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HomeReviewZemial – Nykta

Zemial – Nykta

Zemial - Nykta

 

 

 

 

 

Wertung:

6.0/7

Info:

VÖ: 29. Oktober 2013

Label: Hells Headbangers Records

Spielzeit: 01:02:10

Line-Up:

Archon Vorskaath – Alles

Tracklist:

01. Ancient Arcane Scrolls
02. Eclipse
03. Under Scythian Command
04. In the Arms of Hades
05. Breath of Pestilence
06. Deathspell
07. The Small
08. Pharos
09. Out of the Cage – 333

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„Metal, ihr Wichser!“

Eine metallische Überraschung zum Jahresende: Das griechische Solo-Projekt ZEMIAL rund um Mastermind Archon Vorskaath veröffentlicht dieser Tage ihr drittes Album namens „Nykta“. „In Monumentum“, das bisher neueste Album der Band, erschien vor sieben Jahren in 2006. Dazwischen gab es zwar immer wieder kleinere Lebenszeichen, aber zumindest mir war nicht bewusst, dass Archon an einem neuen Album arbeitete. Sei es wie es sei, ZEMIAL sind zurück!

Wie ZEMIAL allerdings zurückkehren, ist ziemlich interessant. Denn Archon muss sich dieses Mal wohl gedacht haben: „Metal is the law!“ Von reinem Black Metal oder von der traurigen Atmosphäre von „In Monumentum“ ist nicht mehr viel übrig geblieben; stattdessen fickt Archon auf Genregrenzen und verbindet auf „Nykta“ so ziemlich alle verschiedenen metallischen Richtungen miteinander. Was dabei herausgekommen ist, ist in erster Linie eine Scheibe, die knallt und die zum Headbangen einlädt. Dabei sind es gerade die kürzeren und knackigen Songs wie „Under Scythian Command“, „Breath Of Pestilence“ und „Deathspell“, die einem die volle Ladung Metal präsentieren und irgendwo zwischen Heavy Metal, Black’n’Roll und Black/Thrash Metal angesiedelt sind. Bands wie DESTRÖYER 666, VREID aber auch GRAVE DIGGER sind mir manchmal in den Sinn gekommen. Die druckvolle Produktion fügt dem Spektakel noch zusätzlich eine ordentliche Ladung Wumms hinzu. Etwas epischer, aber nicht weniger metallisch geht es auf den beiden längeren Tracks „Ancient Arcane Stroll“ und „In The Arms Of Hades“ zur Sache. Dabei ist gerade erstere eindeutig mehr im Heavy Metal-Bereich anzusiedeln, während „In The Arms Of Hades“ [gerade am Anfang] noch einige schwarzmetallische Elemente beinhaltet. Alle Songs werden übrigens immer wieder durch ruhige Ambient-Passagen ergänzt, die noch zusätzlich Atmosphäre stiften. Neben dieser metallischen Apokalypse kommt es dann aber nach dem Song „Deathspell“ zu einem Bruch und mit „The Small“ beginnt ein psychedelisches Stück, das man auch auf einer PINK FLOYD-Scheibe finden könnte. Das muss man zuerst einmal aushalten, nachdem man die anderen 40 Minuten durchgebangt hat. Der Song ist dennoch klasse. Wenn dann nach „The Small“ der 15-Minüter „Pharos“ beginnt und mit brachialen Drums loslegt, geht man zunächst davon aus, dass nun wieder ein klassischer Metal-Song folgen wird. Aber dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil wird hier versucht, extremer Metal mit psychedelischen Momenten zu verknüpfen. Sicherlich der experimentellste Song auf der Scheibe. Zum Abschluss bietet Archon dann noch ein Schmanckerl namens „Out Of The Cage“, welches eine Interpretation des Songs „4:33“ des Künstlers John Cage ist. Nie davon gehört? – Klickt hier.

Eine wirkliche Überraschung, die Archon hier gelungen ist. In diesem Jahr habe ich noch kein so geiles Metal-Album gehört, das sich nicht davor scheut, Genres zu sprengen. Zwar ist nicht alles Gold auf „Nykta“ was glänzt, aber was soll’s. Als Metaller liebt man ja schließlich auch Schmutz, Schlamm und Fäkalien. Kauft das verdammte Ding und unterstützt ZEMIAL. Ihr werdet es nicht bereuen! UGH, BREATH OF PESTILENCE!

Jonathan Jancsary / 25.10.2013

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