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[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41144" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 6,5/7 Punkten Info VÖ: 10.M04.2020 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 01:13:48 Line-Up Tuomas Holopainen - Keyboards Marco Hietala – Bass Emppu Vuorinen – Guitar Kai Haito -Drums Floor Jansen - Vocals Troy Donockley - Uilleann pipes, low whistles, vocals Tracklist Disc 1: 01. Music 02. Noise 03. Shoemaker 04. Harvest 05. Pan 06. How's The Heart? 07. Procession 08. Tribal 09. Endlessness Disc 2: 01. All The

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HomeReviewWalls Of Jericho – No One Can Save You From Yourself

Walls Of Jericho – No One Can Save You From Yourself

Walls Of Jericho - No One Can Save You From Yourself

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 0000-00-00

Label: Napalm Records

Spielzeit: 00:46:35

Line-Up:

Candace Kucsulain – Vocals
Chris Rawson – Guitar
Mike Hasty – Guitar
Aaron Ruby – Bass
Dustin Schoenhofer – Drums

Tracklist:

01. Intro
02. Illusion Of Safety
03. No One Can Save You From Yourself
04. Forever Militant
05. Fight The Good Fight
06. Cutbird
07. Relentless
08. Damage Done
09. Reign Supreme
10. Wrapped In Violence
11. Anthem
12. Beyond All Praise
13. Probably Will

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„Maskulinität auf dem Prüfstand“

Möchte man soziologischen Studien Glauben schenken, steckt die Männlichkeit in einer Krise. Das einstmals starke Geschlecht – haarig, bierbauchig, rülpsend und von einem zarten Moschusduft umgeben – ist in den vergangenen Jahren einem tiefenphilosophischen, geradezu sensiblen Konstrukt gewichen, das sich nicht davor scheut, Gefühle zu zeigen und auf sein Äußeres achtet. In einigen Musikszenen indes gilt leider immer noch alles, was nicht mit einem zweieiigen X-Chromosom ausgestattet ist, als verweichlicht. Candace Kucsulain steht seit jeher ihre Frau und lässt sich durch etwaige Vorurteile nicht aus der Ruhe bringen: im Gegenteil. Die Shouterin von WALLS OF JERICHO zeigt anhand ihrer Stimme, Ausstrahlung und Präsenz seit jeher, dass man kein Toughguy sein muss, um in der Männerdomäne Hardcore bestehen zu können und ist damit eines der authentischsten Aushängeschilder. Acht Jahre nach ihrer letzten Platte „The American Dream“ veröffentlichen die Detroiter mit „No One Can Save You From Yourself“ ihren neuesten Hassbatzen.

Was haben Frauen im Hardcore verloren? Weibliche Stimme über harte Gitarrenriffs? Ha! Die Lütte kommt ja nicht einmal ans Mikro ran. Candice durfte sich im Laufe ihrer Karriere schon einiges anhören lassen. Ihren Kritikern entgegnete die Sängerin auf ihre Weise: mit brachialem, Metal-angehauchten Hardcore und einem Organ, dass selbst in Brooklyn die Wände wackeln. Leisetreter waren WALLS OF JERICHO – bis auf die Akustik-EP „Redemption“ (2009) – noch nie. Aber was der Michigan-Fünfer auf seinem fünften Studio-Album abfeuert, lässt die komplette US-Küste erbeben. Angepisster und vernichtender spie Kucsulain seltener Gift und Galle, die Gitarristen Chris Rawson und Mike Hasty sowie die Rhythmustruppe Dustin Schoenhofer am Schlagzeug und Aaron Ruby am Bass peitschen sich durch die 13 Songs, dass es eine wahre Wonne ist. Oldschool-Liebhaber dürfen sich insbesondere auf die Rückbesinnung älterer Tage freuen, so wich der Metalcore-Anteil der letzten Veröffentlichungen auf ein Minimum zurück.

Ist es eventuell ein verletztes Ego oder Angst vorm Verlust der eigenen Männlichkeit, dass einige Unverbesserliche nach wie vor der Meinung sind, dass Frauen in harten Genres nichts zu suchen haben? „Wann ist ein Mann ein Mann“ nölte Grönemeyer bereits 1984 zur Gender-Debatte vor sich hin und traf den Nagel damals schon auf den Kopf. Eine Szene ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied (!), WALLS OF JERICHO gehören mit „No One Can Save You From Yourself“ definitiv zur stärksten Fraktion.

/ 01.04.2016

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