, euer drittes Album „The Wheel“ ist ein weiterer Fortschritt – vor allem deshalb, weil ihr mehr denn je auf den Heavy Metal setzt und ihn stärker in den Vordergrund gerückt habt. War es dir ein besonderes Anliegen, euch in diese Richtung weiterzuentwickeln?


Natürlich. Ich wäre schnell gelangweilt, wenn ich immer dasselbe machen würde. Der Vorgänger war gut und wurde auch gut aufgenommen, also haben wir den Sound jetzt von dort aufgebaut und weitergeführt. Wir haben uns noch stärker selbst gefunden und mehr Mut gezeigt, weitere Schritte nach vorne zu unternehmen.

 

Das Handwerk auf euren Instrumenten sticht sehr gut heraus. Wie viel Zeit brauchst du, bist du mit einem Song am Ende zufrieden bist?


Das ist ganz unterschiedlich. Manche gehen wie von selbst, andere brauchen wieder Monate. Am Ende sagt dir der Song, wann er fertig ist, du merkst es einfach. Sehr wichtig ist es auch, die Egos zurückzustecken. Natürlich ist es toll, wenn man selbst tolle Ideen hat, aber am Wichtigsten ist am Ende, dass die Qualität des Songs hoch ist – unerheblich davon, von wem er geschrieben ist.

 

Du bist das letzte übriggebliebene Gründungsmitglied bei SLAEGT – ist die Zugangsweise zum Songwriting dann überhaupt eine demokratische?


Auf jeden Fall. Jeder hat die Möglichkeit, seine Ideen einzubringen, aber das heißt nicht, dass wir so eine Idee automatisch verwenden. Dieses Mal kamen die meisten Ideen von unserem Gitarristen Anders – früher kam das meiste von mir. Das ist aber total okay für mich.

 

Ist das der Grund, warum SLAEGT heute so anders klingen als auf den früheren Alben?


Möglicherweise. Doch auch wenn es seine Ideen sind, müssen wir das Ganze erst arrangieren und ich entscheide am Ende, wie die Songstrukturen aussehen und wie wir diese Ideen in eine volle Nummer gießen.

 

Sind die ewigen Vergleiche mit DISSECTION, die es vor allem durch die früheren Alben gab, mehr Fluch oder Segen für euch?


Eigentlich verärgert mich das etwas, um ehrlich zu sein. Ich weiß schon, was die Leute meinen, aber wir setzen uns nicht hin und wollen nach DISSECTION klingen. Wir hören alle dieselben Bands und wirken vielleicht nach außen optisch ähnlich, aber eigentlich haben wir sonst nicht so viel mit ihnen zu tun. Mittlerweile vergleicht man uns ohnehin stärker mit TRIBULATION, was ich zu einem gewissen Grad auch nachvollziehen kann, aber auch nicht zutrifft. Unsere Inspirationen kommen teilweise aber von ganz woanders, aber wenn die Leute das so sehen wollen, dann ist das auch okay.

 

„Wenn du etwas wirklich willst, dann musst du dafür kämpfen und darfst nicht nachlassen.“

 

Gibt es bestimmte Zutaten, die ein SLAEGT-Song unbedingt aufweisen muss?


Das ist eine gute Idee, darüber habe ich noch nie nachgedacht [lacht]. Der Song muss einfach gut sein, aber was anderes fällt mir jetzt auch nicht dazu ein. Aber es ist ein guter Punkt, um darüber nachzudenken.

 

Ihr hält die Fackel der guten, alten 80er-Heavy-Metal-Bands am Leben, vermischt dieses Feeling aber mit zeitgemäßem Sound und nordischer Kante. Wie wichtig ist es euch, die traditionellen Elemente eurer Idole in den Sound einfließen zu lassen?


So schreiben wir einfach Songs. Wie gesagt – wir sitzen nicht zusammen und denken darüber nach. Wir alle hören IRON MAIDEN, aber auch junge Bands, die jetzt gerade durchstarten. Als ich zum Gitarrespielen begann, lernte ich einen bestimmten Stil und darauf basieren die Songs, die wir heute schreiben. Es entsteht jedenfalls nichts aus Kalkül und wir wollen den Ahnen des Heavy Metal auch nicht bewusst huldigen. Wir spielen, haben eine gute Zeit und wollen gute Songs schreiben.

 

Was kickt dich als Fan und Hörer? Was muss ein Song oder eine Band dafür aufweisen?


Ich brauche immer Melodien in einem Song. Wenn es nur Krach ist, dann ist es einfach nichts für mich. Es macht viel Spaß selbst so etwas zu spielen, aber ganz ohne Melodie kann ich mir nichts anhören. Eine gewisse Dunkelheit und Melancholie sind auch wichtig, dann spricht mich ein Song ein.

