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HomeReviewStagewar – Killing Fast

Stagewar – Killing Fast

Stagewar - Killing Fast

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 28. Oktober 2016

Label: Bellaphon

Spielzeit: 00:33:43

Line-Up:

Dominik Dezius – Vocals, Guitar
Kimon Roggenbuck – Guitar
Thomas Fischer – Bass
Josef Schweng – Drums

Tracklist:

01. Living Hell
02. Trapped In Life
03. No Place To Go
04. Isolated
05. Mmdk
06. The Song I Wrote For You
07. My Place My Rules
08. No Fucks Given
09. Still Aive
10. Waste Of Time
11. Inside Your Head
12. Crash Course
13. Killing Fast

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„Neu-Anspach Bay Area“

Eigentlich schon seit 13 Jahren aktiv traten die Thrasher STAGEWAR erst 2011 mit ihrem Debüt „Living On Trash“ wirklich auf den Plan, konnten sich mit ihrer ersten Platte aber bereits eine eingeschworene Fangemeinde erspielen. Seither sind noch ein paar Jahre ins Land gegangen, in denen die Hessen jedoch keinesfalls untätig waren, wie auf ihrem gerade erschienenen neuen Album „Killing Fast“ zu hören ist.

Der Titel „Killing Fast“ ist für das neue STAGEWAR-Album in jeder Hinsicht passend gewählt, denn die Hessen scheinen es auf ihrem zweiten Album reichlich eilig zu haben – in knapp mehr als einer halben Stunde kloppt die Band hier schließlich stolze 13 Songs runter. Schon im eröffnenden „Living Hell“ brechen die Jungens konsequenterweise sämtliche Geschwindigkeitsrekorde und machen auch im weiteren Verlauf der Platte keinerlei Anstalten, ihren traditionsbewussten Thrash Metal inklusive rotziger Punk-Attitüde in irgendeiner Form zu bremsen. Angesichts dieser Kombination sind Ähnlichkeiten zu ihren finnischen Kollegen LOST SOCIETY in ebenso Party- wie Moshpit-tauglichen Songs wie „Trapped In Life“, „My Place My Rules“ oder „Waste Of Time“ kaum von der Hand zu weisen, wenngleich die Finnen der Truppe zumindest in Sachen technischer Finesse noch den Rang ablaufen. Das soll allerdings nicht heißen, dass STAGEWAR ihre Fähigkeiten zu verstecken bräuchten, denn auch das Gespann aus Neu-Anspach weiß auf „Killing Fast“ mit allerhand halsbrecherischer Griffbrett-Akrobatik zu begeistern. Wo die Truppe musikalisch herkommt, wird auf diesem Album recht schnell deutlich, denn „No Place To Go“ klingt beispielsweise wie eine Kombination aus MEGADETH zu „Countdown To Extinction“-Zeiten und stilbildenden ANTHRAX-Alben. Obwohl Frontmann Dominik eher wie James Hetfield klingt, schimmert die Truppe um Joey Belladonna auf „Killing Fast“ immer mal wieder als Einfluss durch, so auch in „Mmdk“ oder „Inside Your Head“ und im abschließenden Titeltrack klingen STAGEWAR dann tatsächlich nach den wilderen Momenten von METALLICA. Trotz all dieser Vergleiche muss man den Hessen hier eine gewisse Eigenständigkeit zusprechen, zumal es verdammt schwer fällt, eine andere deutsche Band aufzutreiben, die einen vergleichbaren Sound spielt – es mag sogar sein, dass keine andere Formation in der Bundesrepublik derart nah an den Bay Area-Sound rankommt wie STAGEWAR. Und wo es der Mannschaft an Individualität mangeln mag, da gleicht sie dieses Defizit durch ungebremste Spielfreude wieder aus, denn die Buben gehen auf „Killing Fast“ derart ungezwungen, frisch und authentisch zu Werke, dass sich das Publikum dem Charme dieses Quartetts selbst auf Platte nur schwer entziehen können wird.

Mag schon sein, dass STAGEWAR das Rad mit „Killing Fast“ nicht neu erfinden, aber das ist auch gar nicht nötig. Die Truppe liefert mit Album Nummer zwei einen unverbrauchten Stilmix ab, den es hierzulande so noch nicht gibt und präsentiert sich obendrein so ungezwungen und authentisch, dass das Zuhören eine wahre Freude ist. Thrasher sämtlicher Couleur sollten bei STAGEWAR etwas finden können, was ihnen die Truppe sympathisch macht.

Thomas Meyns / 31.10.2016

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