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HomeReviewSvarti Loghin – Sea Of Green

Svarti Loghin – Sea Of Green

Svarti Loghin - Sea Of Green

 

 

 

 

 

Wertung:

2.0/7

Info:

VÖ: 22. September 2011

Label: ATMF

Spielzeit: 00:26:01

Line-Up:

Limpan – Gesang, Gitarren
S.L. – Gesang, Gitarren, Keyboards
Raymond N. – Bass
Emil – Schlagzeug

Tracklist:

01 – Cloud Man
02 – Sea Of Green
03 – Transparent
04 – Celestial Bounds In Cosmic Infinity
05 – Black Moon

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„Schnarchfest“

Sturköpfigkeit kann man diesem schwedischen Quartett vielleicht nur dahingehend vorwerfen, als dass sie ihre musikalische Vision ungeachtet von Reaktionen Außenstehender weiterverfolgen. Ihr Debüt „Empty World“ verstimmte die Metal-Welt nicht so sehr aufgrund des absoluten Fehlens irgendwelcher erinnerungswürdigen Momente, sondern aufgrund der Tatsache, dass dieses Album der Anfang einer sich bis heute hinziehenden Negativentwicklung ihres italienischen Labels darstellte, das es heute wiederum vorzieht, substanzlose Bands mit martialischen Gasmasken-Outfits unter ihre Fittiche zu nehmen und in einer absurde Ausmaße annehmenden ideologischen Parallelwelt, in der ihre Heimatstadt Triest immer noch Teil des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs ist, zu verweilen. Der im hohen Norden lebenden Band kann man das ebenfalls nur bedingt zum Vorwurf machen, auch wenn sie sich nach Ablauf des laufenden Vertrages besser nach einer anderen Bleibe umsehen sollte. Denn ich persönlich kann mir nicht vorstellen, wie waschechter Shoegaze ins übrige Programm von ATMF passen soll, ohne jedes Mal wie ein bunter Hund hervorzustechen.

Dabei färben SVARTI LOGHIN ihre Musik mit nicht einmal so ekelerregenden Tönen, auch wenn mir diese Spielart persönlich nicht zusagt und erst seit einiger Zeit auf die sogenannte Metal-Welt übergreift sowie Hörer anspricht, die sich offensichtlich langweilen wollen. Dass hierbei auf wahllos eingeworfene Projekte wie ALCEST oder KATATONIA zurückgegriffen wird, um ziellose Horizontenerweiterer zu verwirren, überrascht kaum, da zwischengeschaltete Mittelsbetriebe ihre Klienten nahezu immer falsch umschreiben. „Sea Of Green“ extrahiert stattdessen die Essenz der softeren Akustikstücke von Grunge-Größen und jagt ihnen die grinsend erleuchtende Sonnenromantik der Schuheguckerei ins Herz. Das Ergebnis sind fünf Klangcollagen einlullend monotoner Fadesse, die kaum spannungsarmer hätte ausfallen können. Harmlose Eingängigkeit ohne Ziel und Funktion also.

Auch wenn sie nicht – wie zuvor erwähnt – ekelerregend vorgehen, so sind SVARTI LOGHIN leider nach wie vor [oder jetzt erst recht?] ein Fall für den Papierkorb. Immerhin wissen die vier wandelnden Schlaftabletten jetzt ganz genau, worauf sie hinaus wollen, wofür ihnen natürlich ein kleiner Bonus zukommt, der aber aufgrund des Mangels irgendwelcher Höhepunkte ziemlich einsam dasteht.

Micha / 23.11.2011

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