 

Wie wichtig ist die Umgebung für dein Songwriting? Wo du lebst, woher du kommst, wie du aufgewachsen bist.


Ich kann dir nicht sagen warum und wie genau, aber all das spielt ganz sicher in die Songs ein. All die Eindrücke, die du so erlebst, musst du irgendwann einmal rauslassen. Es tut mir leid das zu sagen, aber die dänische Metalgeschichte ist keine, auf die man stolz sein muss. Vielleicht ist es uns deshalb auch ein Anliegen zu zeigen, dass auch von dort guter Metal kommen und erfolgreich sein kann. Seit MERCYFUL FATE kam aus Dänemark nichts Gutes – zumindest für mich. Das klingt vielleicht etwas streng, aber so sehe ich das.

 

Muss man als dänische Band wesentlich härter arbeiten, um in der Metalwelt überhaupt registriert zu werden? Habt ihr einen klaren Standortnachteil?


Das kann gut sein, ich will es nicht abstreiten. Das ist aber vielleicht nicht so schlecht, denn wenn du durch harte Arbeit erst einmal einen Durchbruch aus diesem Land geschafft hast, fällst du umso mehr auf. Es ist verdammt hart bei uns einen Proberaum zu finden und meist sind sie noch teurer als Wohnungen, die auch schon schweineteuer sind. In Schweden ist es so, dass sie dir den Proberaum richtiggehend nachwerfen und du auch noch finanzielle Unterstützung bekommst, wenn du die Kulturszene förderst. Während man bei uns überlegt, ob du überhaupt Musik spielen sollst, fragen die Schweden schon detaillierter, welches Instrument es sein wird. In Dänemark musst du prinzipiell für alles härter arbeiten.

 

Hast du dir deshalb schon mal überlegt, in ein anderes Land zu ziehen?


Ich will persönlich nicht, aber der Gedanke nach Deutschland zu ziehen, kommt mir immer wieder. Der Markt dort ist so viel größer und auch die Aufmerksamkeit ist eine ganz andere. Außerdem sind wir auf einem deutschen Label und wir könnten die E-Mail-Korrespondenz aufs Persönliche überlegen. Aber in näherer Zukunft wird das trotzdem eher nicht passieren. Auch wenn meine Dänemark-Kritik vielleicht harsch ausfiel – es ist immer noch mein Zuhause und Kopenhagen ist eine wundervolle Stadt.

 

War es eigentlich bewusst so geplant, dass die Songs auf „The Wheel“ schneller auf den Punkt kommen und etwas direkter und stringenter wirken? Im Vergleich zu früher ist alles etwas leichter nachvollziehbar.


Wir haben quasi das „Fett“ weggeschnitten und das wollten wir bewusst so machen. Auf dem letzten Album haben wir versucht so weit zu gehen, wie es uns möglich war und dieses Mal haben wir uns verstärkt Gedanken gemacht, was eigentlich unser wirklicher Sound ist. Wir sind fokussierter an die Sache rangegangen und deshalb sind die Riffs manchmal nur zweimal und nicht mehr viermal zu hören. Es war aber auch ein Experiment um zu sehen, ob wir auch anders schreiben können. Es gibt nichts Härteres, einen kurzen, simplen Song zu schreiben, der die Leute trotzdem bewegt. Das ist die Königsklasse des Komponierens.

 

Wie passt das wundervolle Cover-Artwork zum gesamten Inhalt des Albums?


Ich bin mir gar nicht so sicher, um ehrlich zu sein. Die Texte basiere ich immer auf generelle Konzepte und Ideen, die mir kommen. Natürlich fließen auch persönliche Erfahrungen ein, die ich in Metaphern und Symbole verberge. Viele Songs drehen sich um Sehnsüchte und das Gefühl, nicht wirklich in diese Welt zu passen. Man will woanders hingehen, aber das kann auch eine Metapher dafür sein, dass man die Grenzen aufbrechen möchte. Ich habe keine bestimmte Botschaft, mir geht es eher darum, in kreativer Art und Weise einfach meine Gedanken zu veröffentlichen. Mir geht es nicht darum, meine Meinung nach außen zu tragen oder jemanden etwas aufzudrücken. Ich will mich durch die Songs befreien, meine Gefühlswelt in Ordnung bringen.

 

Vermischt du diese persönliche Erfahrungen auch mit religiösen, satanischen oder politischen Ansichten?


