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HomeReviewThe Earls Of Mars – The Earls Of Mars

The Earls Of Mars – The Earls Of Mars

The Earls Of Mars - The Earls Of Mars

 

 

 

 

 

Wertung:

2.0/7

Info:

VÖ: 31. Oktober 2013

Label: Candlelight Records

Spielzeit: 00:43:04

Line-Up:

Harry Armstrong – Voices, Pianos
Dan Hardingham – Guitars
Si McCarthy – Bass, Accordions
Dave Newman – Drums, Percussion

Tracklist:

01. Poor Whores Petition
02. The Swinger
03. The Astronomer Pigs
04. Cornelius Itchybah
05. Otto the Magnificient
06. The Ballad Of Ben Ayre
07. The Last Glass Eye-Maker
08. Some Place
09. The Mirrored Staircase
10. Mr. Osbourne’s Hazelnuts

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„Humor vom anderen Planeten“

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ein Blick auf die unten angeführte Tracklist beweist, dass diese Herren hier vermutlich nicht alles so bitter ernst nehmen. Irgendwie ziehe ich, bewusst und unbewusst, Parallelen zu einer komischen Truppe namens GREEN JELLY, die in den ach so gescholtenen Neunzigern ihr witziges Unwesen trieben und die unsere heile Welt mit Blödsinn wie „Three Little Pigs“ und ähnlich kuriosen Zeug verseuchten.

So einen Unfug können eigentlich nur Briten auf die Reihe kriegen. Und siehe da, auch THE EARLS OF MARS kommen von der Inselgruppe jenseits der Nordsee. Also nicht vom Mars, wie der Bandname verspricht. Der Multi-Instrumentalist Dan Hardigham hat sich ein paar Zeitgenossen um sich geschart und nach einer EP „The Skies Are Fallin“ im letzten Jahr folgt nun Album Nummer Eins. Ein Album, welches sich in keine Schublade, in keinen Käfig, in kein sorgfältig konstruiertes Gedankenmuster einsortieren lässt. Nehmen wir mal Jazz und Swing als Grundlage, mischen ein wenig Doom und Prog dazu, den Blues nicht ganz zu vergessen. Das Ganze dann ab in den Quirl. Hier werden keine Grenzen überschritten, weil es schlicht und einfach keine gibt. Bei „Otto The Magnificent“ zum Bleistift, eine Swing-Jazz Nummer, ein Überbleibsel aus den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts. Oder „Cornelius Itchybah“, was für eine komplett abgedrehte Doom-Schote.

Nach dem Hören von „The Earls Of Mars“ bleiben eigentlich mehr Fragen offen als zuvor. Die Frage beispielsweise, wer sich diesen Unfug kaufen wird. Klar, musikalisch ist das dargebotene Material teilweise richtig genial. Aber wem ist damit geholfen? Leider ist nicht nur die Mucke schräg, sondern ganz speziell auch der Gesang von Harry Armstrong. Daher fällt es mir massiv schwer, das hier komplett durchzuwinken, bei aller Liebe zum Non-Mainstream. Das Ganze bis zum Ende durchhören, dazu bedarf es keinen besonderen Sinn für Humor, dafür bedarf es starke Nerven und eine gehörige Portion Selbstaufopferung.

Frank Wilkens / 24.10.2013

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