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HomeReviewTurilli / Lione Rhapsody – Zero Gravity [Rebirth And Evolution]
Rhapsody neues Album

Turilli / Lione Rhapsody – Zero Gravity [Rebirth And Evolution]

Rhapsody neues Album

Wertung
5,5 / 7 Punkten


Info
VÖ: 05.07.2019
Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 00:53:48


Line-Up

Fabio Lione – Vocals

Luca Turilli – Guitars, Keyboards, Piano

Dominique Leurquin – Guitars

Patrice Guers – Bass

Alex Holzwarth – Drums


Tracklist

01. Phoenix Rising
02. D.N.A. [Demon And Angel] [feat. Elize Ryd | AMARANTHE]
03. Zero Gravity
04. Fast Radio Burst
05. Decoding The Multiverse
06. Origins
07. Multidimensional
08. Amata Immortale
09. I Am [feat. Mark Basile | DGM]
10. Arcanum [Da Vinci’s Enigma]

Es ist dies nicht der geeignete Moment, um alle Verflechtungen bei RHAPSODY aufzuarbeiten. Das würde den Rahmen eines Reviews dezent sprengen. Konzentrieren wir uns also auf das Debüt von Turilli / Lione RHAPSODY. Denn genau das ist es, ein Debütalbum. „Zero Gravity [Rebirth And Evolution]“, der Albumtitel gibt eigentlich schon alles her, was man zum grundlegendem Konzept wissen sollte.

 

 

 

 

Sie sind wieder vereint, Luca Turilli und Fabio Lione

 

Sie sind wieder vereint, Luca Turilli und Fabio Lione. Auch Drummer Alex Horwarth ist am Start, der Name RHAPSODY soll, kann und darf gern weiter Verwendung finden. Warum auch nicht, steht der Name [ob man die Musik nun mag oder nicht] stets für hochklassiken Power Metal. Soweit, so klar. Dennoch darf man hinter „Zero Gravity [Rebirth And Evolution]“ nicht nach den ersten Durchläufen einen schlichten Haken dran machen. Wir haben es hier mit einem Symphonic Metal Album zu tun, welches seine zahlreichen Facetten erst nach diversen Wiederholungen preisgibt. Das Ganze wird stilistisch durch viele orchestrale Parts aufgemotzt, hin und wieder trifft die Bezeichnung Rock-Oper mehr zu als bei vielen Produkten, die eben mit jener Floskel werben. „Phoenix Rising“ kann als erster Song bereits überzeugen, eine für dieses Album schon fast gradlinige Nummer, gleich gefolgt von „D.N.A.“, der durch die fulminanten Vocals vom AMARANTHE-Sängerin Elize Ryd etwas zusätzliche Würze bekommt. „Amata Immortale“ ist dann einfach nur fulminante Klassik-Power, im Mittelteil erinnert der Song etwas an QUEENs „Bohemian Rhapsody“. Und ähnlich wie die legendären Briten verstehen es Turilli / Lione ebenfalls, bisweilen exzellente Spannungsmomente zu erzeugen. Das funktioniert zwar nicht bei allen Tracks, aber „I Am“ beweist eindrucksvoll, dass man heutzutage Klassik, Symphonic Metal und Progressive zu einem superben Eintopf verquirlen kann. Mit meinem persönlichen Highlight „Arcanum“ zieht man zum Ende noch mal alle Register der italienischen Klassik-Kunst.

 

 

Zero Gravity [Rebirth And Evolution]“ ist also kein Album, welches aufgrund seiner Struktur für Bikertreffen geeignet wäre. Wem „Highway To Hell“ bereits die Spitze des Anspruchs in Sachen Heavy Metal ist, der wird mit dieser Platte definitiv nichts anfangen können. Turilli / Lione RHAPSODY legen halt ganz andere Maßstäbe an. Spannen konstruiert, bis ins Detail geplant und vorzüglich produziert, jeder Takt auf diesem Album sitzt exakt dort, wo er hin soll. Dazu versteht es Herr Turilli außerordentlich gut, den berühmten roten Faden durch das ganze Album zu ziehen. Zum ganz großen Klassiker reicht es noch nicht, dazu ist gerade im Mittelteil doch der eine oder andere minimale Leerlauf zu vermerken.

Frank Wilkens / 27.06.2019

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