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HomeReviewWintersun – The Forest Seasons

Wintersun – The Forest Seasons

Wintersun - The Forest Seasons

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 21. Juli 2017

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:53:46

Line-Up:

Tracklist:

1. Awaken From The Dark Slumber (Spring) 14:40
Part I The Dark Slumber
Part II The Awakening
2. The Forest That Weeps (Summer) 12:18
3. Eternal Darkness (Autumn) 14:08
Part I Haunting Darkness
Part II The Call of the Dark Dream
Part III Beyond the Infinite Universe
Part IV Death
4. Loneliness (Winter) 12:54

Amazon

„Ja, die machen nebenher auch noch Musik.“

Über die Vorgeschichte des dritten WINTERSUN-Albums ist sicherlich mehr als genug geschrieben, gesprochen und gelästert worden. Das sollte ohnehin nicht Gegenstand einer Rezension sein. Ganz außer Acht lassen kann zumindest ich das trotzdem nicht. Ein Album in ausschließlich digitaler Version erst für einen absurden Preis im Crowdfunding anzubieten, einen sechsstelligen Betrag für das Privatvergnügen eines eigenen Studios einzusacken und die Platte dann stumpf über ein Label zu veröffentlichen – die Nerven muss man erstmal haben. Mich persönlich macht das sauer. Ich finde das dreist und unverschämt. Die zahlreichen Fans scheinen es der Band trotzdem nicht nachzutragen, und das hat seine Gründe.

Denn: „The Forest Seasons“, wenn auch mehr oder minder spontan zwischen dem ersten und dem zweiten „Time“-Album eingeschoben (manche behaupten, es diene nur dem Zweck der Vertragserfüllung), ist ein waschechtes WINTERSUN-Album, und angesichts der wirklich herausragenden Talente Jari Mäenpääs nicht nur im Bereich der Vermarktung seiner Musik, sondern auch ihrer Komposition und ihres Arrangements kann das eigentlich nicht schlecht sein. Ist es auch nicht, im Gegenteil. Selbstverständlich ist die Ankündigung, das Album sei Mäenpääs Version von Vivaldis „Quatro Stagioni“, typisch überdimensioniert, etwas verkitscht und letztlich auch nicht treffend, nur weil die Platte vier thematisch waldsaisonal verankerte Songs umfasst. „The Forest Seasons“ ist ein zwischen melodischem Death und Black Metal rangierendes Album, dessen vier Stücke atmosphärisch variieren. Das Frühlings-Stück „Awaken from the dark Slumber“ ist ungewöhnlich düster und wahrscheinlich das Stück, das dem bisherigen Werk der Band noch am ehesten entspricht. Wie alle anderen Tracks ist es mit viertelstündiger Laufzeit völlig überdimensioniert und hat demzufolge seine Längen, enthält aber trotz allem saftige Riffs, wunderschöne verträumte Melodien und vor allem einen sagenhaft ohrwurmigen Refrain, auf den die Komposition immer wieder zuläuft.
In ähnlichem Maß gilt das auch für „The Forest that weeps“. Die Herausforderung, mit Extreme Metal-Zutaten den Sommer zu vertonen, hat die Band souverän angenommen und interpretiert dies mit spielfreudigen Riffs, die gelegentlich an PRIMORDIAL erinnern, schwungvollen 6/8-Rhythmen, verträumten Hörnern und Harfen und auch hier einem wunderschönen, glänzenden Klargesang-Refrain, der zudem durch eine Horde Chor-Gastsänger nochmal angedickt wird.
Die Dunkelheit des finnischen Herbstes soll „Eternal Darkness“ ausdrücken, das WINTERSUN-untypisch ein Black Metal-Stück sein will. Mäenpää beweist hier, dass seine Stärken nicht darin liegen, schlichte Black Metal-Songs mit Blastbeats und Mollgitarren zu schreiben. Der Track verliert sich ein wenig in seinen eigenen Parts, ist in der ersten Hälfte wenig griffig, mit breiten Orchesteruntermalungen aber immerhin sehr elegisch und gegen Ende hin dann auch DIMMU BORGIR-like so bedrohlich, wie man sich die heraufziehende lange Nacht eines finnischen Winter vorstellt.
Mein persönlicher Favorit aber ist das abschließende „Loneliness“, ein schwelgerischer Walzer, der Bilder von sonnenbeschienenen Eisflächen und schneebeladenen Tannen heraufbeschwört und zu dem Mäenpää zauberhaft traurige Melodien und die intensivste Gesangsleistung des Albums heraufbeschwört. Für einen Refrain wie den hier gebotenen sollen schon Menschen getötet haben, und das zurecht.

So ist „Loneliness“ das Stück, das den allgemein etwas sterilen, sehr beherrschten Habitus von „The Forest Seasons“ ein wenig aufbrechen kann. Wenn man diesem Album etwas ernsthaft vorwerfen kann, dann sicher nicht fehlende kompositorische Raffinesse, zweifelhafte Performance, fehlende Melodien oder Desinteresse, den Fans für ihr Geld auch zu bieten, was sie sich von WINTERSUN wünschen. Alles das gelingt. Schade ist hingegen, dass das Album es nicht schafft, an die Unbeschwertheit des Debüts heranzukommen und den Eindruck vermittelt, etwas zu sehr durchdesignt und darauf ausgerichtet zu sein, ein kostenspieliges Studio finanzieren zu müssen. Songlängen von 12 oder 15 Minuten sind meiner Einschätzung nach auch nicht zwingend, sodass man den Tracks bei strafferer Anlage einige Durchhänger hätte ersparen können. Auch die Produktion ist zwar nicht schlecht, aber unangenehm glatt, mit überpräsentem Schlagzeug, angeberischem Dosenorchester und viel zu zahmen Gitarren. Das ist sicherlich eine Geschmacksfrage, aber zum Teil auch eine der Atmosphäre. Die analoge, charmante Produktion, die die Band vollmundig versprochen hat, ist es objektiv jedenfalls nicht.

Im Resümee zeigt sich trotz einiger Kritik auf sehr hohem Niveau, dass WINTERSUN mit ihrer Spielfreude und einem – so weit lehne ich mich aus dem Fenster – in Qualität und Wiederkennbarkeit einzigartigem Stil ein hörenswertes Album geschaffen haben, nach dessen Genuss man ihnen ihre zweifelhaften Geschäftspraktiken gerne verzeihen möchte, damit sie nur mehr solchen Materials auf die Beine stellen. Die Möglichkeiten dazu sollten sie ja jetzt haben.

Florian Dammasch / 14.08.2017

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