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HomeReviewTears Of Martyr – Tales

Tears Of Martyr – Tales

Tears Of Martyr - Tales

 

 

 

 

 

Wertung:

3.5/7

Info:

VÖ: 26. April 2013

Label: Massacre Records

Spielzeit: 00:41:28

Line-Up:

Berenice Musa – Vocals
Miguel Ángel Marqués – Guitars & Vocals
Doramas Párraga – Drums
Adrián Miranda – Bass

Tracklist:

01. The Scent No. 13th
02. Golem
03. Mermaid And Loneliness
04. Vampiress Of The Sunset Street
05. Ancient Pine Awaits
06. Lost Boys
07. Fallen Hero
08. Of A Raven Born
09. Wolves And A Witch
10. Ran Into The Forest

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„Leider belanglose Geschichtensammlung“

TEARS OF MARTYR ist der klischeebeladene Name einer spanischen Symphonic/ Gothic Metal-Band, der von großen Emotionen künden will. Für das Erstlingswerk „Entrance“ gab es im Erscheinungsjahr 2009 viel Lob und den spanischen Female Metal Award in der Kategorie “Beste spanische Band”. Mit „Tales“ ist nun der zweite Langspieler der von den Kanaren stammenden Band auf dem Markt, der abermals auf Gefühl und Sopranarien setzt.

Obwohl die Gründung der Band bis in die Mitte der neunziger Jahre zurück reicht, hatte es erst vor vier Jahren zum Debütalbum „Entrance“ gereicht. Unter dem programmatischen Titel „Tales“ bietet sich dem geneigten Hörer anno 2012 eine facettenreiche Geschichtensammlung um Vampire, Hexen und allerlei mystisches Getier. Musikalische parallelen zu allerlei Genrekollegen werden gleich ab dem symphonishen Intro des ersten Tracks „The Scent No. 13“ deutlich. Nicht zuletzt dank des opernhaften Gesangs von Frontfrau Berenice Musa lassen diverse NIGHTWISH-Klassiker grüßen. Leider wird schnell der Eindruck geweckt, dass sie trotz netten Ansätzen hier und da (der Song „Golem“ hat Ohrwurmcharakter, ist aber nicht zwingend genug) nicht in der Oberliga mitspielen und sich so in die lange Reihe augenscheinlicher Kopien einreihen müssen. Die Akzente, die TEARS OF MARTYR setzen, kommen einem seltsam bekannt vor. Das mit Growls versetzte „A Fallen Hero“ könnte genauso gut auf dutzenden anderer Alben zu finden sein. Die Stimme von Berenice Musa muss man jedoch wirklich loben. Wer diese Art von Soprangesang zu schätzen weiß, wird vor allen Dingen an den langsamen Stücken, wie dem kitschigen „Mermaid And The Loneliness“ seine Freude haben. Positiv zu bewerten ist ebenso die Fähigkeit der Band, musikalisch stimmige Bilder zu erzeugen. So erinnert das schwungvolle „Vampires Of The Sunset Street“ tatsächlich an manch blutige Vampirstory. Leider zerstückelt diese Wandelbarkeit des Sounds auch das Gesamterlebnis des Albums zu kleinen Häppchen. Im Laufe des Albums nehmen die symphonisch-epische Erzählung „Of A Raven Born“ und das fröhlich verspielte „Wolves And A Witch“ doch noch Fahrt auf und kulminieren tragischerweise bereits im abrupt erscheinenden „Outro“ der Scheibe.

Mit „Tales“ bekommt man zwar keinen NIGHTWISH-Klon, wie der erste Eindruck zu vermitteln scheint, aber auch kein überraschend eindrucksvolles Liedgut. Man bekommt ein letztlich leider belangloses Symphonic-Metal-Album mit wenig „Wumms“ und viel schönen Tönen. Deutlichste Schwäche von TEARS OF MARTYR ist wohl die Austauschbarkeit – zumindest für ungeschulte Ohren. Für Genre-Fans wird vor allem der Gesang Berenice Musas ein Anreiz sein.

SebyK / 06.08.2013

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