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Vampire – Hand Of Doom & Black String

Die schwedischen Dunkelkünstler VAMPIRE gehören seit mittlerweile fünf Jahren zu den spannendsten und mysteriösesten Acts, wenn es um morbid-tiefen Underground-Death/Thrash geht. Im Vorprogramm von den famosen TRIBULATION und den Goth-Rockern von GRAVE PLEASURES machten die ungewohnt unmelodischen Göteborger unlängst in ganz Europa eine gute Figur. Dass Frontmann Hand Of Doom und Gitarrist Black String aber weder großen Wert auf viel Anonymität legen, noch zu den schweigsamsten Genossen des Genres zählen, überraschte den Interviewer dann gleich doppelt. Doch Menschen, die ABIGOR verehren und NIFELHEIM lieben, können keine schlechten sein…

Ihr gehört zu der talentierten Schwemme schwedischer Bands, die sich nur schwer in ein bestimmtes Korsett zwängen lassen. Ist es manchmal schwieriger die Aufmerksamkeit der Hörer auf sich zu ziehen, wenn man nicht klar einzuordnen ist?

Hand Of Doom: Am einfachsten erreichst du die Leute, wenn du mit der Band eine klare Vision verfolgst. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei VAMPIRE der Fall ist, aber wir spielen zumindest grob eingeordnet Death Metal.

Black String: Anfangs waren wir so eine Death-/Black-Metal-Sensation, aber als der Underground-Hype etwas abgestorben ist, wussten sie nicht mehr genau, wo sie uns jetzt einordnen sollten. Die Underground-Fans haben meist klare Vorstellungen von ihren Lieblingsbands, aber den Musikern selbst ist das oft zu wenig weit gedacht.

Die Band VAMPIRE zu nennen ist in Zeiten des inflationären Googlens entweder sehr mutig, oder extrem schlecht taktiert…

Black String: Wir wollten einfach einen Namen haben, der direkt einfährt. Wir wollten uns damit klar positionieren und wenn die Bedeutung und deine Musik gut genug sind, finden dich die Leute ohnehin – mit oder ohne Google-Hilfe. Die Leute können ja buchstabieren. [lacht]

Hand Of Doom: Die Band ist jetzt nicht speziell auf Vampire spezialisiert, aber es hat definitiv etwas mit dem Gothic-Style des 19. Jahrhunderts zu tun.

Wie wichtig ist das volle VAMPIRE-Package? Die Musik, das Image, der Name, eure Pseudonyme, die Bühnenshow…

Black String: Wir haben uns anfangs nur auf die Musik fokussiert, die Texte kamen erst einmal später. Als nächstes kam die passende Bühnenperformance.

Hand Of Doom: Das erfolgte auf ganz natürlichem Wege, wir haben da nicht viel drüber nachgedacht. Wir kommen innerhalb der Band aus verschiedenen musikalischen Backgrounds und haben natürlich auch unterschiedliche Zugänge, aber durchgeplant war nichts. Das ist zwar eine langweilige, aber wahre Antwort.

Black String: Am Ende sahen wir irgendwie aus wie eine rumänische Kopie der RAMONES. [lacht]

Warum ist es euch wichtig, innerhalb der Band möglichst anonym zu sein und unter Pseudonymen zu firmieren?

Hand Of Doom: Es hat so viel Spaß gemacht, dass sich die Leute da so viele Gedanken darüber gemacht haben.

Black String: Der Gedanke, dass wir für die Leute da draußen 15-jährige Newcomer sein könnten, anstatt 30-Jährige mit viel Banderfahrung, war einfach zu attraktiv.

Hand Of Doom: Aus welchem Grund wollten wir deiner Meinung nach anonym bleiben?

Mir ist das eigentlich egal, denn mir muss in erster Linie die Musik gefallen. Aber ich kann auch diejenigen verstehen, die gerne viel in eine Band hineininterpretieren.

Hand Of Doom: Manche Leute fühlten sich provoziert, weil wir uns nicht maskierten. Sie waren einfach enttäuscht darüber, dass wir uns nicht komplett verhüllten. Das war uns aber immer egal, von so etwas halte ich wenig.

Was euch mit TRIBULATION eint, ist eure Vorliebe für Horror-Filme und dunkle Literatur. Das ist eigentlich ein typisches Metal-Klischee, das ihr bedient und fortführt.

Hand Of Doom: Das stimmt, man kann aber auch relativ viel über diese Dinge schreiben. Mir haben immer schon Bands wie NECROPHAGIA oder POSSESSED imponiert, die mehr oder weniger in diesen Bereichen gewildert haben. Wichtiger ist aber, dass die Musik angsteinflößend klingt. Die Lyrics sind zweitrangig, es versteht ja ohnehin keiner, was ich auf der Bühne vom Stapel lasse. Da geht es einfach darum, dass ich zur Musik singen kann, auch wenn ich viel Zeit dafür aufwende.

