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HomeReviewTremonti – A Dying Machine
Das Artwork von A Dying Machine

Tremonti – A Dying Machine

Das Artwork von A Dying Machine

Wertung
6/7 Punkten


Info
VÖ: 08.06.2018
Label: Napalm Records
Spielzeit: 01:01:48


Line-Up
Mark Tremonti – Vocals, Guitar
Eric Friedman – Guitar
Garrett Whitlock- Drums


Tracklist
Bringer Of War
From The Sky
A Dying Machine
Trust
Throw Them To The Lions
Make It Hurt
Traipse
The First The Last
A Lot Like Sin
The Day When Legions Burned
As The Silence Becomes Me
Take You With Me
Desolation
Found

Amazon

Dass Mark Tremonti ein wirkliches Naturtalent an der Gitarre ist, konnte man bereits bei CREED oder ALTER BRIDGE feststellen. Der Autodidakt zaubert immer wieder ausgefeilte Riffs und klasse Arrangements aus der Hüfte, als wäre es die leichteste Sache der Welt. Er ist zwar nicht unbedingt unterschätzt, sollte aber in einer Reihe mit Eddie Van Halen, Steve Vai oder Joe Satriani genannt werden. Zudem ist Mark noch ein äußerst passabler Sänger, was er seinen drei bisherigen „Solo-Alben“ deutlich machen konnte. Mit „A Dying Machine“ steht nun das vierte Album am Start. Und siehe da, TREMONTI konnten sich noch einmal richtig steigern.

 

„Eine bloße Verwertung von abgelehnten Stücken findet hier garantiert nicht mehr statt!“

 

Mark Tremonti hat von Anfang an keinen Hehl darum gemacht, dass einige Stücke, die von TREMONTI vertont werden, von seinen Kollegen bei CREED oder ALTER BRIDGE als zu hart empfunden und abgelehnt worden sind. Gut so, denn ansonsten hätten diese Stücke niemals das Licht bzw. die Ohren der Welt entdeckt. Und auf „A Dying Machine“ bekommt man den Eindruck, dass Mark Tremonti, Eric Friedman (Backing Vocals, Gitarre) und Garrett Whitlock (Drums) noch mal eine Schüppe drauf gepackt haben. Gab es auf den bisherigen Werken immer mal wieder den ein oder anderen Lückenfüller, sucht man diese auf „A Dying Machine“ vergebens. Ob dies an der nun schon längeren Zusammenarbeit der Musiker liegt oder an dem Wegfall des Projekt-Charakters der Gruppe, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass die Nummern allesamt hörenswert sind und einiges an Tiefe, Faszination und Hit-Potential bieten. Man höre sich nur mal Songs wie „Throw Them To The Lions“, „Make It Hurt“, „Bringer Of War“ oder das zauberhafte „As The Silence Becomes Me“ an und versuche, hier nicht nach mehr zu verlangen. Das Zusammenspiel der Musiker darf dabei natürlich ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, da man von einer deutlichen Harmonisierung sprechen kann. Es klingt einfach wie aus einem Guss.

 

„A Dying Machine“ ist das bisher stärkste Album von TREMONTI. Es ist stimmig, abwechslungsreich, bietet viele Tiefen und Passagen, bei denen sich die Rübe mal ein wenig erholen kann (im positiven Sinne). Eine bloße Verwertung von abgelehnten Stücken findet hier garantiert nicht mehr statt, im Gegenteil, einige Songs hätten durchaus zu ALTER BRIDGE gepasst.

Ingo Nentwig / 03.07.2018

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