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[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41144" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 6,5/7 Punkten Info VÖ: 10.M04.2020 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 01:13:48 Line-Up Tuomas Holopainen - Keyboards Marco Hietala – Bass Emppu Vuorinen – Guitar Kai Haito -Drums Floor Jansen - Vocals Troy Donockley - Uilleann pipes, low whistles, vocals Tracklist Disc 1: 01. Music 02. Noise 03. Shoemaker 04. Harvest 05. Pan 06. How's The Heart? 07. Procession 08. Tribal 09. Endlessness Disc 2: 01. All The

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HomeReviewTotenmond – Der letzte Mond vor dem Beil

Totenmond – Der letzte Mond vor dem Beil

Totenmond - Der letzte Mond vor dem Beil

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 19. August 2016

Label: Massacre Records

Spielzeit: 00:40:10

Line-Up:

Pazzer – Vocals, Gitarre
Senf – Bass
S.P. Senz – Drums

Tracklist:

1. Die Entheiligung Des Blasphemischen Josef Und Der Ewige Regen
2. Hölle Mit Hof
3. Blut Auf Krank
4. Kehrwoche
5. Tötet Den König
6. Zu Den Waffen
7. Fort Von Gott
8. Giftköder
9. Into The Fire
10. Die Salbung

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„Solides Comeback“

Unglaubliche acht Jahre nach „Thronräuber“ sind TOTENMOND wieder da. Ein echter Grund zur Freude! Aber was kann das neue Album „Der letzte Mond vor dem Beil“? Ist sich das Backnanger Trio treu geblieben? TOTENMOND sind TOTENMOND sind TOTENMOND?

„Der letzte Mond vor dem Beil“ klingt definitiv nach TOTENMOND, bringt aber eine sehr eigene Note in den Sound der Band. So wie „Reich in Rost“ oder das Album mit den Coverversionen von Punk-Klassikern ganz eigen waren, so ist es auch das neue Album.
Es ist musikalisch vor allem abwechslungsreicher als alle bisherigen TOTENMOND-Alben geraten. Einige Tempowechsel, viele relativ punkige und flotte Nummern, sowie einige kranke und spannende Samples sorgen dafür, dass Langeweile nie aufkommt und eine gewisse Eingängigkeit und Plastizität gewährleistet wird. Insofern auch ein gutes Einstiegsalbum für Nichtkenner. Der Bass steht oft im Vordergrund und irgendwie wirkt das alles nicht mehr so düster, wie zu früheren Zeiten. Von einem Konzeptalbum zu sprechen wäre vielleicht zu viel des Guten, aber textlich gesehen tauchen immer wieder die selben, vor allem religiöse Themen auf. Konzepte wie Glaube, Hoffnung, Verzweiflung, Leben und Tod, aber auch Krankheit, Wahnsinn, Sex, Gewalt, Folter und Gefangenschaft spielen eine Rolle. Wie immer gilt: Jeder muss sich selbst seinen Reim auf die Lyrics machen.
Highlights sind für mich das einleitende „Die Entheiligung des blasphemischen Josef und der ewige Regen“, „Blut auf Krank“ und „Fort von Gott“. „Die Entheiligung…“ beginnt mit einem langen Intro, welches nur aus Regentropfen und Vogelgezwitscher, sowie einem hypnotischen, rhythmischen Bass besteht [falls es Jemandem was sagt, so in etwa wie in „One Of These Days“ von PINK FLOYD, wenn der Vergleich erlaubt sei]. Dann fängt Pazzer leise und bedrohlich an zu flüstern. Nach geschlagenen sechs Minuten geht der Regen in einem Inferno unter, Pazzer rastet aus und der Song endet zusammen mit einsetzendem Gewitter. Wunderbar! „Blut auf Krank“ ist intensiv, rockig und brutal, mit geilen Lyrics. Passagen, die nur aus Bass und Bass Drum bestehen wechseln sich mit dicken Riffs ab [teils mit coolen Effekten wie Phaser unterlegt], begleitet von ultra fettem, düsterem Gesang. In eine ähnliche Kerbe zielt „Fort von Gott“ mit einer tollen Trommelfigur, aber einem etwas langsameren Tempo. Unbedingt erwähnt werden muss die DEEP PURPLE Coverversion „Into The Fire“. Hier singen-Achtung!- TOTENMOND auf Englisch. Das Ganze wird, über ein DOOM-Fundament gelegt- ziemlich krude, mit schlechtem Englisch und viel Selbsthumor vorgetragen.
Es haben sich aber auch einige ziemlich unspannende Nummern eingeschlichen, die zumindest bei mir auch nach dem sechsten Hören nicht ins Ohr wollen. Zu viel belangloses Midtempo-Zeug. Zudem erinnern einige Gesangslinien, ob freiwillig oder unfreiwillig, an frühere [„Kehrwoche“ wie „Landeinwärts“ und „Tötet den König“ wie „Achtung Panzer“]. Nach bereits 40 Minuten ist der Spuk vorbei und endet mit dem Vogelgezwitscher mit dem er begonnen hat.
Die Produktion liegt übrigens schwer in meinem Magen, denn ich habe das Gefühl, dass hier viel mehr Wumms in den Gitarren nötig gewesen wäre und der Fokus etwas zu sehr auf dem Bass lag.

Ich persönlich bin nach acht Jahren Wartezeit etwas enttäuscht. Ich hätte mir härtere, düsterere TOTENMOND gewünscht, aber auch richtig kranke Nummern wie zum Beispiel „Meiner Haesslichkeit“.
Des weiteren hätte ich mich über explizitere und greifbarere Texte gefreut, denn diese sind hier ziemlich hermetisch und abweisend geraten. Und was ist mit dieser Produktion?
Das alles ändert nichts daran, dass das Meckern auf hohem Niveau ist und viele Fans zufrieden sein werden. TOTENMOND sind phantastische Künstler und „Der letzte Mond…“ ist ein gutes und originelles TOTENMOND-Album geworden.

Phillip Hildebrandt / 12.08.2016

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