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HomeReviewWardruna – Runaljod – Ragnarok

Wardruna – Runaljod – Ragnarok

Wardruna - Runaljod - Ragnarok

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 21. Oktober 2016

Label: By Norse

Spielzeit: 00:58:45

Line-Up:

Kvitrafn [Einar Selvik] – All instruments, Vocals, Samples
Lindy Fay Hella – Vocals

Tracklist:

01. Tyr
02. UruR
03. Isa
04. MannaR – Drivande
05. MannaR – Liv
06. Raido
07. Pertho
08. Odal
09. Wunjo
10. Runaljod

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„Intensiver Abschluss der Trilogie“

Nach drei Jahren Wartezeit schließen WARDRUNA – das Projekt um Multi-Instrumentalist und Sänger Einar Selvik – ihre Runaljod-Trilogie mit „Ragnarok“ mehr als würdig ab.

Dabei hat sich gar nicht mal so viel bei den Norwegern geändert, wobei Einar Selvik stets für genügend Abwechslung in dem zwischen 2003 und 2016 entstandenen Material sorgt. Natürlich sind WARDRUNA immer noch sehr minimalistisch, teils mit beschwörendem Charakter sowie düster unterwegs und legen viel Wert auf die nötigen Freiräume, versäumen es aber gleichzeitig nicht, neue Impulse, Stimmungen und Einflüsse einzubinden. So beispielsweise der vermehrte Einsatz von Bronzeluren sowie das Einbinden des Kinderchors Skarvebarna und des Gastauftritts von Selviks eigenen Kindern zum Ende des Albums hin [„Wunjo“]. Durchgehend lassen sich WARDRUNA in ihren ausschließlich akustischen, mit historischen Instrumenten erzeugten, ja, fast schon als Dark Folk/Ambient zu bezeichnenden Kompositionen sehr viel Zeit, was dem Material sehr gut bekommt. Dies erfordert jedoch vonseiten des Hörers einiges an „Eingewöhnungszeit“ und vor allem Ruhe, da WARDRUNA eben keine normale und erst recht keine Metal-Band sind. Und das ist richtig gut so, wie der mit jedem Album zunehmende Erfolg des Projektes sowie ausverkaufte Touren und zahlreiche Festivalauftritte – teils in ausgefallenen Locations – beweisen. Und da wären eben auch solch treibende Nummern wie „Odal“, das sehr intensive „Isa“ oder auch das düster-melancholische/bombastische Titelstück, die die stilistische Bandbreite der Norweger wunderbar aufzeigen.

WARDRUNA zeigen auch auf Album Nummer drei, dass sie längst noch nicht alles gesagt haben. Fans der ersten beiden Scheiben können sowieso bedenkenlos zugreifen, aber auch alle anderen sollten durchaus ein interessiertes Ohr riskieren, auch wenn es sich eben nicht um Metal an sich handelt. Bleibt nur noch abzuwarten, wie es mit dem Projekt nach dem Abschluss der Trilogie weitergeht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Einar Selvik noch die eine oder andere Idee in petto hat [siehe auch das Skuggsjá-Projekt mit Ivar Bjornsson von ENSLAVED]. Daumen nach oben für „Ragnarok“ und ein ausgesprochen intensives, außergewöhnliches Hörerlebnis!

Alexander Eitner / 20.10.2016

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