Black String: Es gibt viele Bands, die Botschaften haben und sich über ihre Texte definieren, aber das lag niemals in unserem Interessensbereich.

Nachdem euer Debütalbum auch schon wieder zwei Jahre am Buckel hat, erwarten sich viele natürlich relativ bald neues Material. Wie sieht es dahingehend aus?

Hand Of Doom: Wir werden dieses Jahr ein Album aufnehmen, aber der Release wird wohl 2017 sein.

Black String: Wir haben bislang etwa sieben Songs geschrieben, die hie und da auch schon live vorkommen. Aber wir müssen sie noch verfeinern und weitere Songs schreiben, damit es zu einem vollen Album reicht. Das sollte sich heuer alles ausgehen.

Ihr habt euch mit all euren Veröffentlichungen, EPs und dergleichen stets weiterentwickelt. Ist eine fundamentale Veränderung oberstes Gebot für den Verlauf eurer Karriere?

Black String: Fundamental geht zu weit, unsere aktuelle EP ist sehr vielseitig ausgefallen und in gewisser Weise ist vieles auch sehr kohärent. Wir versuchen natürlich uns zu verbessern und spannend zu bleiben, aber nicht um jeden Preis.

Könnt ihr euch noch mit den ganz alten Songs identifizieren?

Hand Of Doom: Auf jeden Fall, denn das originale VAMPIRE-Feeling steckt darin und dazu stehen wir natürlich noch heute. Die meisten unserer Fans haben uns auch mit diesen Songs kennengelernt, was sie natürlich nur noch wichtiger für uns macht. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht ständig weiterentwickeln, aber wir respektieren unsere Vergangenheit.

Zu euren größten Inspirationsquellen zählen die legendären österreichischen Black-Metaller ABIGOR. Warum gerade sie?

Hand Of Doom: Absolut richtig! Das ist die beste Band der Welt, genau deshalb. [lacht]

ABIGOR sind in ihrer Entwicklung auch niemals stehen geblieben. Mögt ihr alle ihre Karrierephasen?

Hand Of Doom: Ich bevorzuge die 90er-Ära. „Opus IV“ und die „Apokalypse“-EP sind meine Favoriten.

Black String: Für mich waren es „Nachthymnen“, „Opus IV“ und „Supreme Immortal Art“, aber ich kann sie immer wieder gerne neu für mich entdecken. „Nachthymnen“ habe ich schon vor 20 Jahren gekauft und kann ich immer wieder aufs Neue auflegen. ABIGOR sind aber nicht einfach nur ein Einfluss, sondern für mich eine der fünf besten Black-Metal-Bands der 90er-Jahre. Es gibt wenig Bands, die ihre Kunst derart stark reproduzieren konnten. Mann, es ist verdammt schwer, hier einen Vergleich mit einer anderen Band zu ziehen. [lacht]

Hand Of Doom: Die Inspiration von ABIGOR kommt aus der Qualität von einfach allem. Vom Sound, den Vocals, den Melodien, dem Schlagzeug – hier ist einfach alles überdurchschnittlich. Wenn ich ein Vorbild heranziehen müsste, dann sind ABIGOR exakt die Band, nach der wir klingen möchten. Man hört selten etwas, das so perfekt und roh gleichzeitig klingt. Vor allem die Vocals sind verdammt angepisst und wütend, einfach total eigenständig.

Black String: Bei der einer Show unlängst in Innsbruck habe ich mal ins Publikum gerufen, wer denn auf ABIGOR stehen würde. Es hat sich einer gemeldet, aber sonst war Totenstille. [lacht] Ich wollte eigentlich die Stimmung aufhellen, aber ich glaube, die Kids dort waren zu einem Großteil zu jung, um ABIGOR wirklich gekannt zu haben.

Hand Of Doom: In den 90er-Jahren haben sie quasi jährlich Meisterwerke veröffentlicht, das war unglaublich.

Seid ihr beim Aufnahmeprozess und in der Band allgemein auch solche Perfektionisten wie ABIGOR?

Black String: Wenn wir aufnehmen, ist jeder immer wegen irgendetwas enttäuscht. Unser Album stellte uns von Anfang an sehr zufrieden, aber als wir im gleichen Studio später die EP aufnahmen merkten wir, dass wir eine Veränderung brauchen. Wir wollen einfach die Arrangements anders machen, mehr Schichten in den Sound integrieren und etwas opulenter werden.

Hand Of Doom: Es ist so anstrengend, ein Perfektionist zu sein, weil du die Perfektion eben niemals erreichen wirst. Ein bestimmtes Ziel kann man nie erreichen, deshalb muss man sich auch selbst manchmal etwas zurücknehmen. Ehrlich gesagt fehlen mir auch die technischen Fähigkeiten, um wirklich nach einem perfekten Sound suchen zu können.

