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HomeReviewThe Red Death – External Frames Of Reference

The Red Death – External Frames Of Reference

The Red Death - External Frames Of Reference

 

 

 

 

 

Wertung:

6.5/7

Info:

VÖ: 18. April 2005

Label: Metal Blade Records

Spielzeit: 00:00:00

Line-Up:

Tracklist:

01. Frames Of Reference
02. Consciousness Decay
03. Twilight Of The Idols
04. Silent Machines
05. From The Height Of A Thousand Years
06. Before An Empty Throne
07. The Final Sphere
08. Aftertaste Of The Emanciated
09. Synchronized Worlds
10. Instrumental

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„Der Albumtitel ist Programm, die Referenz ist ihnen gelungen!“

Was fällt einem zuerst ein, wenn man hierzulande die Bezeichnung „THE RED DEATH“ hört? Jagd auf roter Oktober? Eine Flasche Tabasco auf ex? Zugegebenermaßen sind die fünf Jungs aus der New Yorker Gegend noch nicht vielen ein Begriff…..

Umso überraschender war deshalb gleich die Tatsache, wie schnell sich die CD mit ihren 10 Liedern und knapp 40 Minuten Spielzeit doch in der Anlage festgebrannt hatte für einen zweiten, dritten, vierten und mittlerweile sicherlich zwanzigsten Durchlauf. Alles, was die Jungs hier machen, machen sie gnadenlos richtig. Es wird immer gut zwischen amerikanischem Hardcore und Thrash gemischt und gewechselt (mit deutlicher Thrashbetonung allerdings und nicht ganz so starker HC-Verwurzelung) und an manchen Stellen hört man als Abwechslung zu dem typischen HC-fauchen sogar einige extrem gut gegrowlte Passagen („Silent Machines“), die perfekt zu der Musik passen und sie nur noch nuancen- und abwechslungsreicher machen. Schleppende Zwischenteile dürfen natürlich genauso wenig fehlen, wie Abschnitte mit absoluten Highspeed-Angriffen.
Man würde der Band fast schon Unrecht tun, sie mit bekannten Größen zu vergleichen, da einfach zuviel Abwechslung geboten wird, statt lediglich bei Bekanntem abzukupfern. Sicherlich klingt es hier und da etwas nach besser produzierten alten HEAVEN SHALL BURN – ihre Musik ist aber so reich an Eigenständigkeit, um sich hinter nichts und niemandem verstecken zu müssen. Größter Wert wurde auf die Melodien gelegt, die nicht nur straight nach vorne und ins Ohr gehen, sondern bisweilen auch Gefühle wie Traurigkeit und Schwermut transportieren („From The Height Of A Thousand Years“, „Aftertaste Of The Emanciated“, „Instrumental“ – letzteres ist so schön, und dann noch als Outro, daß man Gänsehaut bekommt). Zusätzlich spielt natürlich auch noch die teils extreme Riff- und Grooveverliebtheit in die Eingängigkeit dieser Scheibe mit hinein. Man kommt einfach nicht umhin, sie zu lieben für all das, was sie ist – nämlich großartig.

Man kann der Band wirklich nichtmal mit größtmöglichem bösen Vorsatz irgendwo etwas ankreiden, weil sich einfach nichts Falsches oder Unpassendes finden lässt – maximal vielleicht noch, daß bisweilen die kompromisslose Schmutzigkeit und Rohheit anderer Coreknaben wie beispielsweise DO OR DIE zu Lasten des erhöhten Thrashanteils etwas geringer ausfällt, was aber wiederum sicherlich im Auge des Betrachters liegt, dies nun positiv oder negativ zu werten – und selbst als bekennender Metalcore-Liebhaber darf ich zugeben, selten zuvor, wenn denn überhaupt schonmal, von einer anderen Platte so sehr in den Bann gezogen worden zu sein. Ob allerdings mit unlauteren Mitteln gekämpft und vor versenden der Promo heimlich Pattex unter selbige geklebt wurde kann man sich langsam fragen, denn sie geht aus dem Player beim besten Willen schon seit einigen Tagen nicht mehr raus.

Ende 2004 unterzeichneten THE RED DEATH bereits nach wenigen kleineren Clubtouren bei einem der wohl größten Metal-Labels überhaupt – Metal Blade Records – und daß besagtes Label seine Verträge nicht wahllos en masse unters Volk schmeißt, um als der größte Wohltäter aller Zeiten in die Geschichte einzugehen, ist bekannt. Was man von THE RED DEATH geboten bekommt, ist absolut erstklassig und gehört genau dahin, wo die Dichte guter Bands am geringsten ist: ganz oben.

sherry / 11.04.2005

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