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HomeReviewThe Devil – The Devil

The Devil – The Devil

The Devil - The Devil

 

 

 

 

 

Wertung:

1.5/7

Info:

VÖ: 16. November 2012

Label: Candlelight Records

Spielzeit: 01:19:25

Line-Up:

Tracklist:

01. Divinorum
02. Universe
03. Astral Dreamscape
04. World of Sorrow
05. Devil & Mankind
06. The Silent City
07. Akashic Enlightenment
08. Extinction Level Event
09. Intervention
10. Illuminati
11. Transcendence
12. Alternative Dimensions
13. Ascension

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„Hölle, Hölle, Hölle“

Erst einmal sei erwähnt, dass die fehlenden Daten [ Bandmitglieder ] über dieses Album nicht auf mangelndes Engagement des Schreibers zurück zu führen sind. Die Informationsbereitschaft dieses Projektes oder was auch immer hält sich nämlich in überschaubaren Grenzen. Das genau scheint mir aber auch das Konzept dieser aus London stammenden Truppe zu sein. Sechs Musiker, die sich hinter Masken und Umhängen versteckt halten und nicht daran denken, ihre wahre Identität preiszugeben. Zugegebenermaßen weckt so etwas zunächst die Neugier. Zudem halte ich den gewählten Bandnamen THE DEVIL für so schlicht, dass es schon wieder genial ist.

Was man allerdings vom selbst betitelten Debüt nur bedingt behaupten kann. Sicher, das Konzept, welches dahinter steckt, mag zunächst durchaus reizvoll sein. Man versucht, eine Menge mystische und epische Elemente zu verarbeiten, sagenhafte Keyboardteppiche beherrschen die Szenerie. Die Frage nach dem Gesang ist schnell beantwortet, es gibt keinen. Die Band verwendet Schnipsel aus Fernsehkommentaren, die als Strophen verwendet werden. Wer erinnert sich nicht an das RIOT Album „The Privilege Of Power“? Wo diese Dinge einen akuten Bezug zu den Songs hatten und als Ergänzung wunderbar passten. Hier jedoch verliert die Sache doch arg schnell den angestrebten Reiz. Musikalisch, so denn neben den rein elektronischen Spielchen überhaupt „richtige“ Songs auftauchen, spielen THE DEVIL relativ belanglosen Gothic Metal irgendwo zwischen THE VISION BLEAK und PARADISE LOST. Ganz schlimm wird es dann bei „Ascension“. Der Song ist fast eine halbe Stunde lang und bietet über weite Strecken nichts anderes als das, was TANGERINE DREAM in ihren frühen Jahren wesentlich besser zelebriert haben. Die Tatsache, das manche Songs von diesem Album bereits als Soundtrack verwendet werden, erklärt einiges. Ansatzweise nachvollziehbar, denn als Filmmusik macht das Ganze definitiv mehr Sinn.

Vielleicht werden manche Kollegen THE DEVIL als neue Offenbarung feiern. Ich jedenfalls werde an dieser Stelle kapitulieren. Auf jeden Fall wird der hier ein Mythos zerstört. Wer bislang geglaubt hat, der Teufel trampelt mit seinen Hufen durch das Fegefeuer und wirft dort mit Tod bringenden Flüchen um sich, der irrt gewaltig. Denn der Gute sitzt im Ohrensessel, bekleidet mit Morgenmantel und Pantoffeln, vor dem Kamin und liest den Wirtschaftsteil der Tageszeitung. Mit diesem Vergleich möchte ich die Harmlosigkeit dieses Werkes zum Ausdruck bringen. Wenn so die Hölle ist, dann will ich da nicht hin.

Frank Wilkens / 16.11.2012

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