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HomeReviewSuicide Silence – You Can’t Stop Me

Suicide Silence – You Can’t Stop Me

Suicide Silence - You Can't Stop Me

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 11. Juli 2014

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:39:18

Line-Up:

Eddie Hermida – Vocals
Chris Garza – Guitar
Mark Heylmun – Guitar
Alex Lopez – Drums
Dan Kenny – Bass

Tracklist:

01. M.A.L.
02. Inherit The Crown
03. Cease To Exist
04. Sacred Words
05. Control [featuring George „Corpsegrinder“ Fisher]
06. Warrior
07. You Can’t Stop Me
08. Monster Within [featuring Greg Puciato]
09. We Have All Had Enough
10. Ending Is The Beginning
11. Don’t Die
12. Ouroboros

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„Phoenix aus der Asche“

Sie gelten als einer der mitunter brutalsten, brachialen, aufsehenerregenden und erfolgreichsten Deathcorebands aller Zeiten. Die Rede ist von SUICIDE SILENCE. Die Band, die vor allem aber auch für die unglaubliche Gitarrenarbeit und ihrem damaligen Sänger Mitch Lucker bekanntgeworden ist, ist nun zurück. Nach dem Ableben von Mitch Lucker war eine große Leere bei den Fans und der Band zu spüren. Die Gruppe benötige Zeit, um die Trauer zu verarbeiten und Fans besagten die Band schon für „Am Ende“. Viele identifizierten die Band einfach mit Mitch und glauben darum, dass nun das Ende der Gruppe in Stein gehämmert sei. Mit „You Can’t Stop Me” ist nun aber genau das Gegenteil zu sehen. Das neue Album, bei welchem der Titel nicht besser hätte passen können, ist nun in den Startlöchern und muss nun dafür sorgen, dass Fans und Kritiker einmal mehr in die Schranken gewiesen werden und die Band wieder zeigt, dass sie eine Norm in dem Genre ist.

Mit Eddie Hermida tritt ein absoluter Könner in die Fußstapfen von Mitch. Der ehemalige ALL SHALL PERISH-Sänger weiß, wie man diese Art von Musik zum Ausdruck bringt. Dadurch, dass man einen erfahrenden Mann ans Mikro geholt hat, ist die Bürde wahrscheinlich auch leichter zu tragen. Mit „M.A.L.“ geht dann eine knapp 40 Minuten lange Achterbahnfahrt los, bei der man sich mehr als nur ein blaues Auge holt. Die Gitarren hämmern, der Sound ist brachial, die Produktion ist Messerscharf und die Riffs zerfetzten einen das Hirn. Es ist, als wären sie nie weg gewesen. Eddie reiht sich dabei perfekt in die Songs ein und bringt durchaus noch frischen Wind in die Bude, da er öfter mal die Songs mit seinem Gesang nach vorne peitscht, als nur darauf versessen zu sein, brutal zu klingen. Neben der kompromisslosen Härte und des unbändigen Soundgewitters, stehen vor allem die progressiven Parts und das Gitarrenspiel im Mittelpunkt der Platte. Immer wieder zaubert man kurze Solopassagen aus dem Ärmel, die einen schwindlig werden lassen. Die Stücke sind abwechslungsreich und komplex, überspannen den Bogen allerdings nicht, sodass man die Songs zu jederzeit noch nachvollziehen kann. Gleiches gilt auch für die Liedlängen – hier wird eher an der Länge gespart, um die eh schon fast überladenen Lieder nicht zu überhitzen. Dies gelingt auch zu jeder Zeit sehr gut und am Ende hat man wirklich den totalen Abriss hinterlassen. Tatsächlich kommt einen das Album wirklich sehr schnelllebig vor, als würde man sich eine Werbeunterbrechung im Fernsehen antun. Einmal reingelegt, ist es auch schon wieder vorbei. Das spricht für das Album, da es unglaublich flüssig und stimmig wirkt. Einzig und allein die Tatsache, dass die Jungs keinen richtigen Hit auf der Platte haben, lässt vielleicht etwas Platz zum meckern, aber wirklich Hits am Stück haben die Jungs ja noch nie geschrieben.

Ende gut – alles gut? Man könnte diese Frage tatsächlich mit einem einfachen „ja“ beantworten. So tragisch der Vorfall von Mitch für alle Beteiligten auch ist, irgendwo und vor allem irgendwann muss es einfach weitergehen und dieser Zeitpunkt ist jetzt! Dies setzt die Band mit einem neuen Werk, zu Ehren ihres Ex-Sänger, um. Am Ende bleibt eine Platte, die wirklich voller Kraft und Zorn strotzt, die sich aber auch auf seine alten Stärken besinnt und immer wieder Momente hervorhebt, die im Gedächtnis bleiben. Eddie spielt nicht nur den Lückenbüßer, sondern scheint die Band sogar noch positiv anzustacheln und so bleibt mit „You Can’t Stop Me” ein Album, welches wie ein Phoenix aus der Asche emporsteigt, um die Pits dieser Welt zu erobern.

Frank-Christian Mehlmann / 16.07.2014

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