Black String: Die Sachen müssen einfach schnell gemacht werden, weil du sonst die Freude daran verlierst. Als wir unser Debütalbum aufnahmen gab es Songs, an denen wir schon zwei Jahre zuvor arbeiteten. Du verlierst dabei die Spannung und das Interesse. Manche Demo-Songs passten auch gar nicht mehr zu mir.

Teilt ihr innerhalb der Band dieselbe Vision, wenn es ans Aufnehmen geht?

Black String: Ich denke schon. Natürlich gibt es Differenzen, aber wir finden uns für gewöhnlich.

Hand Of Doom: Schwer zu sagen, wir können uns ja schwer mit anderen Bands vergleichen. Wie haben das ABIGOR gemacht? Wir haben sie den „Opus IV“-Sound hinbekommen? [lacht] Ich glaube auch nicht, dass sie ultra-geplant an die Sache rangingen. Am Interessantesten ist es, wenn ein Song nur zur Hälfte gemacht ist und ihn sonst noch keiner hörte – so war das etwa bei „Orexis“. Es gab auch Songs, die ich schrieb und die sonst einfach niemand registrierte – dann können dich die Musik und die Zusammenarbeit mit den anderen Bandmitgliedern überraschen.

Interessant ist auch, dass ihr sehr große NIFELHEIM-Fans seid. Im Gegensatz zu ABIGOR gehen sie aber recht amateurhaft ans Werk. Ich habe sie – genauso wie euch – beim Eindhoven Metal Meeting gesehen und trotz der Bombenstimmung und –show, strotzte das Konzert nur so vor Fehlern.

Hand Of Doom: Das stimmt absolut, da ging viel in die Hose.

Black String: ABIGOR haben nie live gespielt und NIFELHEIM sind das Risiko eingegangen, es zu versuchen und sobald du live spielst, kann natürlich viel danebengehen. Wenn du nicht die ganze Zeit professionell probst, dann kann so etwas wie die NIFELHEIM-Show in Eindhoven natürlich passieren, das ist irgendwie auch klar. [lacht]

Hand Of Doom: Ich bin mir ziemlich sicher, dass NIFELHEIM genauso professionell sind wie ABIGOR, vielleicht sogar noch professioneller. Diese Jungs sind verdammt bedacht darauf, dass ihre Alben passen und alles dort in der richtigen Ordnung ist. Sie haben sehr viele Songs verworfen, die sie für nicht gut genug befunden haben.

Black String: NIFELHEIM-Songs sind für gewöhnlich sehr basische Rock-Arrangements, die mit traditionellem Heavy Metal vermengt sind. Vor allem die frühen Alben sind extrem echt und du hörst genau heraus, dass sie unmöglich an nur einem Tag geschrieben worden sind.

Und die Jungs können als Die-Hard-Fans bekanntermaßen nur dann Konzerte spielen, wenn IRON MAIDEN nicht gerade auf Tour sind… Hand Of Doom, es ist kein Geheimnis mehr, dass du für das schwedische „Close Up“-Magazin schreibst, die mediale Welt also von beiden Seiten kennt. Was sind die Vor- und Nachteile daran?

Hand Of Doom: In erster Linie weiß ich sehr genau, welche Themen und Geschichten für einen Journalisten von Interesse sind und brauche in der Musiker-Position nicht zu viel Zeit für Nonsens zu verschwenden. Ich weiß nicht, ob mich das qualifiziert, aber man muss sich auch selbst bemühen, nicht zu viele uninteressante Details breit zu schlagen.

Black String: Bei E-Mail-Interviews halte ich mich meist recht kurz, weil die auch ziemlich ermüdend sind. Es ist schon wichtig, dass man nicht nur eine Frage schnöde beantwortet, sondern auch versucht, eine Botschaft und einen Mehrwert mitzuliefern.

Hand Of Doom: Wichtig für Musiker ist sicher zu wissen, dass sie auch mit einer eigenen Botschaft zu einem Interview erscheinen sollten. Wenn die Leute deine Geschichten lesen wollen, dann muss auch was dahinterstecken. Und wenn die Fragen auch mal schlecht sind, bist du wenigstens gut genug vorbereitet, um selbst gute Themen aufzubringen. Dir mal ein großes Lob, denn ABIGOR- und NIFELHEIM-Fragen kriegen wir relativ selten.

Black String: Diese Bands sind auch weitaus interessanter als wir, das ist ja ohnehin Fakt. [lacht]

In der Eigen-PR würden euch ein paar Nachhilfestunden nicht schaden.

