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HomeReviewTherion – Sitra Ahra

Therion – Sitra Ahra

Therion - Sitra Ahra

 

 

 

 

 

Wertung:

6.5/7

Info:

VÖ: 17. September 2010

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 01:01:11

Line-Up:

Christofer Johnsson – Guitars/Keyboards
Christian Vidal – Guitar
Nalle „Grizzly“ Påhlsson – Bass
Johan Koleberg – Drums
Thomas Vikström – Vocals
Snowy Shaw – Vocals
Lori Lewis – Vocals

Tracklist:

01.Sitra Ahra
02.Kings Of Edom
03.Unguentum Sabbati
04.Land Of Canaan
05.Hellequin
06.2012
07.Cu Chulain
08.Kali Yoga III
09.The Shells Are Open
10.Din
11.After The Inquisition/Children Of The Stone

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„Einzigartige Musik der Meister“

THERION können auf eine großartige und sehr erfolgreiche Zeit im Bandgeschäft zurückblicken. Nicht nur, dass die Band immer besser ihre Alben an dem Mann bringt, nein zugleich wächst auch das Interesse für die außergewöhnlichen Konzepte, die hinter jedem Album stecken. Jedes Album bietet etwas Neues und führt einen in längst vergangene Zeiten. Doch nicht nur der Anspruch der Platten wächst von der Band aus – nein wer ein so hohes Gebiet ansteuert, der muss auch damit rechnen, dass der Anspruch der Fanbase auf einer sehr hohen Ebene ist. Ob das neue Album „Sitra Ahra“ einem hohen Anspruch standhalten kann, oder ob das Ende der Fahnenstange erreicht ist, lässt sich aufklären.

Der Opener „Sitra Ahra” überschüttet einen mit Bombast und lässt schon die ersten kleinen Wirkungen einer Gänsehaut verspüren. Schleppend aber dafür sehr mächtig und wie von THERION gewohnt – klassisch – bahn man sich den Weg durch sechs Minuten voller Einzigartigkeit. Dabei ist die Kunst der Klassik wieder sehr stark im Vordergrund. Der zweite Track kann sich, dank seiner acht Minuten, viel stärker entfalten. Hier wird wirklich die Kunst der Band an den Mann gebracht. Folgende Stärken vereinen sich hier. Die Kunst anspruchsvolle und komplexe Lieder mit Klassik zu verbinden. Dem Ganzen gibt man noch einen einmaligen und unverwechselbaren Sound und als Sahnespitze kommen noch Gänsehautparts durch die Symphonicgewalt dazu. In der Mitte entfaltet „Kings Of Edom” sogar einen sehr ordentlichen Speedpart, der dafür sorgt, dass man nicht ganz vom Boden – gen Himmel – schwebt. An Ideenreichtum mangelt es dem Album zum Glück nicht uns so kann man sich über ein gleich bleibendes Niveau freuen, dass sich durch das gesamte Album zieht. Gerade so ein Track wie das zehn Minuten lange „Land Of Canaan „ weiß wirklich in jeder Sekunde zu überraschen und erst in einem so langen Track entfaltet sich das großartige Talent der Band so richtig. Die vielen Fassetten machen den Track zu dem Aushängeschild des Albums. Betrachtet man das Album im Ganzen, dann sind die symphonischen Parts jedoch so zum träumen, dass man sich in einem Lied schon mal verlieren kann und erst einige Lieder wieder später mitbekommt, dass man hier ja gerade ein THERION-Album hört. Was jedoch manchmal etwas anstrengend ist, ist die Masse an Stimmen und vor allem die krassen Unterschiede der Stimmen, die auf diesem Album zu hören sind. Wer aber mit dem sehr schnellen Wechsel der verschiedensten Stimmenlagen klarkommt, der wird auch hieran seine helle Freude haben.

Fazit: „Sitra Ahra” setzt die grandiose Erfolgswelle von THERION – zumindest musikalisch – weiter fort. Jede Note sitzt und drückt förmlich aus: Hier wurde Kunst geschaffen. Ob die Kunst am Ende auch beim Konsumenten ankommt? Im Falle „Sitra Ahra” dürfte da ein sehr großes JA dahinter stehen. Zumindest die Freunde der letzten THERION-Alben dürfen beherzt zugreifen und sich auf einen Leckerbissen an Einzigartigen Melodien erfreuen.

Frank-Christian Mehlmann / 11.09.2010

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