Für Politik ist bei uns kein Platz. Vertraue diesen Typen nicht! Ich sorge mich viel zu wenig um Politik, weil sie mir allgemein gegen den Strich geht. Ich bin eher an der dunklen, spirituellen Seite des Lebens interessiert, würde mich aber keinesfalls als Satanist oder Okkultist bezeichnen. Ich weiß nur, dass da etwas ist, das wir alle nicht sehen. Ich folge da ganz einfach meinen Gefühlen. Das ist natürlich Teil der Texte, aber auch diese Erfahrungen fließen natürlich ein. Ansonsten geht es auch um Beziehungen und Alltägliches.

 

Ihr habt heuer auch beim Roskilde-Festival gespielt, wo musikalisch natürlich nicht nur Metal am Menüplan steht. Wie fühlt sich so ein Slot für euch an und wie wurdet ihr dort aufgenommen?


Es lief ziemlich gut und es waren sehr viele Leute da. Das Licht blendete mich aber so, dass ich wenig sah. (lacht) Es ist natürlich nicht so leicht Leute auf deine Seite zu ziehen, die nicht auf diese Art von Musik stehen, aber wenn du mit vollem Herzen spielst, dann werden dir die Menschen eine Chance geben. Auf dem Roskilde gibt es Platz für alles und dazu gehören auch extremere Metal-Spielarten. Es ist interessant, dass dort wir und auch BRUNO MARS spielen können. Etwas verrückt, aber auch gut, dass es so etwas gibt.

 

WATAIN spielten auch schon beim Indie-Mekka Primavera in Barcelona. Begrüßt du es, dass die Engstirnigkeit der alten Tage im Metal mehr und mehr zurückgeht?


Ich weiß nicht so recht, das ist schwer zu beantworten. Es kommt immer darauf an, welche Band welche Ziele hat und wo sie hin will. Es ist jedenfalls nicht unser Ziel, eine Mainstream-Band zu sein. Andererseits wollen wir natürlich, dass so viele Menschen wie möglich unseren Sound hören. Wir wollen und werden keine großen Rockstars werden, aber darüber mache ich mir auch überhaupt keine Gedanken.

 

Ihr seid nun auch noch beim Eindhoven Metal Meeting zu Gast, das restlos ausverkauft ist. Bereitet ihr euch auf eine Festivalshow anders vor als auf eine Tour?


Das kommt immer darauf an, welches Festival es ist und wie viel Spielzeit wir haben. Beim Roskilde haben wir zwei Songs von „The Wheel“ das erste Mal gespielt, was für uns ziemlich intensiv war. Auf einer Tour hast du mehr Spielzeit, kommst mit neuem Merchandise an und musst natürlich auch in Form kommen, um sie durchzustehen. Wir haben jedenfalls schon gelernt, vor einem Konzert nicht allzu viel zu trinken, weil wir sonst an Qualität einbüßen. (lacht) Die Zugangsweise ist schon unterschiedlich, aber das ist sie jedes Mal.

 

Was hast du in den wenigen Jahren im Musikbusiness gelernt, was dir tief in die Erinnerung eingebrannt wurde?


Wenn du etwas wirklich willst, dann musst du dafür kämpfen und darfst nicht nachlassen. Mach nie Halt und arbeite immer hart weiter.

 

Hast du eine klare Vision, wo du mit SLAEGT hin willst oder was mit dieser Band möglich ist?


Nicht wirklich. Unser Ziel ist es, zu sehen, wie weit und groß wir mit dieser Band werden können. Wir dürfen nur nie vergessen, warum wir das machen und das wir alle gute Freunde sind. Wir wollen in erster Linie gute Musik erschaffen und wenn SLAEGT einmal wie ein normaler Dayjob wirkt, dann sollten wir es besser bleiben lassen. Sollte ich keinen guten Song mehr schreiben können, dann wird das auch das Ende der Band sein.

 

Was würdest du machen, wäre aus dir kein Musiker geworden?


Es gibt keine zweite Variante. Ich beherrsche ein paar Instrumente und würde einfach andere Musik machen. Ein paar Ideen schwirren mir ohnehin im Kopf herum. Etwa, was elektronische Musik betrifft, aber ich will da nicht allzu viel dazu sagen. (lacht) Ich bin aber nicht gut darin, Side-Projects zu starten. Die Jungs in meiner Band haben tonnenweise Nebenprojekte, aber ich kann meine volle Energie nur heraufbeschwören, wenn ich auf eine bestimmte Sache fokussiert bin. Zwei der Jungs spielen in einer Prog-Rock-Band und der Bassist ist in einer Hardcore-Punkband. Ich sitze gerne herum und spiele mit dem Keyboard herum – vielleicht ist dafür auch einmal Platz in SLAEGT. Wer weiß das schon so genau…

Robert Fröwein / 12.12.2018

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