Black String: Es ist ja auch interessant zu beobachten, wie sich die Perspektive verändert hat. Interviews und mediale Berichte waren vor 20 Jahren, als wir noch aktiv als Kids Magazine gelesen haben, einfach was anderes. Es war alles so mystisch und geheimnisvoll, ohne Internet und Facebook. Heute ist jeder Gig auf YouTube und die Promotion kann dir schon mal entgleiten, weil alle möglichen Webseiten sich ihre eigene Logik auf gewisse Themen machen.

Hand Of Doom: In den 90er-Jahren, als wir so 15, 16 Jahre alt waren, war auch unser Interesse an anderen Bands größer. Alles war irgendwie wertvoller. Es ändert sich auch die Perspektive. Du entdeckst neue Musik mit 15 ganz anders als mit 35.

Wie denkt ihr als Underground-Band über die Benützung von Social-Media-Tools? Ist das für euch ein notwendiges Übel oder doch eine wichtige Werbeplattform?

Black String: Es wäre verdammt dämlich, darauf zu verzichten, weil sich für viele Leute das ganze Leben auf Facebook abspielt. Wie würden sie zum Beispiel wissen, wann wir wo auf Tour sind? Du kannst einfach keine E-Mails mehr übersehen oder Facebook ignorieren. So konservativ wie möglich zu sein, wirft dich zurück und verschafft dir gewiss keine Vorteile.

Wie wichtig ist es heutzutage, von anderen bekannten Leuten aus dem Genre empfohlen zu werden? Norwegens Szene-Papst Fenriz hat euch beispielsweise einmal als seine „Band Of The Week“ vorgestellt.

Hand Of Doom: Diese spezielle Empfehlung von Fenriz war zu dem Zeitpunkt tatsächlich sehr wichtig, weil er einfach viele Leute erreicht und meist sehr geschmackssicher ist. Hat uns sonst jemand empfohlen?

Black String: Klar, KISS und Phil Anselmo. [lacht] Die Fenriz-Sache war schon ein Schritt nach vorne. Vor allem auch für die persönliche Motivation, weil du einfach merkst, dass andere Musiker verstehen, was du machst. Obwohl Fenriz extrem auf die 80er-Demos steht, scheint er in der norwegischen Szene irgendwie der einzige zu sein, der sich auch um junge und neue Bands kümmert.
Hand Of Doom: Der Gitarrist von ENTHRONED hat vor einiger Zeit mal online ein T-Shirt von uns bestellt, das war ziemlich cool. [lacht]

Black String: Wo wir gerade bei unwichtigen Details in Interviews waren…

Ein Typ wie Fenriz würde euch aber nicht mehr empfehlen, wenn ihr eine bestimmte Menge an Alben verkaufen würdet. Könnt ihr diese Attitüde in der Szene nachvollziehen?

Black String: Schon, ich bin ja selber nicht wirklich anders.

Hand Of Doom: 10.000 verkaufte Alben sind auch weniger wert, als wenn dir jemand, der in der Szene anerkannt ist, mit einem wichtigen Post hilft, weil sich das einfach extrem schnell verbreitet und auf solche Leute gehört wird. Und wenn du auf Fenriz‘ „Band Of The Week“-Blog gehst, dann suchst du ja automatisch nach Bands, die man noch nicht kennt.

Würdet ihr irgendwann gerne aus der Underground-Szene herausbrechen, um durchzustarten?

Black String: Es ist schwer, hier eine Trennlinie zu ziehen. Ich denke den Underground haben wir schon mit der Unterschrift bei Century Media verlassen und dann kam das erste Album. Verglichen mit anderen Bands sind wir natürlich immer noch im Underground und es ist auch sehr einfach, dort zu arbeiten. Beim Eindhoven Metal Meeting haben wir etwa mit Bands wie BEHEMOTH oder MARDUK gespielt – sind die jetzt Underground oder nicht mehr? Das ist nicht mehr so einfach zu trennen.

Hand Of Doom: Es ist eine Definitionssache. Für mich bedeutet Underground auch, dass ich mich um alles rund um die Band selbst kümmere und keine Einflüsse von außen zulasse. Das ist spätestens mit dem Signing bei Century Media bei uns obsolet geworden, denn jetzt werden wir eben von einem starken Label unterstützt. Es geht natürlich auch um die Attitüde und den Respekt zu deiner eigenen Musik. Wir haben keine großen Ziele, aus dem Underground-Bereich auszubrechen, das ist uns einfach egal.

Black String: Bei uns wird auch das nächste Album wieder ziemlich roh klingen, weil wir als Band einfach so ticken.

Für viele ist ja auch die Integration von berühmten Gastmusikern ein Underground-Ausbruch.

Black String: Das würden die Leute aber wiederum nicht mitkriegen, weil wir eventuelle Gäste ohnehin auch hinter superanonyme Nicknames stecken würden. Da ist dann auch ein bisschen Recherche oder Szene-Wissen notwendig. [lacht]

Robert Fröwein [Froewe] / 24.02.2016

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