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HomeReviewThe Unguided – And The Battle Royale
Das Artwork von The Battle Royale

The Unguided – And The Battle Royale

The Unguided - And The Battle Royale

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 10. November 2017

Label: Napalm Records

Spielzeit: 00:46:35

Line-Up:

Richard Sjunnesson – Vocals
Jonathan Thorpenberg- Vocals, Guitars
Roger Sjunnesson – Guitars
Henric Liljesand- Bass
Richard Schill – Drums

Tracklist:

01. Death´s Sting
02. The Heartbleed Bug
03. Legendary
04. Dark Metamorphosis
05. A Link to the Past
06. Anchor Stone (of the World)
07. Manipulate Fear
08. Force of Nature
09. King´s Fall
10. Nighttaker [Bonus Track]
11. Daybreaker [Bonus Track]
12. Nighttaker [Live] [Bonus Track]

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„Schwedisch durch und durch“

Nach dem sehr guten „Fragile Immortality“ hatte ich der Band um die Ex-SONIC SYNDICATE Mitglieder Richard Sjunnesson, Roger Sjunnesson und Roland Johannsson eine rosige Zukunft prophezeit. Doch das folgende „Lust And Loathing“ ließ so manchen Wunsch offen und es drohte der Weg in die Beliebigkeit. Umso gemischter waren natürlich die Erwartungen beim aktuell vorliegendem „And The Battle Royale“.

Für Roland Johannson ist jetzt Jonathan Thorpenberg dabei und das erweist sich in meinen Augen als absoluter Gewinn. Denn mit ihrem Stil, dem Wechsel zwischen härterem Schweden-Sound, der oft genug in die Melodic-Death Ecke driftet sowie sehr angenehme melodische Passagen bieten sie dem neuen Mann ein Betätigungsfeld, was dieser exzellent zu nutzen weiß. Was die Vocals angeht, fällt mir eine deutliche Steigerung auf, denn gerade der vielschichtige Gesang macht das Besondere an „And The Battle Royale“ aus. In den härteren Passagen klingt Anders Fridén durch und in den melodischen, fast schon in den Hardrock abdriftenden Parts übernimmt Joey Tempest das Kommando. Durch und durch schwedisch also, könnte man sagen. Der Versuch, THE UNGUIDED als eine Mischung aus IN FLAMES und EUROPE zu vergleichen, hinkt zwar dezent, drängt sich aber hin und wieder auf und soll keineswegs abwertend gemeint sein. Zudem kann die Band dieses Mal mit fabelhaften Songs aufwarten, die samt und sonders auch nach x-maligem Hören nicht langweilig werden. Dabei lassen sich die Schweden nur bedingt auf Experimente ein. Was im Klartext bedeutet, die Songs sind in etwa gleich aufgebaut. Kraftvolle Strophen und wohlklingende Refrains bestimmen das Bild. Wirkt der Opener „Death´s Sting“ zu Beginn noch relativ sperrig [was Schlimmes vermuten lässt], entwickelt sich die Nummer schließlich zu einer brachial inszenierten Abrissbirne. Wohingegen „Legendary“ ziemlich eingängig [ja geradezu poppig] daher kommt und dezent in den Industrial Sektor schielt. Aber genau diese Zuverlässigkeit ist es, was das Album eben so stark erscheinen lässt.

Das Jahr nähert sich dem Ende zu, viele Dinge sind bereits weites gehend abgeschlossen und der Weihnachtstrubel hat dieses Land fest im Griff. Auch was die allseits beliebte Statistik der persönlichen Top Ten-Alben 2017 angeht, schien alles in Stein gemeißelt. Doch dann kommen THE UNGUIDED mit einem wahrlich tollen Album daher und begeistern mit einem Stil, der vielleicht nicht besonders innovativ scheint, der aber aufgrund des ausgezeichneten Klangbildes sowie neun tollen Songs zu den besten Platten zählt, was die moderne schwedische Metalkultur in den letzten Jahren so verbrochen hat. Ebenfalls positiv fällt das facettenreiche Artwork auf, der das ohnehin starke Gesamtbild optimal abrundet. Da lohnt sich definitiv sogar der Kauf der haptischen Variante, zumal bei der Digipack-Version auch noch eine Live DVD von Johannsons Abschiedskonzert beiliegt. Ohne Zweifel das bis dato beste Werk dieser Combo.

Frank Wilkens / 02.12.2017

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