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HomeReviewToothgrinder – Nocturnal Masquerade

Toothgrinder – Nocturnal Masquerade

Toothgrinder - Nocturnal Masquerade

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 29. Januar 2016

Label: Spinefarm Records

Spielzeit: 00:42:07

Line-Up:

Justin Matthews – Vocals
Wills Weller – Drums
Jason Goss – Guitar
Matt Mielke – Guitar
Matt Arensdorf – Bass, Vocals

Tracklist:

01. The House [That Fear Built]
02. Lace & Anchor
03. Coeur d’Alene
04. I Lie In Rain
05. Blue
06. The Hour Angle
07. Dance Of Damsels
08. Diamonds For Gold
09. Nocturnal Masquerade
10. Dejection / Despondency
11. Schizophrenic Jubilee
12. Waltz Of Madmen

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„Langer Vorlauf zahlt sich aus“

Aus New Jersey kommen die 2010 gegründeten TOOTHGRINDER, die nach mehreren EP-Veröffentlichungen nun auch ein Album am Start haben und die auf diesem zwar alles mögliche in einen Topf werfen, dabei aber stets darauf achten, dass die Songs nicht zu überfrachtet sind.

Es ist wirklich nicht so einfach, TOOTHGRINDER genau in eine passende Schublade zu packen, dafür präsentieren sie sich auf „Nocturnal Masquerade“ viel zu wandelbar, wenn sie zwischen Progressive Metal, Post Hardcore, Djent, Metalcore und Volksmusik hin und her springen. OK, Volksmusik stimmt gar nicht, es dürfte aber auch fast das einzige Genre sein, dass das Quintett auf ihrem Debüt nicht zumindest mal streift. Insgesamt haben sie zwölf Songs zusammengetragen, die selten die Vier-Minuten-Marke überschreiten und vermutlich auch gerade deshalb so gut funktionieren und die potenzielle Hörerschaft nicht kollektiv überfordern. Natürlich liegt ein weiterer Schlüssel im altbekannten Wechselspiel zwischen Laut und Leise, beziehungsweise zwischen Aggression und Hymnenhaftigkeit, das die Burschen hervorragend beherrschen. So ist der Einstieg mit dem vor allem in den Strophen extrem voranpreschenden „The House [That Fear Built]“ und „Lace & Anchor“ wahrlich nicht gerade leicht verdaulich, bevor die Band dann am Ende des zweiten Stückes aber gekonnt den Gang rausnimmt und somit auch direkt wieder all jene ins Boot holt, die möglicherweise zwischenzeitlich schon aussteigen wollten. „I Lie In Rain“ ist dann sogar komplett im gemäßigten Tempo gehalten und fällt vor allem durch den zweiten Sänger auf, der auch in „Diamonds For Gold“ noch mal in den Vordergrund treten darf und dessen Stimmfarbe etwas an mongolischen Obertongesang erinnert, was hier – auch wenn es komisch klingt – passt, wie Arsch auf Eimer. Saugut. Und dann gibt es da noch Nummern, wie „Blue“ oder auch den Titeltrack, die zwischen MESHUGGAH-mäßigen Strophen und großartigen, melodischen Refrains hin- und herpendeln und die neben den zuvor bereits erwähnten Titeln, sowie dem Tanztee-Doppel „Dance Of Damsels“ und „Waltz Of Madmen“ die Highlights von „Nocturnal Masquerade“ bilden.

Da zahlen sich vermutlich die sechs Jahre Vorlauf aus: TOOTHGRINDER schaffen es auf ihrem Debüt auf überzeugende Weise, den Spagat zwischen Aggressivität und hitträchtigen Melodien hinzubekommen. Irgendwo zwischen MESHUGGAH, THRICE, BETWEEN THE BURIED AND ME und LINKIN PARK kann man die Burschen verorten. Wer auf Aggressivität, Melodie und Progressivität steht, sollte sich „Nocturnal Masquerade“ auf jeden Fall mal zu Gemüte führen.

Timo Beisel / 22.02.2016

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