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HomeReviewSpindrift – Ghost Of The West

Spindrift – Ghost Of The West

Spindrift - Ghost Of The West

 

 

 

 

 

Wertung:

4.5/7

Info:

VÖ: 27. Oktober 2013

Label: Tee Pee Records

Spielzeit: 00:40:43

Line-Up:

Kirpatrick Thomas – Gesang, Gitarre
Henry Evans – Bass, Baritongitarre
James Acton – Schlagzeug, Autoharp
Michelle Vidal – Gesang, Melosonic, Keys, Percussion

Tracklist:

01. Buffalo Dream
02. Cowpoke Cowpoke
03. Cool Water
04. The Ballad Of Paladin
05. The Matador And The Fuzz
06. Hangin‘ Me Tonight
07. Blood On The Saddle
08. When I Was A Cowboy
09. Gunfighter
10. Mudhead
11. Wanderers Of The Wasteland
12. Paniolos On The Range
13. Navajo Trail
14. Ghosts Go West
15. Ghost Riders In The Sky

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„Cowboys, Country und Cash“

Würden Country-Punk HASIL ADKINS und Country-Legende JOHNNY CASH noch leben, und zusammen ein Album aufnehmen, dass sich an authentischem Western Folk, Americana und traditioneller Indianermusik orientiert, würde sich das vielleicht ungefähr so anhören, wie das, was SPINDRIFT hier mit „Ghost Of The West“ abliefern. Nicht einfach zu bewerten, da absolutes Spartenprogramm.

Los geht das bei „Buffalo Dream“ mit Trommeln und Musik, die am ehesten zu einem Apachen-Ritualtanz oder ähnlichem passen würde, dann sind gleich die Cowboys dran, mit „Cowpoke Cowpoke“, fast reiner Country, nur etwas psychedelischer, und beim dritten Song „Cool Water“ wissen wir dann, dass SPINDRIFT nun wirklich nichts auslassen, was es je an Musik gab, die zu einem Western passen würde. Ein wenig ENNIO MORRICONE-mäßig, mit softem Gesang dazu. Und so geht das weiter, abwechselnd Country, Western, indianische Folklore, und Westernsoundtrackmusik, dazu sehr viele verschiedene Gesangsstile, mal etwas rauher und punkiger, mal völlig abgeguckt bzw. abgehört beim Großmeister CASH, und im Background oft feminines Gesäusel, wie Filmmusikkomponist MORRICONE es auch mochte. Wobei, das ist ja auch ein Soundtrack, denn „Ghost Of The West“ ist eigentlich eine filmische Dokumentation von der Tour einer Band, deren Ziel es entschieden nicht war, vor einem großen (oder überhaupt einem) Publikum aufzutreten, denn SPINDRIFT sind ganze fünf Wochen lang durch sämtliche verlassenen Geisterstädte Nordamerikas getourt, mit der Kamera begleitet vom exzentrischen Underground-Regisseur Burke Roberts. Der Film ist auch schon fertig, ich habe ihn nur leider nicht gesehen, kann mir aber vorstellen, dass er mit diesem Soundtrack zusammen eine runde Sache ist. Wenn man aber nur die Musik kennt, und diese für sich alleine steht, wird es schwieriger. Zwar mischen SPINDRIFT einige [Psychedelic-] Rock-Elemente unter ihre Songs, aber hier von Massentauglichkeit zu sprechen, wäre gelinde gesagt die Übertreibung des Jahres. Einzig alleine beim Cover von „Ghost Riders In The Sky“ handelt es sich schließlich um einen bekannten Song, jedoch ist das auch der einzige auf dem Album, auf den man wirklich gut und gerne hätte verzichten können. Grund: Das ist zwar etwas schneller gespielt, aber sonst so Nahe am Original, dass man gleich das Original hören kann. An JOHNNY CASH kommt man halt einfach nicht ran. Und „When I Was A Cowboy“ is so sehr HASIL ADKINS, dass man, wüsste man es nicht besser, denken könnte, er ist es. Kann man den Jungs und dem Mädel trotzdem nicht wirklich übel nehmen-irgendwie ist „Ghosts Of The West“ wohl die Hommage schlechthin an die großen und einzigartigen des Countrygenres.

So bleibt zu sagen, das ist definitiv ein gelungenes Album, das man sich auch gut anhören kann, wenn man in der richtigen Lagerfeuer-Stimmung ist oder einfach vom wilden Westen träumen will, sonst aber eben halt eher nicht. Dafür ist diese Musik dann doch zu speziell, und zu sehr auf ein Publikum bestehend aus eingefleischten Country- und Westernfans zugeschnitten. Jetzt sollte jeder wissen, ob er damit etwas anfangen kann, oder nicht, und ob er solch eine Art von [durchaus gut gemeinter] „Tribute“-Scheibe anhören mag, oder doch lieber wieder zu den Hits der Originalkünstler greift.

Teriel / 30.10.2013

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