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HomeReviewUlcerate – Shrines Of Paralysis

Ulcerate – Shrines Of Paralysis

Ulcerate - Shrines Of Paralysis

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 28. Oktober 2016

Label: Relapse Records

Spielzeit: 00:57:40

Line-Up:

Paul Kelland – Vocals, Bass
Michael Hoggard – Guitars
Jamie Saint Merat – Drums, Percussion

Tracklist:

01. Abrogation
02. Yield To Naught
03. There Are No Saviours
04. Shrines Of Paralysis
05. Bow To Spite
06. Chasm Of Fire
07. Extinguished Light
08. End The Hope

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„Überragend“

Gut drei Jahre nach dem finsteren, dreckigen „Vermis“ legen die neuseeländischen Progressive Deather ULCERATE ihren nächsten Hassbatzen auf Relapse Records vor: „Shrines Of Paralysis“.

Dabei setzt das eingeschworene Trio auf Studioalbum Nummer fünf die bislang eingeschlagene Marschrichtung konsequent fort – zumal es sowieso wenig am Erfolgsrezept zu ändern gab –, versäumt es aber nicht, neue Nuancen in seinen Sound einzuflechten bzw. andere Aspekte zu betonen [z.B. das Interludium „Bow To Spite“ oder auch die Black-Metal-Einflüsse in „Extinguished Light“]. So kommt „Shrines Of Paralysis“ z.B. mit einem deutlich präsenteren Bass in der Produktion daher, was als Bereicherung gewertet werden muss, während auch der Gesang eine Spur vielseitiger geworden ist, aber natürlich immer noch von tiefen Growls bestimmt wird. Technisch/spielerisch waren und sind ULCERATE nach wie vor in der Champions League unterwegs, was man dem Songmaterial an allen Ecken und Enden anmerkt, zumal dieses vor Details nur so strotzt, ohne dabei je den Song an sich aus dem Auge zu verlieren. Doch Vorsicht: ULCERATE sind auch anno 2016 sehr sperrig, komplex und unbequem, sodass einige Anläufe vonnöten sind, um bei „Shrines Of Paralysis“ wirklich durchzusteigen und Zugang zu den unkonventionellen und oftmals überlangen Stücken zu finden. Hat man diese Nuss jedoch geknackt, offenbart sich auch dieses Werk der Neuseeländer als Juwel des innovativen und modernen Death Metal, der nach wie vor sehr auf Atmosphäre achtet und dabei auch gerne mal in Richtung NEUROSIS schielt.

War „Vermis“ noch ein extrem sperriges Album mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen, aber überaus passenden Produktion, so wirkt „Shrines Of Paralysis“ etwas erdiger, fast schon menschlicher und mit nahezu greifbarer Verzweiflung in den einzelnen Stücken. „Easy Listening“ ist natürlich auch diesmal nicht angesagt, aber wer mit den Vorgängeralben etwas anfangen konnte, es zudem mag, wenn eine Band sich immer weiter entwickelt, und auf anspruchsvollen technisch-progressiven Death Metal steht, der liegt bei ULCERATE genau richtig. Für mich immer noch eine der relevantesten Bands im modernen Death Metal!

Alexander Eitner / 01.11.2016

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